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Nico Hiller, SV Salamander Kornwestheim

Die Lurchis lassen in der Blausteiner Lixsporthalle anbrennen



Sie fahren einen deutlichen 37:28-Erfolg gegen das Schlusslicht ein

Einen souveränen und zu keiner Zeit gefährdeten Auswärtssieg haben die Lurchis von Dr. Alexander Schurr beim TSV Blaustein eingefahren. Der Jubel der Mannschaft über den deutlichen 37:28 (23:15)-Erfolg nach dem Spiel zeigte aber, dass die Kornwestheimer sich um die Bedeutung dieses Spiel bewusst waren. Denn nach der bravourösen Partie zu Hause gegen den Tabellenführer HSG Konstanz bei dem am Ende eine unglückliche Niederlage stand, war klar, dass die Mannschaft um Kapitän Christopher Tinti gegen den Tabellenletzten sich keinen Ausrutscher leisten durfte. Erschwerend kam hinzu, dass mit Routinier Peter Jungwirth (aus beruflichen Gründen) und Hendrik Schoeneck (krankheitsbedingt) zwei Spieler der Stamm-Sechs nicht zur Verfügung standen. Aber auch diese Umstände konnte den Lurchi-Express in der Lixsporthalle nicht aufhalten.

Das kurzfristige Fehlen von Abwehrchef Schoeneck kompensierte der Kornwestheimer Trainer Alex Schurr mit einer gelungenen taktischen Variante. Zwischen Abwehr und Angriff gab es über das ganze Spiel  einen Doppelwechsel. In die Bresche für den fehlenden Rechtsaußen Peter Jungwirth sprangen die beiden Tim, Scholz und Zeppmeisel. Zusammen erzielten sie 11 Tore, wobei Tim Scholz mit seinen sieben Treffern sogar der erfolgreichste Lurchi an diesem Abend war.

Den Torreigen an diesem Abend eröffnete Nico Hiller, der sich am Kreis gekonnt gegen zwei Abwehrspieler des TSV durchsetzen konnte. Die Blausteiner scheiterten schon in der frühen Phase des Spiels immer wieder am gut aufgelegten Kornwestheimer Torhüter Niko Henke. Schnell führten die Lurchis mit 4:1. In der 10. Minute nach einem Siebenmeterwurf durch Felix Kazmeier stand es 8:4 für die Salamanderstädter. Für die nächsten zehn Minuten entwickelte sich ein offener Schlagabtausch zwischen den beiden Mannschaften. Hiller, Kazmeier (7-m), Flügel, Scholz und zweimal Tinti sorgten aber dafür, dass Blaustein seinen Rückstand nicht verkürzen konnte. Bei der ersten Auszeit von Alex Schurr in der 19. Minute prangte ein 14:10 von der Anzeigetafel. Die einzige Kritik, die man zu diesem Zeitpunkt an den sehr diszipliniert spielenden Kornwestheimern hätte äußern können, war der etwas leichtfertige Umgang mit den Chancen. Blaustein konnte diese kleine Schwäche aber nicht nutzen, um den SVK tatsächlich in Bedrängnis zu bringen. Nach der Auszeit ging es flott weiter. Bis zur Halbzeit bauten die Lurchis ihren Vorsprung Tor um Tor aus. Der zwischenzeitlich eingewechselte Fabian Kugel erzielte kurz vor der Halbzeitsirene das 23:15 – ein mehr als beruhigender Vorsprung. Blaustein war in allen Belangen dem SVK unterlegen.

In der zweiten Hälfte ließen die Lurchis auch nichts mehr anbrennen. Nach einem schönen Anspiel von Jan Döll auf Tim Zeppmeisel erhöhte dieser auf 29:19. Es waren 40 Minuten und 27 Sekunden gespielt. Den Blausteinern muss zu Gute gehalten werden, dass sie trotz des aussichtslosen Rückstands nie aufsteckten und sich gegen eine drohende noch höhere Niederlage mit aller Macht stemmten. Mit Erfolg. Kurz vor Ende der Partie überwand Lukas Lehmkühler in einer schönen Einzelaktion den Blausteiner Keeper zum 37:27. Den Schlusspunkt setzte dann der TSV-Spieler Jan-Marco Behr, der den seit der 50. Minute das Kornwestheimer Tor hütende Jan David zum Endstand von 37:28 in die falsche Ecke jagte. Der Schlusspfiff des ordentlich leitenden Schiedsrichterpaares Felix Gorenflo und Frank Mangold führte auf Kornwestheimer Seite zu ausgelassenem Jubel. Freudig skandierte die Mannschaft: „Auswärtssieg! Auswärtssieg! Auswärtssieg!“.

Die Analyse durch Trainer Dr. Alexander Schurr fällt kurz und prägnant aus: „Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Das war mit Sicherheit eine der schwierigsten vorzubereitenden Partien in dieser Runde. Der fremde, aber auch der eigene Erwartungsdruck, dass man gegen den Tabellenletzten eigentlich gewinnen muss,  mit der Erinnerung im Kopf an die wieder knappe Niederlage in der Vorwoche gegen eine absolute Spitzenmannschaft sowie gleichzeitig die personelle Situation, war schon sehr hoch. Aber die Mannschaft hat es insgesamt souverän gelöst. Wir können alle stolz auf diese Leistung sein.“

Und sogar ein bisschen länger können sich die Lurchis über diesen Sieg freuen, da sie nächstes Wochenende spielfrei sind. Dann geht es allerdings im Heimspiel gegen den TV 08 Willstätt, einem direkten Konkurrenten um den berühmten Platz 6. Da die Südbadener an diesem Wochenende überraschend gegen Günzburg in der heimischen Hanauerland-Halle mit 21:27 verloren haben, wollen sie die Scharte bestimmt in der Sporthalle Ost wettmachen. Der SVK wusste aber auch schon vorher, was da auf ihn zu kommt. Mit 10:8 Punkten bleiben Tinti und Co. auf dem fünften Platz der Staffel G und somit im Soll. Danke an alle Fans, die Vorort in der Lixsporthalle Blaustein und bei Sportdeutschland den SVK unterstützt haben.

TSV Blaustein – SV Salamander Kornwestheim 28:37 (15:23)

TSV Blaustein: Samuel Beha, Yannik Ruhland, Hannes Baur, Jan-Marco Behr (3), Markus Hellmann, Louis Dück (2), Christoph Spiß (3), Paul Müller, Steffen Spiß (2), Lars Fischer, Jannik Staiger (5), Patrick Rapp (6/4), Krisztian Galli, Jochen Fuchs, Nikola Potic (7), Chrischa Hannawald, Markus Klemencic-Müller, Jonathan Breit, Felix Naumann; Trainer: Markus Klemencic-Müller

SV Salamander Kornwestheim: Niko Henke, Jan David, Tim Scholz (7), Jan Reusch (2), Tim Zeppmeisel (4), Fabian Kugel (3), Felix Kazmeier (5/4), Christopher Tinti (5), Marco Lantella, Lukas Lehmkühler (2), Jan Döll, Jan Hellerich, Nico Hiller (5), Marvin Flügel (4), Stephan Teske, Alexander Dr. Schurr, Frieder Hansen, Lisa Dieringer; Trainer: Dr. Alexander Schurr

Schiedsrichter: Felix Gorenflo, Frank Mangold

Gelb: Jan-Marco Behr (4.), Louis Dück (3.) / Christopher Tinti (3.), Alexander Dr. Schurr (6.)

Strafminuten: 10:2

2 Minuten: Jan-Marco Behr, Jan-Marco Behr, Christoph Spiß, Steffen Spiß, Nikola Potic / Fabian Kugel

Vergebener Siebenmeter: – / Felix Kazmeier