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HBF kompakt: HSG Blomberg-Lippe verteidigt Rang 3



Rückschlag für Frisch Auf Göppingen

Fünf Begegnungen hielt das Wochenende in der Handball Bundesliga Frauen am Wochenende bereit. Während die HSG Blomberg-Lippe mit dem Remis bei der TuS Metzingen einen direkten Konkurrent auf Distanz halten konnte, hat Frisch Auf Göppingen im Kampf um den Relegationsplatz in Oldenburg einen Dämpfer erhalten. Kurzfristig abgesetzt wurde das Heimspiel der Handball-Luchse der HL Buchholz 08-Rosengarten gegen Mainz 05, weil bei den Dynamites ein positiver Schnelltest vorlag.

Buxtehuder SV – SG BBM Bietigheim 24:29 (12:15)

Die SG BBM Bietigheim hat das Auswärtsspiel beim Buxtehuder SV am Freitagabend für sich entschieden und den zweiten Platz gefestigt. „Wir haben in der ersten Halbzeit viele Chancen herausgespielt, sind aber immer wieder an Kathi Filter gescheitert. Auch in der zweiten Halbzeit haben wir ein Haufen Chancen herausgespielt, waren dann aber nicht konsequent genug, um Ruhe ins Spiel zu bringen“, bilanzierte Bietigheims Cheftrainer Markus Gaugisch und betonte: „Von daher war es ein gutes Spiel und für uns eine schwere Aufgabe.“

„Ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaft. Sie hat gerade in der Abwehrarbeit eine klare Reaktion gezeigt. Das hat mir sehr gut gefallen, wie wir alle hellwach in der Deckung waren. Wir haben viele Ballgewinnen generieren können und haben auch einige technische Fehler beim Gegner provoziert. Das war richtig gut“, so das Fazit von BSV-Chefcoach Dirk Leun und auch Nationalspielerin Katharina Filter befand: „Wir haben phasenweise richtig gut mitgehalten. Wir haben in der Abwehr zusammengeackert und im Angriff gute Aktionen gehabt.“

TuS Metzingen – HSG Blomberg-Lippe 31:31 (19:17)

Zwei Pluspunkte hinter Bietigheim liegt nun die HSG Blomberg-Lippe, die mit dem Remis gegen die TuS Metzingen einen direkten Konkurrenten auf Abstand hielt. Etwas gebremst wurde die Freude über den Punktgewinn durch eine Verletzung der tschechischen Nationalspielerin Kamila Kordovská, die nach vier Minuten ohne Fremdeinwirkung umgeknickt war.

„Wir haben richtig gut begonnen und wurden dann durch die Verletzung von Kamila etwas aus dem Tritt gebracht“, resümierte Blombergs Trainer Steffen Birkner die Anfangsphase. „Leider ist es uns dann nicht mehr so gut gelungen die Konter von Metzingen zu verhindern und auch im Angriff haben wir nicht mehr so viele gute Lösungen gefunden. Was mein Team dann aber in der zweiten Halbzeit gezeigt hat, stellt mich sehr zufrieden. Am Ende belohnen wir uns nach einem harten Kampf mit einem Punkt.

„Wir haben eine Weile gebraucht um im Spiel anzukommen, haben aber den frühen Rückstand schnell aufgeholt. Offensiv haben wir uns super Chancen erarbeitet und diese auch genutzt. 31 Gegentore sind leider viel zu viel, da müssen wir dran arbeiten, um es in den nächsten Wochen besser zu machen“, kommentierte Metzingens Trainerin Edina Rott mit Blick auf die drei Zähler Rückstand bei drei ausstehenden Partien für beide Teams und ergänzte: „Wir nehmen den Punkt mit, Platz 3 wird jetzt sicherlich sehr schwer zu erreichen, aber es stehen ja noch ein paar Spiele an!“

SV Union Halle-Neustadt – Thüringer HC 25:35 (12:17)

Der Thüringer HC hat sich hingegen mit einem klaren Auswärtserfolg im Ostderb,y gegen den SV Union Halle-Neustadt, bis auf einen Zähler an Metzingen herangearbeitet und zudem noch ein Nachholspiel gegen Neckarsulm zu bestreiten. „Ich bin glücklich, die beiden Punkte mit nach Hause zu nehmen, denn wir brauchen sie dringend“, so THC-Coach Herbert Müller.

„Unser kompletter Mittelblock ist ausgefallen. Wir wollten diese Ausfälle offensiver lösen. Wir haben erste Halbzeit gut angegriffen, haben dann aber zu leichte Gegentore zugelassen. In der zweiten Halbzeit glauben wir dann nicht mehr so richtig dran“, so Halle-Neustadts Trainer Jan-Henning Himborn.

„Wir hatten riesen Respekt vor der unangenehmen 3:2:1-Abwehr. Auf die haben wir uns speziell vorbereitet und wollten vor allem zu Beginn jeder Halbzeit optimal starten. Das ist uns in der Anfangsphase gut gelungen“, so Mülller und betont: „Der Schlüssel war, dass wir nach dem 14:9, als wir eine kleine Schwächephase hatten, noch entscheidend auf 17:12 vor der Halbzeit gegangen sind.“

Neckarsulmer Sport-Union – HSG Bad Wildungen Vipers 40:31 (19:16)

In Schlagdistanz zum THC bleibt die Neckarsulmer Sport-Union, die allerdings in der Schlussphase gegen die HSG Bad Wildungen Vipers zwei Leistungsträgerinnen verlor. Rückraumspielerin Carmen Moser verletzte sich bei ihrem Treffer zum 31:24 am Knie und Nathalie Hendrikse stürzte nach einem Foul auf den Kopf und musste lange behandelt werden.

„Ich bin noch immer geschockt von den beiden Verletzungen in den letzten zehn Minuten und hoffe einfach, dass es nicht so schlimm ist wie wir aktuell leider befürchten“, so NSU-Trainerin Tanja Logvin, die spielerisch mit ihrem Team zufrieden war und erklärte: „Wir haben die Abwehrformation auf eine 5:1-Deckung umgestellt und diese kräftezehrende Formation das gesamte Spiel durchgehalten, dazu werfen wir heute im Angriff 40 Tore.“

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„Dass wir jetzt auch rechnerisch gesichert sind, beruhigt, aber mein Frust über die Niederlage und die Leistung in Neckarsulm ist größer als meine Freude über den Klassenerhalt“, sagte Vipers-Trainerin Tessa Bremmer nach der Partie gegenüber der HNA und betonte: „Wir haben gerade am Anfang zu viele technischen Fehler gemacht. Wir haben haben es Neckarsulm viel zu einfach gemacht. Sie konnten selbst bei unserer 4:2-Deckung über die Mitte Tore werfen.“

VfL Oldenburg – Frisch Auf Göppingen 31:30 (9:15)

Nach einer schwachen ersten Halbzeit hat der VfL Oldenburg die Partie gegen Frisch Auf Göppingen doch noch gewinnen können und sich in der Tabelle auf Platz sieben vorgearbeitet. Für die Württembergerinnen war es hingegen ein Rückschlag im Kampf um den Relegationsplatz, auch wenn vorerst vor den Handball-Luchsen bleibt, die ihr Heimspiel gegen Mainz 05 kurzfristig verlegen mussten.

„Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen. Unsere 5:1-Deckung war nicht ganz so griffig, die Mädels setzen sich noch etwas zu sehr unter Druck“, konstatierte VfL-Coach Niels Bötel nach der Partie angesichts des deutlichen 9:15-Halbzeitrückstands und fand dann mit der Umstellung in der Abwehr den richtigen Schlüssel. „Wir haben es in der 6:0-Deckung richtig gut gemacht und aggressiv gespielt.“