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Julius Rose, TuS 04 KL-Dansenberg

Böses Erwachen in Großsachsen



Dansenberg mit überraschender Auswärtsniederlage

Statt mit zwei fest einkalkulierten Auswärtspunkten kehrte der TuS 04 Kaiserslautern-Dansenberg mit leeren Händen vom Gastspiel bei der TV Germania Großsachsen zurück. Dass der 31:29-Sieg für den Tabellenzehnten unterm Strich verdient war, sah auch TuS-Trainer Kai Christmann so.

Der TuS startete konzentriert, sah sich aber von Beginn an durch eine sehr offensive Deckung der Gastgeber empfindlich in seinen Offensivaktionen gestört. Julius Rose war es, der mit entschlossenen Einzelaktionen die Räume nutzte und mit seinem vierten Treffer zum 8:6 (14.) den TuS im Spiel hielt. Denn in der Abwehr lief es selten nach Plan und in der Offensive ließ die Wurfausbeute zu wünschen übrig. Dazu verhinderte zwei vergebene Siebenmeter einen besseren Zwischenstand. Die TVG entfaltete durch ihren Youngster Mika Schüler und den Ex-Dansenberger Maximilian Hartz enormen Druck. Beide rissen immer wieder Löcher in den Abwehrverbund.

Das Dansenberger Abwehrzentrum bröckelte, auch weil die Zweikämpfe nicht entschlossen genug angenommen wurden, und die Halbpositionen waren zu oft auf sich allein gestellt. Bis zum 13:8 (22.) ging der Matchplan von TVG-Coach Stefan Pohl voll auf. Auch wenn die Schwarz-Weißen sich bis zum Halbzeitpfiff stabilisierten, ging der TVG mit einer verdienten 15:11-Führung in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel spürte man auf Dansenberger Seite, dass sich die Mannschaft insbesondere in der Defensive einiges vorgenommen hatte. Jetzt wurde im Verbund aggressiv verteidigt, so dass die Hausherren viel härter arbeiten mussten und immer häufiger das Zeichen für Zeitspiel zu sehen bekamen. Doch zunächst gelang es nicht, den Rückstand nachhaltig zu verkürzen. Bis zur 40. Minute pendelte sich der Abstand bei drei bis fünf Toren ein.

Nach dem 21:16 (39.) begann dann die stärkste Dansenberger Phase, auch weil Henning Huber im Tor kaum noch zu überwinden war und die TVG jetzt mehr Fehler machte. Binnen fünf Minuten schloss der TuS auf 22:21 (44.) auf und beim 23:24 (48.) durch Timo Holstein war die erste Führung seit dem 0:1 gelungen. Jetzt schien es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Gastgeber ihrem hohen Tempo Tribut zollen müssten und der TuS die Partie zu seinen Gunsten entscheiden würde. Doch weit gefehlt. Mit großer Leidenschaft stemmten sich Hartz, Kadel, Schüler und Co. gegen die drohende Wende und hatten auch das Glück des Tüchtigen, weil der TuS nach dem 29:29 (57.) durch Jan Claussen, zu ungeduldig und unüberlegt handelte.

Trotz Überzahl wollte kein Treffer mehr gelingen und mit seinem achten Treffer zum 31:29 fünfzehn Sekunden vor Spielende, machte Max Hartz den Deckel auf einen eher unerwarteten, aber verdienten doppelten Punkterfolg für sein Team.

Der Spielfilm: 1:2, 6:5, 9:7, 13:8, 15:11 (Halbzeit), 16:13, 21:16, 23:24, 29:29, 31:29 (Ende).

TV Germania Großsachsen – TuS 04 KL-Dansenberg 31:29 (15:11)

TV Germania Großsachsen: Moritz Mangold, Fabian Lieb, Mika Schüler (5), Florian König (1), Hannes Weindl (1), Tim Burkard (5), Johannes Kadel (5), Maximilian Hartz (8), Jan Straub, Maximilian Kehlenbach, Dominic Seganfreddo (2), Simon Reisig (2), Patrick Buschsieper (2/2), Moritz Brestrich, Marius Schneider, Stefan Pohl, Marc Heinzelbecker, Sven Fischer; Trainer: Stefan Pohl

TuS 04 KL-Dansenberg: Henning Huber, Matic Gercar, Steffen Kiefer (1), Raphael Guden, Felix Dettinger (2), Timo Holstein (2), Rebelo Magalhaes (1), Jan Claussen (5/2), Sebastian Bösing (3), Torben Waldgenbach (1), Robin Egelhof (1), Nils Röller (4), Fabian Serwinski (1/1), Julius Rose (8), Alexander Schmitt, Kai Christmann, Thedoros Megalooikonomou; Trainer: Kai Christmann

Schiedsrichter: Sascha Siebert, Jan Welke

Zuschauer: 144

Gelb: Mika Schüler, Hannes Weindl, Stefan Pohl (4.) / Jan Claussen (5.), Sebastian Bösing (7.), Nils Röller (6.)

Strafminuten: 6:8

2 Minuten: Simon Reisig, Dominic Seganfreddo, Tim Burkard / Nils Röller, Robin Egelhof, Sebastian Bösing, Sebastian Bösing

Vergebene Siebenmeter: – / Raphael Guden, Fabian Serwinski

Auch acht Tore von Julius Rose reichten nicht zum Sieg.