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Raphael Guden, TuS 04 KL-Dansenberg

Erst souverän, dann gezittert



Dansenberg gewinnt gegen Oftersheim/Schwetzingen

Fast 50 Minuten hatte der TuS 04 Kaiserslautern-Dansenberg das Spiel bei der HG Oftersheim/Schwetzingen fest im Griff und musste am Ende doch noch um den 30:29-Auswärtssieg zittern.

Gegen den Tabellenvorletzten startete der TuS konzentriert und zielstrebig. Felix Dettinger und Julius Rose sorgten mit je zwei Treffern für eine frühe Führung (1:4, 7.). Für HGO-Trainer Frank Schmitt Grund genug, fortan fast durchgehend auf den siebten Feldspieler zu setzen. Und das machte seine Mannschaft richtig gut, Spielmacher Lukas Sauer traf die Entscheidungen, spielte Kreisläufer oder Außenspieler klug frei und so kamen die in rot gekleideten Hausherren besser ins Spiel. Doch der TuS blieb unbeeindruckt und zog über 5:10 (13.) auf 9:15 (22.) davon. In dieser Phase zeigte sich Regisseur Julius Rose stark verbessert gegenüber seinem schwachen Auftritt in Pforzheim und auch Robin Egelhof präsentierte sich mit hundertprozentiger Torausbeute in aufsteigender Form. Hinzu kam, dass Torhüter Matic Gercar einige freie Würfe entschärfte. Er zeigte eine starke Vorstellung und kam insgesamt auf 15 gehaltene Bälle. Zum Ende der Halbzeit verkürzte die HGO den Rückstand, auch weil beim Stand von 14:17 (30.) Torben Waldgenbach das leere Tor nicht traf und im Gegenzug Tim Schaller in allerletzter Sekunde zum 15:17 Halbzeitstand traf.

Im zweiten Spielabschnitt kontrollierten die Schwarz-Weißen nach dem 17:22 (37.) durch Raphaël Guden das Spiel und schienen beim 22:28 (46.) durch Julius Roses siebten Treffer und auch nach dem 24:29 (48.) wie der sichere Sieger. Doch unerklärlicher Weise verlor der TuS in der Schlussphase komplett den Faden. Fünf torlose Minuten beendeten die Gastgeber mit dem Treffer von Jannik Geisler zum 25:29 (54.). Selbst der Treffer zum 26:30 (56.) durch Nuno Rebelo verlieh dem TuS keine Sicherheit, im Gegenteil. Die HGO, unterstützt durch die nun immer lauter werdende Halle, kämpfte leidenschaftlich um zumindest einen Punkt und hatte diesen beim Stand von 29:30 und eigenem Ballbesitz 30 Sekunden vor Spielende zum Greifen nah. Doch der Angriff verpuffte und so blieb es beim 29:30 und dem unterm Strich verdienten Dansenberger Auswärtserfolg.

Was ab der 48. Minute aus Sicht des TuS passierte bleibt jedoch ein Rätsel: sieben vergeben Großchancen, darunter zwei Würfe auf’s leere Tor sowie ein vergebener Siebenmeter, Pech bei zwei Pfostentreffern und dazu vier Minuten in Überzahl. Da wäre der ansonsten gute Auftritt der Mannschaft in kürzester Zeit fast zunichte gemacht worden.

Der Spielfilm: 1:4, 5:10, 9:15, 15:17 (Halbzeit), 17:19, 20:25, 23:29, 26:30, 29:30 (Ende)

HG Oftersheim/Schwetzingen: Maximilian Herb, Benedikt Müller und Frederik Fauerbach (im Tor), Tim Schaller (5/2), Christian Wahl (7), Lukas Sauer (6/3), Niklas Krämer, Philipp Bernhardt, Florian Burmeister (1), Paul Stier (1), Bastian Schleidweiler, Nils Nasgowitz (2), Leon Haase (4), Jannik Geisler (3). – Trainer: Frank Schmitt

TuS 04 KL-Dansenberg: Matic Gercar und Henning Huber (im Tor), Steffen Kiefer, Raphaël Guden (6/4), Felix Dettinger (2), Timo Holstein, Nuno Rebelo (3), Jan Claussen (1), Sebastian Bösing (1), Torben Waldgenbach (2), Robin Egelhof (5), Nils Röller (1), Fabian Serwinski (2), Julius Rose (7). – Trainer: Kai Christmann.

Schiedsrichter: Benedikt Franz/Dennis Wießmeyer (Fellbach/Wendlingen)

Zuschauer: 400

Siebenmeter: 5/6 : 4/5

Zeitstrafen: 4 : 5

Sicherer Siebenmeterschütze: Raphaël Guden.