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Jubel HSG Konstanz U23

Aufholjagd kommt zu spät



U23 der HSG Konstanz wird von über 300 Fans gefeiert: Heimsieg bei Heimpremiere in 3. Liga

HSG Konstanz U23 – HG Oftersheim/Schwetzingen 27:21 (14:10). Es war wie gemalt: Die Tribüne mit über 300 Fans für diese Zeiten richtig gut besetzt, tolle Stimmung auf den Rängen und eine Leistung wie aus einem Guss. Schöner hätte sich die U23 der HSG Konstanz ihre Heimpremiere in der 3. Liga nicht erträumen können. Nach einem völlig verdienten, ungefährdeten 27:21 (14:10)-Erfolg gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen ist die Zweitliga-Reserve endgültig in einer starken 3. Liga angekommen.

Die Jubelschreie aus der Kabine waren anschließend weithin vernehmbar. Die gute Laune der Trainer Jessica Bregazzi und Thomas Zilm ebenso. Beide strahlten um die Wette. „Das hat richtig Spaß gemacht, zuzusehen“, grinste Bregazzi. Es war wohl einer der höchst seltenen Tage, an dem das Trainerherz vollkommen aufgeht. „Die Jungs haben alles umgesetzt, was wir besprochen und sie sich selbst vorgenommen hatten“, sagte sie. Fast zumindest. Der erste Treffer gehörte noch den Gästen aus der Kurpfalz, doch nach ersten 10 Minuten Abtasten zog das fast ausschließlich aus eigenen Jugendspielern bestehende U23-Team der HSG das Tempo und die Zügel an.

Aus einer sehr beweglichen und aggressiven Deckung heraus, unterstützt durch einen toll aufgelegten Beachhandball-Nationaltorwart Moritz Ebert, kam Konstanz immer besser ins das Tempospiel. Der schnelle, kreative Handball, den sich Bregazzi und Zilm vorstellen. Und der die über 300 Fans auf den Rängen zu lautstarker Unterstützung mitriss. Schnell und sicher trug die HSG über ihre Taktgeber Joel Mauch und Benjamin Schweda ihre Angriffe vor, hatte mit Lars Michelberger einen Shooter für das Grobe und mit Pascal Mack sowie Patrick Volz sichere Verwerter am Kreis und auf Linksaußen. Der Schlüssel für Bregazzi war jedoch die bemerkenswerte Deckungsleistung in der 6:0-Formation: „Wir haben Oftersheim das genommen, was sie sehr gut können. Das Kleingruppenspiel und die Stärken im Rückraum sowie am Kreis. Wir haben uns sehr, sehr gut präsentiert.“

Die Struktur und Geschwindigkeit hatten der jungen Trainerin besonders gefallen. Die Gäste, letzte Saison als etablierter Drittligist immerhin Sechster, schlossen nur noch einmal zum 15:16 auf, dann marschierten die Gelb-Blauen endgültig auf und davon. Kai Mittendorf besorgte die Sechs-Tore-Führung (22:16/49.), die durch den letzten Treffer der Kurpfälzer auch bis zum Ende bestand hatte. „Es war eine positive Aggressivität zu spüren“, lobte Bregazzi. „Cool, dass die Halle so gut besucht war. Das hat die Jungs gepusht und getragen.“ Doch Jubel verhallt schnell. Die junge Mannschaft muss, so die B-Lizenzinhaberin, „motiviert weiter mit so viel Freude arbeiten.“ Es war nur ein kleiner Schritt zum Ziel für die Talente der HSG – aber ein großer in der Historie der U23 im ersten Drittliga-Heimspiel überhaupt.

Weitere Informationen unter:

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HSG Konstanz II – HG Oftersheim/Schwetzingen 27:21 (14:10)

HSG Konstanz II: Sven Gemeinhardt, Lukas Herrmann, Moritz Ebert, Joel Mauch (3), Kai Mittendorf (1), Benjamin Schweda (5/2), Hendrik Dahm, Lars Michelberger (2), Pascal Mack (3), Patrick Volz (8/2), Balthes Reiff, Jerome Portmann (3), Florian Wangler, Luca Merz (1), Felix Fehrenbach, Rohat Sahin (1), Thomas Zilm, Jessica Bregazzi, Jürgen Mauch, Katharina Sittig; Trainer: Thomas Zilm

HG Oftersheim/Schwetzingen: Maximilian Herb, Benedikt Müller, Max Barthelmeß (3/2), Lino Messerschmidt (1), Christian Wahl (1), Lukas Sauer (5/1), Niklas Krämer (1), Jerrit Jungmann, Kevin Suschlik (4), Alexander Sauer, Florian Burmeister (4), Moritz Schmidberger, Bastian Schleidweiler, Marc Kern, Yessine Meddeb (2), Michael Braun, Holger Löhr, Sandra Daub, Wolfgang Paulick; Trainer: Holger Löhr

Gelb: Kai Mittendorf, Benjamin Schweda (2.), Jerome Portmann / Lino Messerschmidt, Jerrit Jungmann (2.), Moritz Schmidberger

Rot (3 Zeitstrafen): – / Niklas Krämer

Rot Disqualifikation: – / Moritz Schmidberger

Strafminuten: 6:8

2 Minuten: Kai Mittendorf, Lars Michelberger, Rohat Sahin / Niklas Krämer, Niklas Krämer, Moritz Schmidberger, Bastian Schleidweiler

Vergebene Siebenmeter: Joel Mauch, Benjamin Schweda, Benjamin Schweda / Max Barthelmeß, Max Barthelmeß