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Timm Buck, HC Oppenweiler/Backnang

Gleichermaßen attraktiv wie anspruchsvoll



Handballer des HCOB treffen im Württemberg-Duell der Dritten Liga auf den VfL Pfullingen

Die Handballer des HC Oppenweiler/Backnang stehen vor einem gleichermaßen attraktiven wie sportlich anspruchsvollen Heimspiel. Mit dem VfL Pfullingen gibt am Samstag (20 Uhr) eine Topmannschaft ihre Visitenkarte in der Gemeindehalle ab. Die Murrtaler wollen den Grundstein für einen Heimerfolg mit einer funktionierenden Abwehr legen.

Das erste Saisonviertel ist gespielt. Der HCOB hat 8:4 Punkte, belegt den vierten Platz unter zwölf Mannschaften. Trainer Matthias Heineke sagt: „Wir haben alle Pflichtaufgaben gelöst und von den beiden Spielen gegen direkte Konkurrenten um einen Platz in der ersten Tabellenhälfte auswärts ein Spiel gewonnen und eins verloren. So weit sind wir also im Soll.“ Der Coach weiß aber auch: „Um im positiven Bereich zu bleiben, brauchen wir zwei Punkte aus den nächsten beiden Spielen.“

Von statistischen Fakten wie Toren und Punkten abgesehen ist dem Trainer die Entwicklung des Teams wichtig. „Und da sind wir spielerisch noch nicht konstant genug.“ Es gelte nun, gut durch die kommenden Wochen mit den Spielen gegen die Topteams aus Pfullingen, Fürstenfeldbruck und Balingen-Weilstetten II zu kommen. Eine anspruchsvolle Aufgabe, denn die personelle Situation mit angeschlagenen und kranken Spielern ist nicht optimal. Matthias Heineke freut sich dennoch auf diese Spiele: „Genau für diese Begegnungen brennt man – und will sich auch gegen die starken Teams behaupten.“ Am besten direkt im Duell mit dem VfL Pfullingen.

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Dabei hofft der Coach auf „die taktische Disziplin aller ab Minute eins. Sie ist nämlich enorm wichtig für unser Spiel. Wenn Abwehr und Torwart im Rhythmus sind, gibt uns das enorm viel.“ Einige Male in dieser Saison klappte das, zuletzt – bei der Niederlage in Kornwestheim – aber nicht. Auch die Tatsache, „dass wir uns nach der Pause eine Viertelstunde hingelegt haben, in der uns das Spiel entglitt“, fuchst den Trainer. Da wurden Erinnerungen ans Spiel in der Aufstiegsrunde in Pfullingen wach. „Insofern schärft das die Sinne“, sagt Matthias Heineke und schließt daraus: „Dieses Thema erfordert am Wochenende volle Konzentration.“

Der HCOB-Trainer rechnet mit einer sehr intensiven Spielweise beim Gegner, dementsprechend wichtig werde eine funktionierende Abwehr sein, „mit kleinen Abständen und konsequenten Hilfen.“ Und wenn sich Ballgewinne ergeben, dann lautet das HCOB-Motto: schnell umschalten und ausnutzen, dass der Gegner mit Spezialistenwechsel agiert und dementsprechend ein paar Meter mehr zu gehen hat.  Grundsätzlich, so vermutet Matthias Heineke, „wird es wohl entscheidend sein, wer sein Spiel durchdrückt – und wem es gelingt, immer mal wieder eine kleine Serie hinzulegen.“

Rund ums Spiel

Die HCOB-Handballer und die des VfL Pfullingen bewegen sich seit 2013 auf vergleichbarem Niveau. Sie stiegen gemeinsam aus der Baden-Württemberg-Oberliga auf und belegten in der Dritten Liga mehrmals nebeneinander liegenden Tabellenplätze. Auch die Duelle waren oft ausgeglichen und eng, es gab auch Unentschieden. Und selbst wenn sich am Ende eine Mannschaft etwas deutlicher durchsetzte, konnte man hernach behaupten, dass man es zumindest nicht hatte vorhersagen können.

Das Schiedsrichter-Team David Homa (Fürth) und Oliver Mehl (Fürth) scheint auf die Klassiker des württembergischen Handballs spezialisiert: Sie leiten zum wiederholten Mal ein HCOB-Heimspiel gegen einen der in der Nachbarschaft beheimateten Rivalen.

Die Begegnung wird live auf Sportdeutschland.TV übertragen. Wer zuschauen möchte, benötigt einen Account und ein Ticket zum Preis von 4,50 Euro. Als Moderatoren werden Marc Brosi und Teammanager Jonas Frank agieren, die Regie übernehmen Georg Beïs und Philipp Weber.