Zum Inhalt springen Zurück zum Seitenanfang
Handball Bundesliga Frauen (HBF)

HBF kompakt



Neckarsulm fällt zurück, Top-Duelle im Titel- und Abstiegskampf in Sicht.

Die Ausgangslage für das Spitzenspiel am kommenden Mittwoch ist bekannt, wenn Spitzenreiter Borussia Dortmund den härtesten Verfolger SG BBM Bietigheim empfängt. Beide Teams punkteten am Wochenende doppelt, von den Verfolgern musste nur die Neckarsulmer Sport-Union beim TSV Bayer 04 Leverkusen Federn lassen. Die Werkselfen konnten dies nutzen, um auf Rang 9 zu klettern. Bad Wildungen und Halle-Neustadt konnten sich mit ihren Siegen wohl endgültig der Abstiegssorgen entledigen. Am Ostersamstag kommt es zum Showdown, wenn Frisch Auf Göppingen als letztes Team „über dem Strich“ den direkten Verfolger HL Buchholz 08-Rosengarten empfängt.

1. FSV Mainz 05 – Borussia Dortmund 16:46 (9:23)
Borussia Dortmund hat seine Vormachtstellung in der Handball Bundesliga Frauen eindrucksvoll untermauert und nicht nur 46 Tore erzielt, sondern nun auch 46:0 Zähler auf dem Konto.
„Ich finde, wir haben das sehr seriös über 60 Minuten gespielt, Kompliment an die Mannschaft. Ich bin vor allem froh, dass alle unverletzt geblieben sind. Wir haben das Spiel gut genutzt, um Selbstvertrauen mitzunehmen in das Spiel gegen Bietigheim am Mittwoch“, sagte Dortmunds Trainer André Fuhr nach dem Spiel.
„Leider haben wir uns in der Abwehr in der ein oder anderen Situation zu schnell ergeben. Zudem wissen wir, dass wir aufgrund unserer personellen Situation zur Zeit im Angriff limitiert sind. So haben heute dann auch einige Nachwuchskräfte Spielanteile bekommen“, bilanzierte Dynamites-Coach Florian Bauer die hohe Niederlage.

SG BBM Bietigheim – HSG Bensheim/Auerbach 30:23 (15:10)
Bietigheim musste sich mächtig strecken, um beide Zähler mitzunehmen und den Rückstand vor dem Spitzenduell konstant zu halten. „Bensheim hat clever gespielt, das Tempo rausgenommen und lange Angriffe gespielt. Wir haben dagegen leichte Tore nicht gemacht und daher war unser Spiel nicht so souverän wie es hätte sein können“, bilanzierte Bietigheims Cheftrainer Markus Gaugisch.

Nach dem 3:3 konnten sich die Enztälerinnen erst auf vier, bis zur Pause dann auf fünf Tore lösen. Nach Wiederanpfiff stand es gar 18:10, doch die Flames kamen noch einmal zurück und verkürzten zwischenzeitlich auf drei Tore (26:23). Erst nach einer letzten Auszeit schraubte Bietigheim das Ergebnis noch einmal hoch.

Buxtehuder SV – HSG Blomberg-Lippe 21:26 (13:13)
Verlustpunktfrei blieb am Wochenende auch der Tabellendritte Blomberg-Lippe, der beim heimstarken Buxtehuder SV gewinnen konnte. Über weite Strecken agierten die auf Platz 10 abgerutschten Niedersächsinnen auf Augenhöhe, Blomberg konnte den spielentscheidenden Lauf mit fünf Toren in Serie zum 15:20 setzen.

„Mit der Abwehrleistung können wir bis auf die Schlussphase zufrieden sein. Wir hatten genug Möglichkeiten, das Spiel in der zweiten Halbzeit enger zu gestalten und zu kippen. Aber wir werfen vier, fünf sehr gute Möglichkeiten weg. Da haben wir zu schnell abgeschlossen. Das ist nicht clever, aber passiert bei einer jungen Mannschaft“, so BSV-Coach Dirk Leun.

„In der Halbzeit habe ich mehr Mut eingefordert. Auch wenn wir es im Angriff weiter nicht gut gelöst haben, haben wir deutlich besser verteidigt. In Marie Andresen hatten wir heute eine überragende Torfrau, ohne die das Spiel vermutlich verloren gegangen wäre“, so Blombergs Trainer Steffen Birkner.

HL Buchholz 08-Rosengarten – TuS Metzingen 22:28 (11:13)
Auf Rang 4 vorgerückt ist die TuS Metzingen durch einen Auswärtserfolg bei den Handball-Luchsen, die mit 9:39 Zählern auf dem ersten Abstiegsplatz verbleiben.

„Wir haben ein bisschen gebraucht, um unsere stabile Abwehr zu stellen, das wurde dann im Lauf der ersten Halbzeit deutlich besser“, musste Metzingens Trainerin Edina Rott nachher einräumen, betonte aber: „Wir haben über 60 Minuten das Tempo hochgehalten, dadurch sind wir in der zweiten Halbzeit zu einfachen Toren gekommen.“

„Ich bin insgesamt mit der Vorstellung meiner Mädels zufrieden, auch wenn ich mir in der Schlussphase weniger Fehler gewünscht hätte, aber Metzingen ist für uns nicht unbedingt der Maßstab, an dem wir uns messen sollten. Viel wichtiger ist unser Auswärtsspiel in Göppingen, wo es sich entscheiden wird, ob wir noch eine Chance haben, den Relegationsplatz zu erreichen“, so Luchse-Trainer Dubravko Prelcec mit Blick auf das Duell gegen Göppingen am Ostersamstag.

Frisch Auf Göppingen – Thüringer HC 25:34 (11:19)
Auch die Frisch Auf Frauen mussten sich am Wochenende geschlagen geben und bleiben so vor dem direkten Duell einen Zähler vor den Luchsen. Der Thüringer HC rückte mit dem Auswärtserfolg auf Rang 5 vor und bleibt in Schlagdistanz zu Metzingen.

„Wir hatten zehn Minuten zu kämpfen, bis die Abwehr optimal stand. Dann haben wir eine 1. Halbzeit in einer Schnelligkeit und Konstanz heruntergespult, die mir sehr viel Freude gemacht hat“, so THC-Chefcoach Herbert Müller, der ergänzte: „Die Vorentscheidung war da schon gefallen, bedingt durch eine gute Marie Skurtveit Davidsen im Tor und eine sehr stabile Deckung, die kaum etwas zugelassen hat.“

„Wir sind gut in die Partie reingekommen, hatten dann aber eine schwächere Phase, die der THC ausgenutzt hat, um davonzuziehen. Wir haben zwar nie aufgesteckt, aber auch nach dem Wechsel sind uns zu viele einfache Fehler unterlaufen“, musste Göppingens Spielmacherin Sarka Marcikova nachher einräumen.

TSV Bayer 04 Leverkusen – Neckarsulmer Sport-Union 30:28 (16:13)
Punktgleich mit dem THC und nun Sechster ist die Neckarsulmer Sport-Union, die in Leverkusen schwach begann und erst nach dem 8:14 (23.) in Schwung kam.

„Wir haben in der ersten Halbzeit einen super Job gemacht. Mit ein paar technischen Fehlern weniger müssen wir höher führen als nur mit drei Toren“, so Elfentrainer Martin Schwarzwald und ergänzt: „In der zweiten Halbzeit verlässt uns ein wenig die eigene Courage.“

„Es hat enorm viel Kraft gekostet, diesen Rückstand aufzuholen und sogar in Führung zu gehen“, so NSU-Trainerin Tanja Logvin mit Blick auf das zwischenzeitliche 21:22 (44.) und ergänzt: „Diese Kraft hat uns dann am Ende gefehlt, sodass uns technische Fehler und ein Fehlwurf unterlaufen.“

VfL Oldenburg – SV Union Halle-Neustadt 22:25 (11:12)
Die Wildcats vom SV Union Halle-Neustadt haben einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht und beim VfL Oldenburg doppelt gepunktet. Zu den Handball-Luchsen, die derzeit den Relegationsrang belegen, hat man bereits neun Punkte Vorsprung. „Es war ein sehr großer Schritt in die richtige Richtung. Wir wollten unbedingt den Sieg“, so Union-Trainer Jan-Henning Himborn.

Die überragende Torfrau Anica Gudelj, Lea Gruber (10 Tore) und Swantje Heimburg (5/1) hatten den größten Anteil am achten Saisonerfolg der Saalestädterinnen. Bei Oldenburg überzeugten Merle Carstensen (6/1) und Torhüterin Julia Renner.

„Wir haben im Angriff zu viel liegen gelassen“, ärgerte sich Oldenburgs Trainer Niels Bötel, der eine Fortsetzung zum Rosengarten-Spiel sah. „Uns hat oftmals die Frische gefehlt. Man merkt schon, dass die Saison an den Kräften zehrt.“

Kurpfalz Bären – HSG Bad Wildungen Vipers 22:24 (6:15)
Zwei Zähler vor Halle-Neustadt bleibt die HSG Bad Wildungen Vipers nach einem Auswärtserfolg bei den Kurpfalz Bären. Mit einem Zwischensprint vom 3:4 zum 4:10 hatten sich die Gäste aus Nordhessen Mitte der ersten Halbzeit schon gelöst. Ab dem 11:18 gaben die Vipers aber das Heft noch einmal aus der Hand und kassierten fünf Tore in Serie.

„Eine famose Leistung meiner Mannschaft. Die zweite Halbzeit zeigt, dass ein Spiel erst vorbei ist, wenn 60 Minuten gespielt sind“, so Bären-Coach Adrian Fuladdjusch nach dem Spiel und Vipers-Trainerin Tessa Bremmer betonte gegenüber der HNA: „Wir haben in der ersten Halbzeit unser Konzept super ausgespielt und nach dem Wechsel extrem nachgelassen.“

Spielpläne, umfangreiche Liveticker und alle Ergebnisse der 1. und 2. Handball Bundesliga Frauen finden Sie unter www.hbf-info.de.