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Bietigheim mit weißer Weste ins Topspiel



Zwickau und Oldenburg gewinnen Kellerduelle.

Die SG BBM Bietigheim geht als Tabellenführer ins neue Jahr. Während der Pokalsieger das Spitzenspiel beim Buxtehuder SV gewinnen konnte, hatte der ebenfalls verlustpunktfreie Titelverteidiger Borussia Dortmund coronabedingt spielfrei. Am Sonntag kommt es zum Duell der beiden Topklubs. Rückschläge gab es auch für Halle-Neustadt und Metzingen. Im Tabellenkeller konnten Oldenburg, Leverkusen und Zwickau wichtige Zähler einfahren.

Die SG BBM Bietigheim setzte sich beim Buxtehuder SV mit 27:21 (15:8) klar durch. Der BSV hatte die Partie bis in die neunte Minute noch ausgeglichen gestalten können. Dann aber zog der Favorit nach einem 9:0-Lauf auf 14:5 davon. „Nur 27 Gegentore gegen Bietigheim – das macht mich als Trainer schon ein bisschen stolz“, sagt BSV-Coach Dirk Leun.

BBM-Trainer Markus Gaugisch sah noch Optimierungsbedarf für das Spitzenduell gegen Dortmund.  „Wir hatten heute zu viele Phasen mit einigen Fehlern. Da fehlte stellenweise die Aggressivität, nach der langen Pause ist das teilweise verständlich. Am Sonntag dürfen wir uns das nicht erlauben“, bilanziert Gaugisch.

Der Thüringer HC konnte sich bei der Sport-Union Neckarsulm knapp mit 28:26 (17:12) behaupten und Rang 3 festigen. Die Thüringerinnen überzeugten in der Offensive von Beginn an und setzten sich kurz vor der Pause mit einem 5:1-Lauf erstmals ab. Neckarsulm ließ sich aber nicht beeindrucken und nutzte eine kurze Schwächephase des THC, um bis Mitte der zweiten Halbzeit auf 22:23 zu verkürzen.

Wie Buxtehude stehen auch der SV Union Halle-Neustadt und die TuS Metzingen bei 10 Pluspunkten. Letztere unterlagen bei der HSG Bensheim/Auerbach mit 28:31 (16:14). Die Flames von der Bergstraße glichen damit ihr Punktekonto aus und sind nun punktgleich mit Neckarsulm (je 9:9) Siebter. „Wir waren heute besser und haben eine richtig starke zweite Halbzeit gespielt, mit wenig technischen Fehlern. Wir haben es geschafft einen Großen zu schlagen und darauf können wir stolz sein“, freute sich HSG-Trainerin Heike Ahlgrimm und Metzingens Trainerin Edina Rott stellte nach der Niederlage gegen den Ex-Verein fest: „Leider haben wir im zweiten Durchgang sehr viele technische Fehler gemacht und in der Abwehr nie Zugriff auf den gegnerischen Angriff bekommen.“

Halle-Neustadt musste sich hingegen TSV Bayer 04 Leverkusen mit 21:24 (8:11) geschlagen geben. Ein guter Start bei den Werkselfen für den neuen Chefcoach Johann Petersson. „Die letzten 15 Minuten waren hart für die Mannschaft, da sie müde wurde. Aber die Spielerinnen haben sich durchgebissen. Wichtig war auch, dass sich Kristina Graovac nach einer kurzen Pause auf der Bank am Ende wieder stark präsentierte und Halle in dieser Phase zwei Siebenmeter nicht verwandeln konnte“, bilanzierte der ehemalige Weltklasse-Spieler. „Leverkusen hat viel mehr gekämpft als wir“, sagte Halles Rückraumspielerin Simone Spur Petersen.

Punktgleich mit den Rheinländerinnen ist weiterhin der VfL Oldenburg, der sein Heimspiel gegen die HSG Bad Wildungen Vipers mit 33:27 (17:14) gewinnen konnte. „Die Anspiele an den Kreis waren deutlich zu viel“, kritisierte VfL-Coach Niels Bötel nach der Partie die ersten dreißig Minuten. „Da haben wir erst in der zweiten Halbzeit deutlich besser gearbeitet. Vor allem in der 5:1-Abwehr gegen die siebte Feldspielerin haben wir richtig viel investiert, dass die Bälle nicht an den Kreis gehen.“

Derzeit über dem Strich steht der BSV Sachsen Zwickau, der das Kellerduell gegen die HL Buchholz 08-Rosengarten mit 25:24 (12:11) gewinnen konnte. Die Handball-Luchse belegen nun den Relegationsplatz, Bad Wildungen wäre aktuell Direktabsteiger. „Wenn man auswärts nur 25 Tore kassiert, dann spricht das für eine gute Abwehrleistung und man sollte das Spiel eigentlich für sich entscheiden, aber was wir im Angriff heute liegen gelassen haben, macht mich doch ein wenig sprachlos“, sagte Luchse-Trainer Dubravko Prelcec.