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HBF kompakt: Blomberg gewinnt Topspiel



Weiterhin harter Kampf um Relegationsplatz

Lediglich fünf Partien gab es am Wochenende in der Handball Bundesliga Frauen, drei Begegnungen mussten coronabedingt verlegt werden. Siege feierten sowohl die Topteams Blomberg und Metzingen, aber auch die beiden Klubs im Abstiegskampf – Göppingen und Buchholz-Rosengarten. Den deutlichsten Sieg fuhr Bayer Leverkusen am Sonntag gegen Mainz ein. Die erste Liga geht nun in der kommenden Woche aufgrund der WM-Qualifikation in die Nationalmannschaftspause, in der 2. Bundesliga werden sechs Partien des 23. Spieltags stattfinden.

Neckarsulmer Sport-Union – HSG Blomberg-Lippe 26:34 (13:18)

Mit der 26:34-Niederlage gegen die HSG Blomberg-Lippe erlebte die Neckarsulmer Sport-Union in der Free-TV-Partie bei Eurosport einen mehr als gebrauchten Tag. Gegen ein stark aufgelegtes Gäste-Team aus Blomberg rannte die Sport-Union von Beginn an einem Rückstand hinterher und verlor das Spiel gegen den direkten Konkurrentenletztendlich deutlich. Blomberg festigte Rang 3 und hat nur noch einen Pluspunkt Rückstand auf die SG BBM Bietigheim.

„Wir haben im gesamten Spielverlauf alles versucht um irgendwie in die Partie zu finden. Gemeinsam wollten wir eine Reaktion zeigen und waren heiß auf dieses Spiel sowie zwei wichtige Punkte aber ich habe meine Mädels heute in vielen Situationen leider nicht wiedererkannt“, sagte NSU-Trainerin Tanja Logvin nach Spielende.

„Ich bin mega mega stolz auf die Mannschaft“, zeigte sich Blombergs Trainer Steffen Birkner nach Spielende hochzufrieden. „Wir haben ein sehr gutes Spiel gezeigt, im Angriff sowie in der Abwehr. Wir haben uns sehr eng an unseren Matchplan gehalten und über 60 Minuten sehr aktiv und fokussiert verteidigt. Die Art und Weise wie wir dieses Spiel gewonnen haben, macht mich glücklich.“

TuS Metzingen – HSG Bad Wildungen Vipers 37:27 (19:11)

Mit einem souveränen 37:27-Heimsieg gegen die HSG Bad Wildungen hat die TuS Metzingen seine Ambitionen auf einen Spitzenplatz in der Handball Bundesliga Frauen untermauert. Die Ermstälerinnen sind derzeit Vierter mit einem Zähler Rückstand auf Blomberg und nun zwei Punkten Polster auf den Thüringer HC.

„Der Sieg heute war enorm wichtig. Vor allem die erste Halbzeit war sehr stark von uns, die Abwehr war aggressiv und vorne haben wir unsere Chancen genutzt“, so Metzingens Cheftrainerin Edina Rott, die vor allem mit Lob an ihrem Torhütergespann mit Nicole Roth und Madita Kohorst nicht geizte: „Nicole und Madita im Tor waren bärenstark mit ihren vielen Paraden. Jetzt haben wir knapp zwei Wochen Zeit uns auf den Saisonendspurt vorzubereiten.“

„Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren. Die zweite Hälfte war kämpferisch deutlich besser“, bilanzierte Bad Wildungens Trainerin Tessa Bremmer und Metzingens Kapitänin Marlene Zapf erklärte: „Wir haben heute durch die Bank weg gut gespielt. Auch wenn die zweite Halbzeit etwas wild war, haben wir den Sieg souverän ins Ziel gebracht. Wir sind auf Kurs und wollen das in den nächsten Wochen auch bleiben.“

TSV Bayer 04 Leverkusen – 1. FSV Mainz 05 37:24 (19:11)

Der TSV Bayer 04 Leverkusen hat sich mit einem ungefährdeten Heimerfolg in die rund vierzehntägige Spielpause der Handballbundesliga der Frauen verabschiedet. Gegen den Tabellenvorletzten 1. FSV Mainz 05 brachten die Werkselfen in der heimischen Ostermann Arena mit 37:24 (19:11) den siebten Heimsieg der Saison unter Dach und Fach.

„Wir haben das heute gegen eine dezimierte Mainzer Mannschaft, die erhebliche Kaderprobleme hatte, souverän gemacht. Mit der Anfangsphase war ich nicht so zufrieden. Bis zum 9:8 haben wir uns durchgehangelt, weil wir – besonders in der Deckung – nicht hundertprozentig konsequent waren“, so Werkselfen-Trainer Martin Schwarzwald, der aber betonte: Ich freue mich, dass die Tore richtig gut verteilt sind und wir souverän gewonnen haben.“

Dynamites-Trainer Florian Bauer konnte auch viel Positives aus Leverkusen mit nach Hause nehmen: „Wenn man mit 13 Toren verliert, hört es sich sicherlich etwas komisch an, dass man gar nicht so unzufrieden ist. Besonders weil wir 24 Tore geschossen haben und uns das in etwa vorgenommen haben. Zwar sind 37 Gegentore zu viel, doch wir haben uns für die Verhältnisse gut verkauft und somit kann ich mit dem Ergebnis leben.“

Buxtehuder SV – Frisch Auf Göppingen 27:28 (16:11)

Nach Pluspunkten gleichauf mit Leverkusen ist nun der Buxtehuder SV, der allerdings sein Heimspiel gegen Frisch Auf Göppingen trotz klarer Pausenführung am Ende knapp mit 27:28 verlor. „Es liegen noch harte Wochen vor uns“, weiß Göppingens Trainer Nico Kiener. „Aber wenn wir weiter gewinnen, kann uns den Relegationsplatz niemand nehmen.“

„Wir sind nicht mal annähernd an ein Niveau herangekommen, was wir können“, so BSV-Coch Dirk Leun und Lynn Schneider ergänzte: „Wir haben in der zweiten Halbzeit nicht mehr kompakt in der Abwehr gestanden, nicht den Zugriff gefunden, deren Spiel zu unterbinden. Nach vorn haben wir zu viele technische Fehler gemacht und zu hektisch gespielt, als Göppingen die Abwehr umgestellt hat.“

„Zur Halbzeit waren wir fünf Tore hinten, weil wir drei, vier Fehler machen, die nichts mit dem Spiel zu tun hatten. In der Halbzeit haben wir uns zusammengerissen und die Abwehr umgestellt. Es war gut, dass wir gegen die Rückraum Mitte weiter nach vorne gegangen sind“, freute sich Nico Kiener, der herausstreichte: „Wir haben den Mut nicht verloren, dass ist in unserer Situation nicht einfach.

HL Buchholz 08-Rosengarten – Kurpfalz Bären 31:19 (16:10)

Weiterhin einen Punkt Rückstand und damit auch auf einem direkten Abstiegsplatz bleibt die HL Buchholz 08-Rosengarten. Die Handball-Luchse ließen den Kurpfalz Bären aus Ketsch keine Chance und setzten sich letztlich klar mit 31:19 (16:10) durch.

„Meine Mannschaft hat zu 90% das umgesetzt was ich ihr vorgegeben habe. Wir haben uns in der Trainingswoche akribisch auf das Spiel gegen Ketsch vorbereitet. Ich bin stolz auf die Mädels, dass sie diese Vorgaben so erfolgreich beherzigt haben. Bis auf unsere kurze Schwächephase in der ersten Halbzeit ist uns ein tolles Spiel gelungen“, erklärte ein sichtlich zufriedener Dubravko Prelcec, der Trainer der HL Buchholz 08-Rosengarten.

„Wir haben heute überhaupt nicht in unser Spiel gefunden, was aber auch an einer tollen Mannschaft aus Rosengarten gelegen hat“, erklärte sein Gegenüber, Ketschs Trainer Adrian Fuladdjusch, nach dem Spiel.