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HBF kompakt: Thüringer HC klettert in der Tabelle



Neckarsulm siegt im Eurosport-Spiel

Der Buxtehuder SV hat das Topspiel des Wochenendes in der Handball Bundesliga Frauen gewonnen und sich im oberen Drittel der Tabelle festgesetzt. Im Mittelfeld konnten der SV Union Halle-Neustadt und die HSG Blomberg-Lippe punkten. Im Tabellenkeller gab es keine Veränderungen. International machte Borussia Dortmund einen wichtigen Schritt in Richtung Achtelfinale der Delo EHF Champions League.

Die SG BBM Bietigheim führt auch nach sieben Spieltagen die Tabelle an.  Die Enztälerinnen siegten im Sonntagsspiel beim VfL Oldenburg klar mit 34:20 (20:8). „Wir haben in der ersten Halbzeit zu viel Respekt gezeigt, die Bälle verloren und uns somit Tore aus Tempogegenstößen eingefangen“, sagte VfL-Trainer Niels Bötel. Bietigheims Cheftrainer Markus Gaugisch bilanzierte: „Es war ein sehr souveräner Auswärtserfolg meiner Mannschaft. Die Art und Weise wie wir gespielt haben, gefiel mir. Das, was wir uns in der ersten Halbzeit vorgenommen haben, funktionierte gut.“

Punktgleich mit dem Spitzenreiter ist auch Titelverteidiger Borussia Dortmund, der schon unter der Woche das NRW-Duell gegen Bayer Leverkusen mit 30:24 (12:15) für sich entscheiden konnte. International zeigte der BVB hingegen in der Delo EHF Champions League dem kroatischen Meister RK Podravka Vegeta Koprivnica die Grenzen beim 38:14 (16:8) klar auf. Vor allem mit Blick auf den Sprung in die KO-Runde ist das entscheidend, fünf Zähler Vorsprung haben die Westfälinnen bereits auf Rang 7. Überragende Spielerin war Alin Grijseels, die bei 15 Versuchen 15 Mal erfolgreich war.

„Der Unterschied heute war, dass Dortmund eine tolle Torfrau hatte und wir damit eine katastrophale Schussquote“, sagte Koprivnicas Trainer Goran Mrden. BVB-Chefcoach Andre Fuhr zeigte sich zufrieden: „Das waren zwei sehr wichtige Punkte, um die nächste Runde zu erreichen. Erfreulich war auch, dass unsere zweite Reihe nach der Pause gut eingeschlagen ist, dass es keinen Bruch gegeben hat. Tina Abdulla oder Fatos Kücükyildiz haben gezeigt, dass sie es können.“

Auf Rang 3 hat sich der Thüringer HC mit dem 31:26 (16:9) über die HSG Bad Wildungen Vipers geschoben. „Wir haben heute 20 Minuten das gespielt, was wir können. Die ersten 40 Minuten war nicht an der Leistung, die ich erwarte“, sagte Vipers-Trainerin Tessa Bremmer. THC-Chefcoach Herbert Müller zog einen Vergleich zum vergangenen European League Spiel: “Du brauchst eine Konstanz in deinem Handballspiel. Genau das ist es, was uns gegen Molde auf die Füße gefallen ist.“

Beim Sprung nach oben profitierte der THC auch vom 31:36 (17:17) der TuS Metzingen beim Buxtehuder SV. Der BSV hatte unter der Woche noch im Nachholspiel beim VfL Oldenburg mit 22:24 (10:14) verloren. Beide Teams haben nun jeweils 10:4 Zähler auf dem Konto. „Der Sieg geht völlig verdient an Buxtehude, die heute über 60 Minuten einfach überzeugender waren als wir. 36 Gegentore und die vielen technischen Fehler sprechen nicht gerade für das Spiel, dass wir uns vorstellen“, ärgerte sich Metzingens Trainerin Edina Rott. Dirk Leun sagte: „Wir haben heute gegen einen starken Gegner richtig stark gespielt und in der zweiten Halbzeit mehr Stabilität in die Abwehr reinbekommen. Das war am Ende der Schlüssel zum Erfolg.“

Das Mittelfeld wird angeführt vom SV Union Halle-Neustadt, der nach dem 28:25 (15:13) bei der HSG Bensheim/Auerbach nun 8:6 Zähler aufweist.  „Wenn man das gesamte Spiel sieht, dann ist der Sieg für Halle verdient.  Wir haben uns gut vorbereitet und wollten die zwei Punkte zu Hause behalten und stehen jetzt als Verlierer da. Wenn man das gesamte Spiel sieht, dann ist der Sieg für Halle verdient“, sagte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm, dessen Team mit 5:9 Zählern Neunter ist. Wildcats-Trainerin Katrin Welter ergänzte: „Ein Unentschieden wäre heute beiden Mannschaften gerecht geworden. Wir sind natürlich glücklich, dass wir die Punkte mitnehmen können.“

Zwischen Halle-Neustadt und Bensheim/Auerbach rangieren die HSG Blomberg-Lippe und die Sport-Union Neckarsulm mit jeweils 7:7 Zählern. Blomberg besiegte den BSV Sachsen Zwickau mit 31:24 (19:12). Ein Unentschieden wäre heute beiden Mannschaften gerecht geworden. Wir sind natürlich glücklich, dass wir die Punkte mitnehmen können“, so HSG-Chefcoach Steffen Birkner und BSV-Chefcoach Norman Rentsch analysierte:  „Wir haben das Spiel zu kompliziert gemacht, nicht die einfachen Lücken gesehen und die einfachen Entscheidungen getroffen.“

Im Freitagsspiel bei Eurosport konnte sich die Sport-Union Neckarsulm mit 27:26 (17:14) gegen die HL Buchholz 08-Rosengarten durchsetzen. „Leider haben sich die Mädels in der ersten Halbzeit nicht an die vereinbarten Absprachen gehalten und Johanna Stockschläder zu Kontern eingeladen, die sie auch alle verwandelt hat. In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht und nur 10 Tore zugelassen, leider eins zu viel“, betonte Luchse-Trainer Dubravko Prelcec. SUN-Trainerin Tanja Logvin freute sich hingegen: „Zwei Punkte stinken nicht und ich bin erst einmal glücklich, dass wir den Sieg geholt haben. Es war heute die Aufgabe, besser in der Abwehr zu stehen und 26 Gegentore sind nach den letzten Spielen ein Erfolg für uns.“