Zum Inhalt springen Zurück zum Seitenanfang

Bergstädter sind gewarnt – Corona-Lage fordert Geisterspiel



Nach einer Woche Zwangspause aufgrund des verlegten Auswärtsderbys gegen die SG Gutach/Wolfach, sind die Bergstädter nun wieder daheim gefordert.

Der besagte Verdachtsfall bei der SG erhielt im Laufe des Samstagnachmittags noch seinen negativen Befund. Einen Nachholtermin gibt es bisher noch keinen. Ein Spiel unter der Woche ist aufgrund der vielen Studenten und Berufstätigen, die in ganz Baden-Württemberg verteilt sind nicht möglich.

Mit der HSG Mimmenhausen/Mühlhofen kommt einer der Gegner in die St.Georgener Roßberghalle, der die Bergstädter in der abgelaufenen Saison bezwingen konnte. Während der TVS das Heimspiel nach Belieben kontrollierte lieferte man im Schul- und Sportzentrum Salem, die mit Abstand schwächste Saisonleistung ab. Diesen Auftritt möchte man unbedingt vergessen machen. Die HSG verfügt über eine junge Mannschaft. Dass man durch den coronabedingten Saisonabbruch sicher ein weiteres Jahr in der Landesliga bleibt, gibt Zeit zur Entwicklung. Angeführt wird die Mannschaft von Top-Torschütze Aaron Buneta, der dem TVS schon in der letzten Saison das Leben schwer gemacht hatte. Für die Bergstädter war es nun wichtig, die Spannung hoch zu halten. Immerhin erfuhr die Mannschaft erst nach dem Abschlusstraining am Freitag von der Spielabsage. „Wir haben uns auf Gutach/Wolfach vorbereitet, nun mussten wir einen fließenden Übergang zum nächsten Gegner finden. An der primären Anforderung, die Abwehr wieder kompakter zu stellen und die Torchancen geduldiger herausspielen und konsequenter zu verwerten hat sich nichts geändert.“ So Jonas Herrmann vor der Partie.

Inzwischen gewinnen leider die äußeren Umstände neben dem sportlichen mehr und mehr an Bedeutung. Im Schwarzwald-Baar-Kreis ist der Inzidenzwert vor dem Wochenende erstmals auf über 50 gestiegen. Der Wert lag zwar am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche wieder knapp darunter. Dennoch gilt der Kreis erst nach 7 Tage infolge unter 50 nicht mehr als „Risikogebiet“. Darüber hinaus hat das Land Baden-Württemberg inzwischen die Pandemiestufe 3 eingeleitet, welche von einer Corona-Notverkündung begleitet wurde. Gemäß aktueller Verordnung ist es immerhin noch möglich weiterhin zu spielen und zu trainieren. Für das kommende Heimspiel hat man sich aber entschieden ohne Zuschauer zu spielen. Wochenlang entwickelte die Handballabteilung ein Konzept, das das Erlebnis „Heimspiel auf dem Roßberg“ über Dauerkarten mit festen Sitzplätzen möglichst vielen Zuschauern ermöglicht. Die Entwicklung der Pandemielage in den letzten Wochen macht eine gerechte und verantwortungsbewusste Durchführung dieses Konzepts leider unmöglich. Eine spontane Rückerstattung von Eintrittspreisen ist kurzfristig nicht möglich.

„Wir haben uns vor der Saison gemäß der damaligen Lage bestmöglich vorbereitet. Am ersten Spieltag konnten wir vor Fans, Sponsoren und vor allem unseren eigenen Jugendspielern spielen. Nun hat sich die Lage drastisch geändert. Mit großen Mühen können wir den Betrieb immerhin in seinen Grundzügen am Leben halten. Die Entscheidung gegen die HSG ohne Zuschauer anzutreten war keine leichte. Unsere Fans gehören dazu wie das Harz zum Ball. Auf die Schlagzeile Corona-Infektionen beim Handballspiel wollen wir aber gerne verzichten.“ äußert sich der tief enttäuschte Abteilungsleiter Stephan Lermer, dem aber gleichermaßen die große Verantwortung der Abteilung bewusst ist. Während beispielsweise der bayrische Handballverband die Saison bereits pausieren lässt entschied man sich beim TVS am Spielbetrieb festzuhalten, solange dies noch im Rahmen der Corona-Verordnung und den Bestimmungen des südbadischen Handballverbands möglich ist.

Anpfiff der Begegnung zwischen dem TV St.Georgen gegen die  HSG Mimmenhausen/Mühlhofen ist am Samstag, 24.10.20, 19:30Uhr.

Das Spiel wird auf dem YouTube-Kanal der Handballabteilung Live übertragen.