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Alexander Schmid

„Haben auf so ein Spiel hingearbeitet“



VfL Pfullingen ist heiß auf Gruppenfinale in Konstanz.

Erster gegen Zweiter – Spitzenspiel zwischen Konstanz und Pfullingen. Diese Situation gab es schon zweimal in dieser Saison und in beiden Duellen setzten sich jeweils die Gastgeber durch. Im Hinspiel gewann die HSG Konstanz in der Schänzlehalle deutlich mit 39:32, im Rückspiel revanchierte sich der VfL Pfullingen mit einem ebenso deutlichen 37:31-Heimsieg in der Kurt-App Halle. Zum Abschluss der Gruppenphase der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga treffen die beiden Topteams der 3. Liga in Süddeutschland erneut in Konstanz aufeinander.

Die Ausgangssituation sieht so aus: Um den Einzug in die Finalrunde aus eigener Kraft zu schaffen, benötigt der VfL Pfullingen noch mindestens einen Punk in Konstanz – die Konstanzer hingegen sind aufgrund des direkten Vergleichs mit den anderen Mannschaften bereits sicher weiter. Gewinnt Pfullingen am Bodensee, ziehen die Echazkrokodile als Erster der Gruppe 2 in die Finalrunde ein. Am 21. Mai würde das Team von Trainer Daniel Brack auswärts auf den Zweitplatzierten der Nord-Gruppe treffen. Beim Rückspiel am 28. Mai hätte der VfL Heimrecht. Die HSG Konstanz würde in diesem Szenario die Gruppenphase auf dem zweiten Platz beenden. Bei einem Unentschieden zwischen Konstanz und Pfullingen ziehen beide Teams – Pfullingen auf Platz 1 und Konstanz auf Platz 2 – in die Finalrunde ein. Bei einer Niederlage in der Schänzle-Halle wäre der VfL Pfullingen auf die Schützenhilfe der HSG Krefeld Niederrhein angewiesen, die zuhause mindestens einen Punkt gegen die SGSH Dragons holen muss. In diesem Fall würde der VfL Pfullingen trotz einer Niederlage in Konstanz auf dem zweiten Tabellenplatz bleiben, Konstanz wäre erster. Pfullingen würde dann am 21. Mai zuhause auf den 1. VfL Potsdam treffen, das Rückspiel fände eine Woche später statt. Gewinnt allerdings Schalksmühle, wäre der Traum vom Aufstieg in die 2. Bundesliga für den VfL Pfullingen aufgrund des direkten Vergleichs mit den anderen Teams vorbei und Pforzheim zieht hinter Konstanz in die Finalrunde ein. Der Anpfiff zwischen Krefeld und Schalksmühle ist am Samstag bereits um 19 Uhr – in Konstanz fliegt der Ball erst ab 20 Uhr.

Nach der deutlichen Auswärtsniederlage im November am Bodensee haben die Echazkrokodile in der Schänzle-Halle noch eine Rechnung offen. Dass dies alles andere als einfach wird, ist VfL-Trainer Daniel Brack bewusst: „Wir wissen, dass wir punkten müssen, um sicher in der Finalrunde zu sein. Das macht die Sache für uns nicht unbedingt leichter. Dieses Spiel ist die denkbar schwierigste Aufgabe für uns. Konstanz ist für mich in dieser Saison die alles überwiegende Mannschaft in der 3. Liga, das haben sie immer wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Sie arbeiten unter Profi-Bedingungen, da haben sie schon ganz andere Möglichkeiten als viele Drittligateams, speziell auch als wir“, zollt der VfL-Kommandogeber der HSG großen Respekt. Nach dem Heimsieg im Rückspiel können die Pfullinger aber auch mit Selbstbewusstsein gen Süden fahren: „Wir haben den Erfolg aus dem Rückspiel noch im Hinterkopf und wissen, was wir da gut gemacht haben. Wir versuchen genau das wieder auf die Platte zu bringen“, erzählt Brack. Die Vorfreude in seinem Team ist riesig: „Das wird für uns ein schönes Erlebnis. Wir haben genau auf so ein Spiel hingearbeitet und hoffen, dass wir zeigen können, dass wir möglicherweise zu Recht in die Finalrunde um den Aufstieg in die 2. Liga gehören. Wir würden uns extrem freuen, wenn wir diesen Schritt auch noch schaffen. Das sind die Highlights, für die wir das ganze Jahr, wenn nicht sogar die letzten drei Jahre gearbeitet haben“, zeigt sich Daniel Brack euphorisch. 

Was aber muss seine Mannschaft tun, um gegen das Team von Jörg Lützelbeger bestehen zu können? „Gegen Konstanz ist es so, dass wieder extrem auf unseren Rückzug achten müssen. Außerdem müssen wir unsere Lehren aus dem Spiel gegen Pforzheim ziehen, bei dem ich phasenweise mit unserem Angriffsspiel nicht zufrieden war. Es wird aber auch wieder eine Veränderung auf uns zukommen, ich erwarte eine offensive Abwehr, gegen die wir spielen werden“, so Brack weiter. Nachdem Hexenkessel Kurt-App Halle am vergangenen Samstag wartet zudem auch in der Schänzle-Halle ein lautstarkes und extrem emotionales Publikum auf den VfL: „Wir hoffen natürlich, dass sich auch der ein oder andere Pfullinger sich lautstark in der ausverkauften „Schänzle-Hölle“ bemerkbar macht.“ Darauf können sich Daniel Brack und seine Mannschaft sicher verlassen. Im Fan-Bus des Freundeskreises waren zur Wochenmitte nur noch wenige Plätze frei und auch sonst füllt sich der Fan-Block in Konstanz mit VfL-Anhängern. Abschließend kann Brack also nur noch hinzufügen: „Wir freuen uns auf die bevorstehende Aufgabe. Ich bin heiß drauf!“

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