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HBF kompakt: Drei Teams mit perfekter Ausbeute am Doppelspieltag



Handball-Luchse punkten im Abstiegskampf

Mammutprogramm in der Handball Bundesliga Frauen, denn die Beletage hat seit Donnerstag insgesamt 15 Partien des 20. und 21. Spieltags absolviert. Mit Dortmund, Bietigheim und Neckarsulm konnten drei Vereine eine perfekte Ausbeute von 4:0 Zählern einfahren, im Tabellenkeller konnten lediglich die Handball-Luchse punkten.

Spitzenreiter Borussia Dortmund konnte seine Position mit dem 37:30 (20:14) über die TuS Metzingen festigen und dann vor heimischer Kulisse ein 37:28 (23:13) gegen Frisch Auf Göppingen einfahren. „Dortmund hat verdient gewonnen“, kommentierte Metzingens Trainerin Edina Rott. „37 Gegentore sind zu viel, in der Abwehr hat es an Aggressivität gefehlt, das muss besser werden. Dafür waren wir offensiv wieder gut unterwegs, 30 Tore gegen den BVB sind nicht einfach zu erzielen.“

Für die Ermstälerinnen ging es in der Tabelle auf Rang 4 nach unten, auch wenn man mit dem 37:24 (20:11) standesgemäß die Kurpfalz Bären in die Schranken weisen konnte. Der Rückstand auf Rang 2 beträgt für Metzingen allerdings nur einen Punkt, dort liegt die SG BBM Bietigheim nach einem 43:22 (24:7) über die Kurpfalz Bären und einem 29:17 (16:8) beim SV Union Halle-Neustadt. „Unterm Strich erledigten wir unsere Aufgabe ordentlich“, so BBM-Chefcoach Markus Gaugisch zufrieden.

Mit 3:1 Zählern durch ein 31:29 (19:19) über den Thüringer HC und ein 28:28 (14:15) gegen die HL Buchholz 08-Rosengarten ist die HSG Blomberg-Lippe nun Tabellendritter. „Am Freitag machen wir noch ein überragendes Spiel, heute machen wir viele Dinge falsch. Da möchte ich mich auch gar nicht rausnehmen. So eng liegt das manchmal beieinander“, so HSG-Coach Steffen Birkner. „Dass heute bei uns der ein oder andere Prozentpunkt im Kopf und Körper fehlt, ist klar, darf am Ende des Tages aber keine Ausrede sein.“

Vor dem Thüringer HC, der mit einem 27:22 (14:11) über den VfL Oldenburg noch Rang 6 festigen konnte, befindet sich derzeit die Neckarsulmer Sport-Union. Die Schwäbinnen feierten ein perfektes Wochenende, dem 35:30 (17:14) über den SV Union Halle-Neustadt folgte ein 34:29 (17:16) über den 1. FSV Mainz 05. „Ich bin insgesamt zufrieden mit unserem Wochenende und sehr froh, dass wir vier Punkte geholt haben. Wir haben, wie Mainz, einige Sachen in diesem Spiel probiert und sind dazu sehr lange in der 5:1-Abwehr gestanden“, so NSU-Trainerin Tanja Logvin nach der Partie.

Vier Zähler hinter dem THC, aber auch vier Punkte vor dem TSV Bayer 04 Leverkusen ist die HSG Bensheim/Auerbach als 7. Die Flames konnten das Hessenderby gegen die HSG Bad Wildungen Vipers knapp mit 33:32 (19:19) gewinnen und anschließend ein 31:31 (14:15) gegen den Buxtehuder SV erreichen. „Wir hatten am Ende das Momentum und die zwei Punkte auf unserer Seite. Das Spiel hätte vielleicht auch Unentschieden oder für Bad Wildungen ausgehen können“, hatte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm

Gegen die gleichen Gegner spielte auch der TSV Bayer 04 Leverkusen. Die Werkselfen erkämpften sich ein 20:20 (10:13) gegen Buxtehude und verloren dann in Bad Wildungen mit 26:31 (9:15). „Die Vipers waren uns emotional klar überlegen und haben verdient gewonnen“, so Elfen-Trainer Martin Schwarzwald. Vipers-Trainerin Tessa Bremmer analysierte: „Wir haben von Beginn an mit unserer Ausstrahlung gezeigt, dass es für uns in diesem Spiel nichts anderes als zwei Punkte gibt.“ Buxtehudes Trainer Dirk Leun bewertete den Doppelspieltag mit gemischten Gefühlen: „Die zwei Spiele haben uns ein gutes Stück weitergebracht, auch wenn ich nicht weiß, ob wir uns über die Ergebnisse ärgern oder freuen sollen“, so Leun.

Im Abstiegskampf konnten lediglich die Handball-Luchse der HL Buchholz 08-Rosengarten einen Zähler bei der HSG Blomberg-Lippe mitnehmen. Das Auswärtsspiel in Oldenburg holt der Aufsteiger, der mit neun Pluspunkten derzeit auf dem Relegationsplatz liegt, Ende März nach. „Wenn mir jemand vor dem Spiel gegen Blomberg einen Punktgewinn angeboten hätte, dann hätte ich das bedingungslos angenommen. Doch bei dem Spielverlauf bin ich ein wenig traurig. Wir müssen mit dem einen Punkt leben, auch wenn mehr möglich gewesen wäre“, so Luchse-Geschäftsführer Sven Dubau angesichts der aus der Hand gegebenen Drei-Tore-Führung in den Schlussminuten.