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HBF kompakt: Halle-Neustadt punktet im Abstiegskampf, Dortmund siegt international



Sechs Partien hielt die Handball Bundesliga Frauen am Wochenende auf dem Programm und die Teams auf den Positionen drei bis sechs konnten ihre Favoritenstellung mit Heimsiegen untermauern.

In der unteren Tabellenhälfte konnte vor allem Halle-Neustadt mit dem Sieg über Bayer Leverkusen den aktuellen zwölften Platz, der den direkten Klassenerhalt bedeuten würde, festigen. International setzte Borussia Dortmund ein Ausrufezeichen. In der 2. Handball Bundesliga ist die Hinrunde nun beendet. Spitzenreiter Füchse Berlin verlor das Spitzenspiel beim Zweiten BSV Sachsen Zwickau und startet nun mit zwei Punkten Vorsprung in die zweite Saisonhälfte.

TuS Metzingen vs VfL Oldenburg 35:20 (18:11)
Mit einem souveränen Auftritt gegen den VfL Oldenburg startete die TuS Metzingen in die Rückrunde. Die Niedersächsinnen hielten nur bis zum 6:5 den Anschluss, dann konnte sich Metzingen lösen, war zur Pause schon auf sieben Tore enteilt.

„Das war wieder eine klasse Leistung von uns. Die Abwehr war über 60 Minuten kompakt und vorne haben wir die Chancen sehr schön herausgespielt. Ich muss heute vor allem die jungen Spielerinnen loben, die ein super Spiel gemacht haben“, freute sich TuS-Trainerin Edina Rott.

Oldenburgs Trainer Niels Bötel betonte nach der deutlichen Niederlage: „Wir wussten, dass es ein schweres Spiel wird und hatten uns deshalb ein paar Aufgaben gesetzt. Die haben wir nicht optimal gelöst und werden da vor dem nächsten Spiel noch einmal drauf eingehen.“

HSG Blomberg-Lippe vs Frisch Auf Göppingen 29:22 (15:11)
Die HSG Blomberg-Lippe hat zum Start der Rückrunde genau dort weitergemacht, wo sie in der Hinrunde aufgehört hat und konnte am Samstagnachmittag einen ungefährdeten 29:22-Sieg einfahren.

Zur Halbzeit konnten die Blombergerinnen sich beim Stand von 15:11 jedoch keinesfalls in Sicherheit wiegen. Doch auch im zweiten Abschnitt sollten die Lipperinnen die spielbestimmende Mannschaft bleiben. Die sich nun häufenden Fehler der Frisch Auf Frauen nutzten die Birkner-Schützlinge eiskalt und zogen bis zur 45. Minute deutlich auf 26:14 davon.

„Uns ist es gelungen über 60 Minuten richtig gut zu verteidigen. In der zweiten Hälfte kommen wir dann mehr und mehr in unser Konterspiel und lösen viele Dinge richtig gut“, freute sich HSG-Chefcoach Steffen Birkner.

Göppingens neuer Chefcoach Nico Kiener betonte: „Wir sind nicht gut reingekommen in die Partie und dem Gegner von Beginn an hinterhergelaufen. In der zweiten Hälfte wuchs dann der Rückstand innerhalb von zehn Minuten auf zehn Tore an. Wir wollten zumindest noch das letzte Drittel der zweiten Hälfte für uns entscheiden.“

Thüringer HC vs Kurpfalz Bären 31:18 (17:10)
Der Thüringer HC hat deutlich mit 31:18 (17:10) gegen die Kurpfalz Bären gewonnen. Nach holprigem Start spielten die Gastgeberinnen ab der 20. Minute ihre Erfahrungen aus und setzten die Gäste mit ihrem schnellen Spiel unter Druck. Vom zwischenzeitlichen 8:7 (18.) zog der THC bis zur Pause schon auf sieben Tore (17:10) weg.

„Wir haben ein neues Motto für die Rückrunde ausgerufen. Wir jagen jetzt Highlights und genießen es Teil der 1. Bundesliga zu sein“, so Bären-Trainer Adrian Fulajddjusch. Der THC „hat gemerkt, dass sie sich schon ein bisschen anstrengen müssen. Dann haben sie einen Gang hoch geschaltet und von 11:10 zum 27:12 gestellt.“

„Die Viertelstunde nach der Pause haben wir so gespielt, wie ich es mir vorstelle“, so THC- Chefcoach Herbert Müller, der auch ein Lob für die Gäste bereit hielt: „Ketsch hat die ersten 20 Minuten wirklich tollen Handball gespielt.“

Neckarsulmer Sport-Union vs Buxtehuder SV 37:34 (22:19)
Die Neckarsulmer Sport-Union feiert mit 37:34 (22:19) gegen den Buxtehuder SV nach zwei Niederlagen den nächsten Sieg und klettert in der Tabelle wieder nach oben. In einer von den Offensivreihen geprägten Partie konnten auch die gut aufgelegten Torhüterinnen Isabel Gois und Lea Rühter nur wenig ausrichten. Offensivere Abwehrvarianten brachten den Gegner jeweils nur phasenweise aus dem Konzept.

„Die 37 Gegentore waren der Knackpunkt. Es war ein gebrauchter Tag in der Abwehr. Wir haben in den ersten Minuten halbwegs gut verteidigt, danach sind wir aber viel zu passiv. Die Rückraumspielerin kann locker über unsere größten Spielerinnen werfen“, so Buxtehudes Trainer Dirk Leun und ergänzte: „Mit der 5:1-Deckung haben wir gefightet und uns herangearbeitet auf ein Tor. Wir hatten die Möglichkeit, das Spiel zu drehen, aber wir haben es selbst weggeworfen.“

„Wir haben gewonnen und es war heute wirklich ein Arbeitssieg für uns. Beide Mannschaften haben gekämpft und das Spiel hat uns gezeigt, dass wir noch einige Sachen verbessern müssen. Aber ich gratuliere meiner Mannschaft zu den zwei Punkten. Wir haben die Aufgabe erledigt und letztendlich zählt nur der Sieg, das ist das Wichtigste“, freute sich NSU-Trainerin Tanja Logvin über den ersten Sieg im Jahr 2021.

SV Union Halle-Neustadt vs TSV Bayer 04 Leverkusen 25:22 (10:12)
Die Wildcats des SV Union Halle-Neustadt haben sich im Kampf um den Klassenerhalt Luft verschaffen können. Durch einen 25:22 Heimerfolg gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen festigten die Hallenserinnen ihren 12. Tabellenplatz. In der zweiten Halbzeit brachte Torfrau Anica Gudelj den Gästen vom Rhein mit ihren Paraden zur Verzweiflung. Eine 13-minütige Torflaute der Werkselfen nutzten die Hallenserinnen, um das Spiel zu drehen.

„Ich habe in der Halbzeit gesagt, wenn wir es erneut hinbekommen, nur zehn Gegentore zu bekommen, dann haben wir eine gute Chance, hier die Punkte mitzunehmen. Das ist uns leider in der zweiten Hälfte nicht gelungen“, so ein enttäuschter Elfen-Coach Martin Schwarzwald: „Hinzu kam, dass wir in der ersten Hälfte die Chancen auf eine höhere Führung ausgelassen haben.“

„Das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torhüterin hat heute super zusammengepasst. Unsere Einstellung zum Spiel war deutlich besser als noch am Mittwoch und ich freue mich, dass meine Mannschaft ein anderes Gesicht gezeigt hat. Heute haben wir unseren Matchplan voll umgesetzt“, freute sich Wildcats-Coach Jan-Henning Himborn.

HSG Bensheim/Auerbach vs 1. FSV Mainz 05 37:24 (23:16)
Nach zwei Niederlagen in Folge gelang den Flames der HSG Bensheim/Auerbach im Derby gegen den 1. FSV Mainz 05 ein eindrucksvoller und in der Höhe auch verdienter 37:24-Heimerfolg. Mit sechs Toren in Serie hatten sich die Handballerinnen von der Bergstraße früh zum 11:4 gelöst und waren beim 17:8 schon auf neun Tore enteilt. Zum Ende des ersten Durchgangs ließ man dann aber ein wenig die Zügel schleifen.

„Wir haben in der ersten Halbzeit einen richtig guten Angriff gespielt und haben mit wahnsinnigem Tempo 23 Tore gemacht. Was mir nicht gefallen hat, das habe ich ihnen auch in der Pause gesagt, ist, dass wir in der ersten Halbzeit 16 Tore bekommen haben. Das kann nicht unser Anspruch sein“, so Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm, die betont: „Wir haben uns in der Halbzeit vorgenommen keine zehn Tore zu kriegen. Das ist den Mädels geglückt.“

„Wir haben uns vorgenommen den Gegner zu ärgern, aber wir haben auch eindeutig gesehen, dass wir keine Chance hatten. Wir waren einfach gedanklich nicht schnell genug und haben, gerade auch am Anfang, die Power vermissen lassen“, so Dynamites-Coach Florian Bauer. „Mit 16 Toren in der 1. Halbzeit war ich noch ganz zufrieden, in der 2. Halbzeit waren wir leider nicht mehr ganz so erfolgreich, was das angeht.“

EHF Champions League
In der Champions League hat Borussia Dortmund seine Chancen auf das Viertelfinale gewahrt und sich im direkten Duell gegen das vorher punktgleiche Team von Podravka Vegeta Koprivnica mit 32:31 (13:12) behauptet. „Wir haben heute als Team richtig gut gekämpft“, freute sich Inger Smits nach dem Abpfiff. „Wir freuen uns über unsere ersten beiden Champions-League-Punkte, die wir zuhause geholt haben. Das ist ein ganz besonderer Moment für unseren Verein“, erklärte ein zufriedener BVB-Coach André Fuhr.

Die Westfälinnen liefern sich nun vor allem mit dem SCM Ramnicu Valcea ein Fernduell, der Verein um die deutsche Nationalspielerin Shenia Minevskaja hatte unter der Woche im Nachholspiel gegen Buducnost Podgorica den zweiten Sieg eingefahren. Eine Entscheidung könnte eventuell das direkte Duell in Dortmund bringen. Die SG BBM Bietigheim war coronabedingt nicht im Einsatz.

2. Bundesliga
In der 2. Handball Bundesliga ist die Hinrunde weitestgehend beendet. Insgesamt stehen noch einige Nachholpartien aus und vor allem die SG H2Ku Herrenberg könnte mit einem Sieg beim Schlusslicht HC Rödertal noch auf Rang zwei vorrücken. Die erste Saisonniederlage mussten die Spreefüxxe aus Berlin am vergagenenen Wochenende hinnehmen: Nach dem 26:31 beim BSV Sachsen Zwickau hat der Hauptstadtklub 23:3 Zähler. Zwickau folgt derzeit mit 21:5 Punkten noch vor den Kuties aus Herrenberg (20:4).