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„Es ist mal wieder Zeit für einen Heimsieg“



Red Sparrows HSG Freiburg vs. TuS Lintfort

Nachdem die Red Sparrows vergangenes Wochenende in Rödertal den ersten Sieg der Saison einfahren konnten, soll nun der erste Heimsieg folgen. Mit der TuS Lintfort kommt ein Gegner aus dem Tabellenmittelfeld ins Breisgau.

Der Turn- und Spielverein aus der westlichen Ecke des Ruhrgebiets, nahe der niederländischen Grenze, steht aktuell mit 5:7 Punkten auf dem achten Tabellenplatz der 2. Handball Bundesliga der Frauen. Die Gäste vom Niederrhein verloren am letzten Spieltag zuhause mit 26:28 gegen den HC Leipzig, konnten aber die Woche zuvor ein Ausrufezeichen setzten, als sie den Füchsen aus Berlin ihren bisher einzigen Minuspunkt der Saison beigebracht haben.

Herausstechend aus dem Kader von Trainerin Bettina Grenz-Klein: Die 21-jährige Naina Klein aus der eigenen Jugend. Aus dem linken Rückraum agierend lenkt sie das Spiel der Lintforterinnen und erzielte diese Saison schon 32 Tore, 27 davon aus dem Feld. Sogar ein Tor mehr auf dem Konto hat ihre 20-jährige Teamkollegin auf Rechtsaußen, Lisa Kunert, welche mit 16 verwandelten Siebenmetern außerdem ligaweit zu den erfolgreichsten Schützinnen dieser Disziplin zählt.

Die beiden Topscorerinnen der Gäste aus dem Ruhrpott füllen damit erfolgreich die Lücke, welche sich durch den Abgang von Loes Vandewal aufgetan hatte. Die 26-jährige Rückraumspielerin war letzte Saison mit 133 Toren, davon 92 aus dem Feld, nicht nur das offensive Herz der Lintforterinnen, sondern auch die viertbeste Scorerin der Liga. Nun geht sie in Belgiens erster Liga für den Rekordmeister Fémina Visé auf Torejagd.

Im direkten Vergleich der Red Sparrows mit den Gästen steht es aktuell unentscheiden. In der Hinrunde der letzten Saison konnten die Freiburgerinnen in einer umkämpften Partie das Spiel mit 28:27 für sich entscheiden. Beim zweiten Aufeinandertreffen mussten sich die Breisgauerinnen mit 15:24 geschlagen geben.

Entscheidend beim damaligen Heimsieg war auch die Unterstützung der Fans, auf welche nun coronabedingt verzichtet werden muss: „Das ist natürlich eine spezielle Situation und mit der leeren Halle muss man nun umgehen“, so Red Sparrows Coach Ralf Wiggenhauser.

Trotz leerer Halle sind die Freiburgerinnen nach dem ersten Saisonsieg letzte Woche gewillt, nun auch wieder daheim die Punkte zu holen:

„Wir versuchen, nicht auf den Gegner zu schauen, sondern auf uns und darauf, dass wir auf die guten Dinge der letzten Woche weiter aufbauen können. Der Sieg tat natürlich sehr gut, aber man kann sich in dieser Liga nicht viel Pause erlauben, denn es geht gleich wieder zur Sache. Wir müssen jetzt weitermachen, mit der leeren Halle umgehen und wir wollen die zwei Punkte in Freiburg halten“, sagte Wiggenhauser im Vorfeld der Partie und fügte zum Abschluss hinzu: „Ich denke, es ist mal wieder Zeit für einen Heimsieg!“

Caroline Spinner, Red Sparrows Freiburg
Bild: Carolin Spinner und die Red Sparrows möchten nun auch zuhause jubeln dürfen. // 31.10.2020 // 20 Uhr // Gerhard-Graf-Sporthalle.