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HBF kompakt: Erster Saisonsieg für Mainz



Erste Niederlage für Leverkusen nach Trainerwechsel

Das Spitzenduo war international im Einsatz, dahinter haben die TuS Metzingen und die HSG Blomberg-Lippe ihre Position gefestigt. Einen Rückschlag hingegen gab es für Bayer Leverkusen, die Werkselfen mussten unter ihrem neuen Trainer die erste Saisonniederlage hinnehmen. Im Tabellenkeller konnte der 1. FSV Mainz 05 den ersten Saisonsieg feiern und die Rote Laterne wieder an die Kurpfalz Bären überreichen.

HSG Bensheim/Auerbach – HSG Blomberg-Lippe 24:31 (11:15)

Die HSG Blomberg-Lippe hat ihre Position in der Spitzengruppe der Handball Bundesliga Frauen gefestigt, die HSG Bensheim/Auerbach musste hingegen mit dem 24:31 (11:15) die erste Niederlage im noch jungen Jahr hinnehmen. Beste Torschützinnen waren Alicia Soffel mit acht Toren bei den Flames und Nele Franz mit 10/5 Toren bei Blomberg.

„Ich weiß noch nicht so ganz, was in der ersten Halbzeit passiert ist. Wir lagen nach 20 Minuten mit acht oder neun Toren hinten. Wir haben zu viele Bälle weggeschmissen, wir haben wieder ein paar hundertprozentige nicht getroffen“, so Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm.

„Die offensive Deckung funktionierte die ersten paar Minuten ganz gut, dann kommt ein Bruch rein, weil Bensheim einfach gut verteidigt und wir keine Lösung finden“, so Blombergs Trainer Steffen Birkner und betonte: „Letztendlich hat meine Mannschaft sich aus dieser schwierigen Phase beeindruckend befreit und souverän zwei weitere Punkte eingefahren.“

SV Union Halle-Neustadt – TuS Metzingen 23:26 (9:16)

Die TuS Metzingen hat das Auswärtsspiel beim SV Union Halle-Neustadt mit 26:23 (16:9) für sich entschieden. Metzingen zeigte vor allem in der ersten Halbzeit, welche Qualitäten in dem Team stecken.

„Meine Mannschaft hat sich in der ersten Halbzeit 10 Minuten nicht an den Matchplan gehalten. So was bestraft eine Spitzenmannschaft wie Metzingen brutal. Leider konnten wir diese Schwächephase auch nicht mit einer sehr guten Leistung in der zweiten Halbzeit kompensieren“, so Wildcats-Trainer Jan-Henning Himborn.

„Wir haben die erste Halbzeit sehr gut gespielt und unsere Chancen sehr gut verwertet. Nach der Pause haben wir zu viele Fehler gemacht, das muss am Mittwoch gegen Bensheim besser werden. Es waren zwei wichtige Punkte, wir konzentrieren uns ab jetzt auf das Spiel gegen Bensheim“, meinte TuS-Spielerin Marlene Zapf nach der Partie.

HSG Bad Wildungen Vipers – Thüringer HC 24:31 (13:15)

Eine überragende Marketa Jerabkova (14/2 Tore) führte den Thüringer HC zum Auswärtserfolg in Bad Wildungen. Lange konnte sich der Thüringer HC nicht gegen die auf Augenhöhe mithaltenden Vipers absetzen, um den Sieg frühzeitig sicher zu machen. Erst in der Schlussphase der zweiten Halbzeit sicherten sich die Thüringerinnen nach einem 6:0-Lauf die deutliche Führung gegen die Nachbarn aus Hessen.

„Ich bin sehr glücklich über diesen Sieg. Mit 31:24 ist er auch noch in der Höhe deutlich ausgefallen, obwohl es ein sehr enges Kampfspiel war, was über weite Strecken recht unkonstant verlaufen ist. Alles, was heute gezählt hat, waren die beiden Punkte und damit sind wir sehr glücklich und zufrieden“, so THC-Coach Herbert Müller.

„Es war insgesamt ein enttäuschendes Spiel. Nachdem wir gut in das Spiel gefunden haben und es Thüringen phasenweise schwer machen konnten, haben wir uns leider wieder einige technische Fehler zu viel geleistet“, so Vipers-Trainerin Tessa Bremmer, die betont: „Wir haben am Ende nochmal alles in die Waagschale geworfen und versucht uns zurück zu kämpfen, leider wurde uns aber gezeigt, dass wir uns gegen Topmannschaften die einfachen Fehler nicht erlauben können.“

HL Buchholz 08-Rosengarten – Buxtehuder SV 15:30 (9:12)

Das Nord-Derby der beiden Kooperationspartner war eine eindeutige Angelegenheit. Mit dem Erfolg verbesserte sich Buxtehude auf Rang sieben (16:12 Punkte). Buchholz-Rosengarten steht weiterhin auf Platz 13 (8:22). „Das war ein verdienter Sieg und guter Schritt. Wir sind aufgetreten, wie ich es mir gewünscht habe. Es hat mir sehr gut gefallen“, freute sich BSV-Chefcoach Dirk Leun.

„Wir haben so gut angefangen, aber als die Abwehr des BSV sich stabilisierte, der Mittelblock funktionierte und unsere Abschlüsse aus dem Rückraum und von Außen scheiterten, wurden wir immer unruhiger“, analysierte Luchse-Trainer Dubravko Prelcec und ärgerte sich: „In der zweiten Halbzeit waren wir keine Mannschaft mehr, denn jede Spielerin wollte die Begegnung alleine herumreißen, so dass ein Fehler auf den anderen folgte.“

VfL Oldenburg – TSV Bayer 04 Leverkusen 26:22 (15:12)

Die Handballerinnen des VfL Oldenburg haben ihr Heimspiel gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen mit 26:22 (15:12) gewonnen. Den Grundstein legte das Team dabei mit einem starken Start in die zweite Halbzeit – und behielt die Nerven, als es in der Schlussphase noch einmal spannend wurde. Für die Rheinländerinnen war es unter Neu-Trainer Martin Schwarzwald nach zunächst vier Siegen die erste Niederlage.

„Heute haben uns die torgefährlichen Rückraumspielerinnen wie Lopes, Zschocke und Keita gefehlt, da es uns Oldenburg mit einer sehr griffigen Abwehr enorm schwer gemacht hat. Gigi Jurgutyte war die Einzige, die aus dem Rückraum torgefährlich war, der Rest hat sich zu sehr im Eins-gegen-eins aufgerieben“, so Schwarzwald.

„Wir haben heute wieder richtig gut in der Abwehr gestanden“, freute sich VfL-Trainer Niels Bötel, dass seine Mannschaft nur wenig zuließ, der aber einräumen musste: „Mit der offensiven Deckung der Leverkusenerinnen haben wir uns schwergetan.“

1. FSV Mainz 05 – Kurpfalz Bären 34:22 (19:11)

Die Meenzer Dynamites haben ihr erstes Spiel in der Saison 2020/21 gewonnen. Die Kurpfalz Bären fanden während des gesamten Spielverlaufs kein adäquates Mittel, um die Mainzerinnen in Schwierigkeiten zu bringen. „Die Mainzerinnen gehen verdient als Sieger vom Platz. Wir haben heute immer wieder falsche Entscheidungen getroffen – das haben die Mainzerinnen gut gemacht“, so Bären-Coach Adrian Fuladdjusch nach dem 34:22.

„Ich bin sprachlos heute – klar, nach so langer Zeit, endlich auch belohnt worden zu sein für die viele Arbeit. Das wird uns zusätzliche Energie geben – und ich gönne es den Mädels, sich belohnt zu haben für die vielen Mühen in den letzten Monaten“, war Dynamites-Coach Florian Bauer sichtlich zufrieden und betonte: „Gerade in der ersten Halbzeit war ich mit unserer Abwehrarbeit sehr zufrieden. Aber auch im Angriff konnten wir gegen die Abwehr gute Akzente setzen und haben vor allem wenig technische Fehler gemacht.“

„Für uns war es heute ein wichtiges Spiel: Unser Ziel war es, nach dem Erfolg gegen Göppingen zwei weitere Zähler einzufahren, um noch eine realistische Chance in der Rückrunde zu haben. Das hat sich hiermit erledigt“, so Fuladdjusch, der ergänzte: „Jetzt können wir in der Rückrunde ohne Druck aufspielen, was uns vielleicht auch ganz gut tut.“

EHF Champions League

International waren die SG BBM Bietigheim und Borussia Dortmund im Einsatz, das Spitzenduo muss weiterhin um den Einzug ins Achtelfinale bangen. Bietigheim ist nun unter Zugzwang, für den BVB spielte auch die Konkurrenz ein wenig.

Bietigheim unterlag bei Rostov Don mit 21:27 (9:15). „Wenn man unsere personelle Situation betrachtet, bin ich nicht sehr enttäuscht über das Ergebnis“, so BBM-Cheftrainer Markus Gaugisch, der neben den verletzten Spielerinnen auch auf Julia Maidhof verzichten musste, der die russischen Behörden keine rechtzeitige Einreisegenehmigung erteilten. „Wir änderten einige Dinge in unserem Spiel, phasenweise spielten wir ganz ordentlich“, so Gaugisch.

Borussia Dortmund hatte ebenfalls keine erfolgreiche Reise nach Russland, beim ZSKA Moskau unterlagen die Westfälinnen mit 28:35 (12:19). „Wir haben uns gute Chancen herausgespielt, am Kreis, durch Siebenmeter, haben sie aber nicht genutzt“, so BVB-Coach André Fuhr, der visabedingt auch auf Jennifer Gutierrez verzichten musste, gegenüber den Ruhrnachrichten. „Wir haben einfach zu viele leichte Fehler gemacht. Im ersten Durchgang haben wir in der Abwehr und auf der Torwartposition keinen Zugriff bekommen.“

Rechnerisch haben beide Teams noch Möglichkeiten auf das Weiterkommen, Bietigheim ist bei vier ausstehenden Partien derzeit drei Zähler hinter dem Team Esbjerg und reist noch für das direkte Duell zum dänischen Meister. Einen Punkt hinter Esbjerg kämpft noch Krim Ljubljana um das Weiterkommen. In der Gruppe B hat der SCM Ramnicu Valcea mit dem 27:25 (15:13) bei Podravka Vegeta Koprivnica den ersten Sieg eingefahren. Beide Teams sind nach Pluspunkten nun gleichauf mit Borussia Dortmund im Kampf um Platz 6. Von entscheidender Bedeutung könnten hier das Heimspiel des BVB gegen die Kroatinnen und das Gastspiel in Rumänien sein.