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Gregor Thomann, HSG Konstanz

Erstliga-Torjäger Gregor Thomann kehrt zurück



Teil der größten Konstanzer Erfolgsgeschichte

Als Publikumsliebling, Top-Torschütze und mit 223 Treffern viertbester Torjäger der 2. Handball-Bundesliga ging er im Sommer 2017 wieder zum HBW Balingen-Weilstetten.

Im Sommer kommt Gregor Thomann mit der Erfahrung aus inzwischen 90 Erstliga- und 110 Zweitliga-Partien zur HSG Konstanz zurück. 505 Tore erzielte der Rechtsaußen dabei in der 2. Bundesliga und 162 in der 1. Bundesliga. Stets war der aktuelle Vize-Kapitän des HBW Balingen-Weilstetten einer der besten Schützen des HBW oder gar Top-Torjäger mit stets exzellenter Trefferquote. Bei der HSG unterschrieb der Linkshänder einen ligaunabhängigen Vertrag bis Juni 2023.

Teil der größten Konstanzer Erfolgsgeschichte

Tiefe Spuren hatte Thomann in der Saison 2016/17 im gelb-blauen Trikot hinterlassen. Mit 35 Punkten, Rang 14 und dem Klassenerhalt in der stärksten zweiten Liga war sie eine der erfolgreichsten Spielzeiten der Vereinsgeschichte. Viele Fans hatten ihr Herz an den offenen, lebensfrohen Sportler aber vor allem Menschen Gregor Thomann verloren – und Thomann auch ein bisschen an die HSG. So ganz weg war er auch nie. Der Kontakt nach Konstanz riss nie ab, er unterstützte die HSG beim Crowdfunding, wirkte als Co-Kommentator im Livestream und stand die ganze Zeit über mit Verantwortlichen und Fans in Verbindung. Nun hatte Geschäftsführer André Melchert sich schon früh um eine Rückkehr bemüht. 2017 hatte Thomann zu einem möglichen Comeback fast prophetisch gesagt: „Das kann ich mir immer vorstellen. Sollte das irgendwann wieder einmal passen, würde ich jederzeit gerne und sofort zur HSG zurückgehen. Außer den Rhein-Neckar Löwen und Kiel, die sich sowieso nie bei mir melden werden, kommen für mich ohnehin nur Konstanz und Balingen in Frage.“

Gregor Thomann und Lukas Köder: „Bestes Gespann auf Rechtsaußen“

So kommt es jetzt tatsächlich. „Gregor ist ein super Mann auf Rechtsaußen. Mit ihm, Felix Fehrenbach und Lukas Köder haben wir ein tolles Trio auf dieser Position“, freut sich Geschäftsführer André Melchert samt ganzem Umfeld über den gelungenen Coup. Warum er neben Lukas Köder, mit aktuell 99 Treffern bester Torschütze der Konstanzer, einen zweiten Hochkaräter für die rechte Außenbahn verpflichtet hat, erklärt er auch mit der Spielanlage der HSG Konstanz. „Wir wollen über 60 Minuten hohe Qualität auf dieser Position. Durch unsere Spielweise schafft das ein Spieler alleine nicht“, sagt der Manager. Die HSG pflegt ein extrem hohes Tempo über die schnelle Mitte und den Gegenstoß, in dem die Flügelspieler eine herausgehobene Rolle einnehmen. Melchert: „Lukas, Gregor und Felix werden dafür ein perfektes Team bilden. Mit den dreien haben wir in der 3. Liga sicher das stärkste Gespann auf Rechtsaußen, in der 2. Bundesliga hätten wir mit eines der besten.“ Allerdings ist es nicht nur die sehr hohe sportliche Qualität, die Thomann bei der HSG einbringen soll, auch als Führungsspieler ist der aktuelle Vize-Kapitän des HBW in einem der jüngsten Teams der 3. Liga gefragt. Mit inzwischen 29 Jahren und der Erfahrung von über 200 Bundesligaspielen soll er als Anführer vorangehen und Emotionen in das Spiel bringen. Diese emotionale, mitreißende Spielweise hatte schon bei seinem ersten Gastspiel die HSG-Fans begeistert. „Gregor wird auf und neben dem Spielfeld ein wichtiger Teil sein“, so Melchert. Zudem wird Thomann wie schon in seinem ersten Jahr in Konstanz im Jugendbereich aktiv sein. Noch ist der Trainer-B-Lizenzinhaber für die B1-Jugend des HBW verantwortlich.

„Wollte etwas, was mir Spaß macht, mir Erfüllung gibt“

Der 1,78 Meter große Torjäger freut sich schon auf die Rückkehr in die Schänzle-Hölle. Dort, wo sein Name voller Inbrunst und Freude unzählige Male in ohrenbetäubender Lautstärke intoniert wurde. „Wenn ich an Konstanz denke, kommen in mir besondere Emotionen hoch. Wir hatten eine krasse Dynamik und Euphorie. Das ganze Jahr war extrem emotional und voller geiler Erfahrungen.“ Zur zweiten Entscheidung für Konstanz fügt er an: „Ich wollte etwas, was mir Spaß macht, mir Erfüllung gibt“, so der gebürtige Villingen-Schwenninger, der sich in Konstanz pudelwohl gefühlt hatte. Genau deshalb kam für ihn auch nur die HSG in Frage.

„Ich hatte in Konstanz eine super schöne Zeit und weiß wie geil es ist, vor dieser Kulisse Heimspiele zu bestreiten. Ich kann hier Freude haben und hochklassig Handball spielen. Was einmal gut geklappt hat, wird auch ein zweites Mal wunderbar klappen.“ Der ehemalige deutsche Junioren-Nationalspieler musste nach guten Gesprächen nicht lange überlegen. „Wir haben uns super verstanden und es war alles sehr wertschätzend“, verrät der Bundesliga-Profi, der Sport und Geschichte auf Lehramt studiert und im Herbst sein Staatsexamen schreiben wird. Da Thomann immer etwas sucht, was für ihn „Sinn stiftet“ und woran er Spaß hat, „war die HSG Konstanz die logische Konsequenz. Ich habe damals schon gespürt, wie toll die Leute mich aufgenommen und mich angenommen haben. Das ist mir sehr wichtig“.

Denn Thomann ist einer, der kommunikativ ist, gerne Verantwortung übernimmt und „Leute gerne mit ins Boot holt und mitnimmt.“ In Konstanz trifft er auf eine nach dem bevorstehenden Karriereende von Kapitän Tim Bornhauser extrem jung aufgestellte Mannschaft. Deren Leistung verfolgt er gespannt. Thomann: „Diese Mannschaft spielt einen mega geilen Handball, in die ich gerne meine Erfahrungen einbringe. Bei der HSG gefällt mir vor allem die nachhaltige Aufbauarbeit. Hier wird mit dem SportGarten und der Jugendarbeit einfach gut gearbeitet. Das ist einmalig.“ Ganz besonders emotional dürfte sein erstes Spiel nach fünf Jahren bei seinem Jugendverein in der Schänzle-Hölle werden. Ein Highlight, das schon jetzt für Gänsehaut bei Fans und Thomann sorgen dürfte. Er ist zurück, der in nur einem Jahr schon voll zum Konstanzer gewordene Publikumsliebling.