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Deutliche Niederlage für die SG BBM im Spitzenspiel



Im Topspiel der Handball Bundesliga Frauen (HBF) musste die SG BBM Bietigheim am Freitagabend vor 500 Zuschauern in der Ludwigsburger MHPArena eine empfindliche 22:28 (10:16)-Niederlage gegen Borussia Dortmund einstecken.

Für die SG BBM gab es vor Beginn die sehr überraschende Nachricht, dass Neuzugang Danick Snelder aufgrund eines von der HBF nicht anerkannten Corona-Tests kurzfristig von der Partie ausgeschlossen wurde. Delikat an dieser Entscheidung ist, dass die beiden in den letzten 48 Stunden vor Anpfiff vorgenommen negativen Corona-Tests bei der EHF Champions League sowie der deutschen Fußball Bundesliga einen Profi zum Einsatz berechtigen. Somit war schon vor dem Anpfiff die Enttäuschung über die nicht ansatzweise nachvollziehbare Entscheidung der HBF im Lager der SG BBM riesig. Die Enttäuschung sollte jedoch über 60 Minuten auf der Platte Bestand halten, denn der entthronte Bundesliga-Spitzenreiter fand in keiner Phase des Spiels annähernd zu seiner Normalform.

Im mit Spannung erwarteten Spitzenspiel ging Borussia Dortmund vor 500 Zuschauern in der Ludwigsburger MHPArena nach neun gespielten Minuten ohne selbst großen Aufwand zu betreiben mit 6:1 in Führung. Bietigheim agierte zögerlich und überraschend abwartend, worauf SG BBM-Cheftrainer Markus Gaugisch seine erste Auszeit nahm. Die Defensive der Dortmunderinnen stand sicher und ließ den müde und träge wirkenden Bietigheimerinnen nur wenig Platz, denen zudem viele technische Fehler unterliefen. Nach 18 gespielten Minuten lag der BVB mit 11:4 vorne – Markus Gaugisch bat zur nächsten Auszeit. Die Borussia hielt die SG BBM weiter auf Distanz, so dass sie mit einer 16:10-Führung in die Halbzeitpause gingen.

Wollten die SG-Ladies in diesem Spitzenspiel noch etwas Zählbares erreichen, dann mussten sie eine gehörige Schippe drauflegen. Doch der erwartetet Sturmlauf blieb aus. Den ersten Treffer im zweiten Abschnitt erzielten die Schwarz-Gelben per Siebenmeter. Stine Jørgensen traf für die SG BBM. Danach bestimmte der BVB weiter das Geschehen. In der 37. Minute zog Markus Gaugisch beim 20:12 seine letzte Auszeitkarte und stellte auf die 4:2-Abwehrvariante um. Der stark parierenden SG-Torhüterin Emily Sando war es zu verdanken, dass der Abstand nicht größer wurde. Bietigheim konnte nicht annähernd an seine zuletzt gute Leistungen anknüpfen und kam über 60 Minuten nie wirklich in Reichweite, das Spiel spannend zu gestalten. Der damit nie gefährdete Start-Ziel-Sieg war in trockenen Tüchern. Am Ende stand ein verdienter 28:22-Erfolg für Borussia Dortmund, die damit weiter ungeschlagen durch die Liga marschiert. Bietigheim bleibt trotz der ersten Niederlage auf dem zweiten Tabellenplatz, punktgleich mit dem Thüringer HC.

SG BBM-Cheftrainer Markus Gaugisch: „Unsere Fans hätten von unserer Seite aus ein besseres Spiel verdient, doch wir konnten leider über die gesamte Spielzeit nicht überzeugen und fanden nie richtig in die Partie.“

Tore: Maidhof 9/5, Schulze 3, Lauenroth 3, Østergaard 2, Jørgensen2, Loerper 1, Smits 1, Berger 1

Am Mittwoch, 4. November, 20 Uhr, geht es für die SG-Ladies im DHB-Pokal zum 1. FSV Mainz 05.