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David Knezevic HSG Konstanz

„Freude auf Wettkampf“ in Blaustein“



Es ist höchste Konzentration bei der HSG Konstanz gefordert.

Nach dem erfolgreichen Start in Plochingen folgt für Drittliga-Spitzenreiter HSG Konstanz mit der Partie beim TSV Blaustein (Livestream auf www.hsgkonstanz.de/livestream) am Samstag um 20 Uhr direkt das nächste Duell in fremder Halle. Es gilt eine FFP2-Maskenpflicht und die 2G+-Regel, d.h. nur wer nicht geboostert ist oder wessen Impfung/Genesung schon länger als drei Monate zurückliegt, benötigt einen tagesaktuellen Schnelltest.

Heiß auf den Wettkampf

Zwar lief zuletzt in Plochingen noch nicht alles so glatt wie vor der Pause, wenig verwunderlich war dies nach fünf Wochen ohne jeden Wettkampf aber nicht. Stattdessen zog die HSG immer dann das Tempo und die Zügel an, wenn es darauf ankam und setzte so selbst in gefährlichen Momenten immer direkt die richtigen Antworten. Einer, der dabei besonders heiß auf den Wettkampf war und förmlich mit den Hufen scharrte, war Head Coach Jörg Lützelberger. Schon vor dem Spiel war ihm die Vorfreude deutlich anzumerken. Immer wieder suchte er das Gespräch mit seinen Spielern, pushte sie, lief auf und ab und machte sich heiß auf das Match. „Man hat sich gut auf den Gegner vorbereitet, möchte seine Stärken auf das Spielfeld bringen und die Schwächen des Gegners ausnutzen“, erklärt er. Die Aufgabe als Trainer ist es, dass die eigene Mannschaft ihre Möglichkeiten besser ausschöpft und „die Dinge beim Gegner nicht so gut klappen“, lächelt der 36-Jährige.

Wieder in Routinen und Rhythmus kommen

Neben der taktischen Komponente, dem Schachspiel zwischen den beiden Übungsleitern, kommt die des Vergleiches hinzu, die für den EHF-Mastercoach den Reiz ausmacht. Im Eins-gegen-Eins, im Wurfduell „Das macht das Spiel aus“, so Lützelberger. „Das macht alles mehr Spaß, wenn es um ein Ergebnis geht und man zwei Punkte bekommt, wenn man es gut macht.“ Man hat das Gefühl, der HSG-Coach saugt förmlich die positive Energie in der Halle und seiner Mannschaft auf und meinte dazu: „Ich darf im Wettkampf mit Menschen unterwegs sein, die ich die ganze Woche begleiten und mit ihnen arbeiten darf.“ Dann geht es um das „Endprodukt Handball-Spiel“. „Klappt alles, wie gefällt es anderen, sind wir zufrieden, haben wir es gut gemacht“, beschreibt er und sieht in jedem Wettkampf eine Prüfung. Bislang konnte der Wahl-Lindauer alle 15 bestehen und erfolgreich gestalten. Dafür gelte es nun auch wieder in Routinen und einen Rhythmus zu kommen.

Blaustein seit vier Spielen ungeschlagen

Das nächste Level auf diesem Weg stellt der TSV Blaustein dar. Ein Gegner, der nicht unterschätzt werden darf. Vier Spiele ist der aktuell ungeschlagen und konnte in diesen vier Partien vier seiner bislang fünf Punkte einsammeln. Darunter befindet sich ein Sieg gegen den HBW Balingen-Weilstetten II und ein Punktgewinn gegen Oppenweiler/Backnang. Seit Ex-Bundesligaprofi Jan-Marco Behr sich wieder ausschließlich auf seine Rolle als Spieler konzentrieren kann und das Amt des Trainers auf den neu verpflichteten Österreicher Markus Klemencic-Müller – EHF-Mastercoach mit Erfahrungen bei den Kadetten Schaffhausen – überging, läuft es und Blaustein hat sich sehr positiv entwickelt. Mit Jan-Marco Behr und dem international und Zweitliga erfahrenen Zwei-Meter-Mann Nikola Potic, zuvor bei Metalurg Skopje aktiv, verfügt Blaustein über eine extrem erfahrene Rückraumachse, aber auch ein gutes Spiel an den Kreis. Es ist daher höchste Konzentration bei der HSG gefordert. „Wir wollen dort kämpfen und gut Handball spielen, damit wir am Samstagabend besser sind“, beschreibt Lützelberger seine klaren Absichten. „Blaustein ist auch in der Breite besser geworden und kann inzwischen mehr durchwechseln. Aber auch wir wollen zeigen, dass wir besser werden.“ Wenn es wieder in Armen und Beinen kribbelt und Lützelberger voller Freude auf und ab tigert, bevor seine Mannschaft mit der lautstarken Unterstützung durch den HSG-Fanclub aus der Kabine laufen wird.