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Philipp Ulrich SG Leutershausen

Ein Wechsel mit Brisanz – Philipp Ulrich kommt zur SGL!



Bei der SG Leutershausen geht es Schritt für Schritt in Richtung Zukunft und Neustart.

Kaderplaner Mark Wetzel hat alle Hände voll zu tun, Neu-Trainer Marc Nagel hat in dieser Woche das Training der Drittliga-Handballer übernommen und die Mannschaft hat mit der Pokal-Qualifikationsrunde endlich wieder ein Ziel vor Augen in der Corona-Zeit.

In welchem Tempo es inzwischen vorwärts geht, zeigt auch die Frequenz der Neuverpflichtungen. Arne Ruf und Lucas Bauer stehen bereits fest, nun gibt es erneut einen Wechsel an der Bergstraße. Philipp Ulrich wird von TV Germania Großsachsen zur SG Leutershausen wechseln. Es ist ein Transfer,  der auf den ersten Blick eine gewisse Brisanz besitzt, denn schließlich sind die beiden Vereine Nachbarn, liefern sich hitzige Derbys und repräsentieren beide den Ort Hirschberg an der Bergstraße in Handball-Deutschland. Aber: Wie so oft stimmte die Kommunikation zwischen den Kadermachern Mark Wetzel (SG Leutershausen) und Tom Zahn (TVG Großsachsen). “Wir haben uns ganz eng abgestimmt. Es waren zu jeder Zeit alle Karten auf dem Tisch”, erklärt Wetzel, der auch sagt: “Ein Wechsel von Großsachsen nach Leutershausen oder andersrum ist nicht so heiß, wie es im Ort oft gekocht wird.”

Beide Sportliche Leiter kennen die Situation, denn während Mark Wetzel erst für  Großsachsen spielte, ist sein Pendant Tom Zahn einst von der SG Leutershausen über eine Zwischenstation zum Ortsrivalen gewechselt. So war eine verständnisvolle Kommunikation gegeben.

Zahn: “Ulle kam auf mich zu, dann habe ich mit Mark gesprochen. Wir haben uns immer ausgetauscht und als der Wechselwunsch von Ulle kam, haben wir zu dritt eine Lösung gefunden.” Es ist speziell, wenn innerhalb des Ortes ein Wechsel stattfindet, da sind sich alle einig. Umso bewundernswerter ist der Ablauf des Wechsels. Zahn: “Da bleibt nichts zurück. Vereinsseitig kann man sagen, dass das ganz sauber abgelaufen ist.”

Mit Philipp Ulrich kommt laut Wetzel “von der Veranlagung einer der besten Kreisläufer der dritten Liga” nach Leutershausen. Aber Ulrich ist seit Monaten immer wieder verletzt. Ulrich: “Die letzten zwei Jahre konnte ich nicht regelmäßig spielen, wegen der Verletzungen. Seit März letzten Jahres habe ich Probleme mit der Leiste. Das habe ich Mark auch gesagt.” Kein Problem für Wetzel und die SG Leutershausen. Denn: Der Sportliche Leiter ist sich sicher: “Das Risiko, das anfangs mitschwingt, ist nicht so hoch. Ich bin mir sicher wir kriegen das wieder hin.” Der 27-Jährige ist nun in der Reha, konzentriert sich vollkommen darauf zurückzukommen, um der SGL in der kommenden Saison zu helfen. Ein Vorteil: Auf seiner Position ist er nicht allein, weshalb die Belastungssteuerung optimal angepasst werden kann.

“Sportlich ist es natürlich nochmal eine andere Sache in Leutershausen”, erklärt Ulrich in Bezug auf die Zielsetzung und freut sich besonders auf Trainer Marc Nagel: “Er hat in den letzten Jahren auch schon gute Arbeit geleistet.” Man kennt sich, denn Ulrich kommt aus der Region Karlsruhe, spielte aber sechs Jahre in Friesenheim, anschließend sechs Jahre für Großsachsen. “Die Jungs kenne ich ja aus der Liga, Kontakt hatte ich bislang aber noch keinen. Es wird aber kein Problem werden”, so der Neuzugang, der seit einigen Monaten Betriebsleiter der Kläranlage in Zwingenberg ist und genauso lange mit seiner Familie in Großsachsen wohnt. Umzugskartons wird er also nicht mitbringen, aber dafür jede Menge handballerische Qualität: “Ich denke, ich kann das Spiel am Kreis sehr gut lesen und weiß, wann ich in Lücken zu laufen habe. Das ist ein meiner Stärken. Außerdem kann ich mit beiden Händen werfen und bin flexibel einsetzbar.” Kleines Beispiel: Die letzten zehn Spiele, die “Ulle” bestritt, spielte er auf der Mitte. Und Zahn ergänzt: “Er ist sowohl im Angriff als auch in der Abwehr stark und hat eine richtig gute Abschlussquote. Die Abwehr hält er zusammen und war bei uns immer ein Führungsspieler.” Nun gilt es für Ulrich die Verletzung in den Griff zu kriegen, was laut Wetzel “Arbeit, die er machen muss”, ist.

Und Ulle will – auch, um das nächste Derby auf der Platte mitzuerleben. “Dass die Derbys legendär sind, ist unumstritten”, so Ulrich, der dann aber das Trikot der Roten Teufel tragen wird. Ein Wechsel mit Brisanz nach Außen, der intern harmonisch ablief. Und so freut sich die SG Leutershausen auf ihren neuen Kreisläufer, während der Sportliche Leiter der TVG, Tom Zahn, ohne Groll und herzlich zum Abschied alles Gute wünscht: “Wir wünschen Ulle viel Erfolg und dass er in Leutershausen seine Verletzung in den Griff bekommt, um an seine alten Leistungen anzuknüpfen.”