Zum Inhalt springen Zurück zum Seitenanfang

HBF kompakt: Topteams der 2. Liga mit Favoritensiege, Wuppertal verlässt Abstiegsplätze



In der 2. Handball Bundesliga Frauen standen am Wochenende fünf Partien des 20. Spieltags auf dem Programm. Die Spitzenteams zeigten keine Schwäche und konnten ihre Aufgaben lösen. Im Tabellenkeller fuhr der TVB Wuppertal zwei wichtige Punkte ein und schob sich auf einen Nichtabstiegsplatz.

SG 09 Kirchhof – BSV Sachsen Zwickau 22:30 (7:16)
Spitzenreiter BSV Sachsen Zwickau konnte seine Tabellenführung festigen. Die Sächsinnen haben nach dem 30:22-Auswärtserfolg bei der SG 09 Kirchhof nun zwei Punkte Vorsprung auf die Füchse Berlin, die ihr Heimspiel gegen den HC Leipzig bereits Ende Januar ausgetragen hatten.

„Wir wollten dem Gegner früh die Hoffnung nehmen und zeigen, dass wir die bessere Mannschaft sind“, kommentierte BSV-Coach Norman Rentsch das frühe 12:3 seiner Mannschaft und betonte: „Für uns zählt jedes Tor, um vorne zu bleiben.“

VfL Waiblingen – SG H2Ku Herrenberg 22:26 (11:14)
Bis auf einen Zähler an die Spreefüxxe herangerückt ist die SG H2Ku Herrenberg mit dem Derbyerfolg beim VfL Waiblingen. „Die Grundlage für diesen Erfolg haben wir definitiv in der Abwehr gelegt“, freute sich Mike Leibssle, dessen Schützlinge zu keinem Zeitpunkt der Partie in Rückstand lagen und ergänzte: „Unser Spiel über den Kreis war ebenfalls einer der Schlüssel zum Sieg.“

„Der Unterscheid war, dass Herrenberg das eingespieltere Team hat und sich durch seine Fehler nicht verunsichern ließ. Die sind immer wieder mit viel Zug und Zielstrebigkeit in den Angriff gegangen. Wir hingegen haben durch unsere Fehlwürfe immer mehr an Vertrauen verloren“, so Tigers-Coach Thomas Zeitz.

TuS Lintfort – HSG Freiburg 33:19 (15:7)
Tabellenvierter bleibt der TuS Lintfort. „Wir haben vor allem in der Abwehr gut gestanden und Laura Graef hat immer wieder ihre Klasse gezeigt“, so Lintforts Trainerin Bettina Grenz-Klein und ergänzte: „So muss man als Favorit auftreten und ich hatte zu keiner Phase des Spiels das Gefühl, dass wir diese Partie verlieren könnten.“

„Das war heute ein ganz ganz schwaches Spiel von uns, in jeglicher Hinsicht. Da war gar nichts dabei von letzter Woche und wir waren in jeder Phase, zu jedem Zeitpunkt, der Partie schlecht und haben in Abwehr und Angriff  gleichermaßen verheerend gespielt. Am Ende haben wir uns von einer sehr guten Mannschaft, die ganz oben dabei ist, abkochen lassen“, fasste Freiburgs Trainer Ralf Wiggenhauser die Partie aus seiner Sicht zusammen. Die Red Sparrows bleiben damit Schlusslicht des Unterhauses.

TSV Nord Harrislee – HSV Solingen-Gräfrath 26:31 (11:16)
In Schlagdistanz zu Lintfort folgt der HSV Solingen-Gräfrath 76, der mit dem 31:26-Auswärtserfolg nicht nur den fünften Platz festigte, sondern auch mit dem Gegner der TSV Nord Harrislee einen direkten Verfolger abschüttelte. Drei Punkte Vorsprung haben die bergischen Handballerinnen nun auf Waiblingen, Harrislee und Leipzig auf den Plätzen sechs bis acht. Der Zehnte Nürtingen und der Neunte Bremen kreuzen erst Ende April die Klingen.

HC Rödertal – TVB Wuppertal 17:27 (9:14)
Solingens Lokalrivale TVB Wuppertal kämpft mit aller Macht um den Klassenerhalt. Mit dem klaren 27:17 beim HC Rödertal springen die Handballgirls auf Rang elf und haben nun einen Zähler Vorpsrung auf die SG 09 Kirchhof. Die Rödertalbienen sind derweil, wie Freiburg, schon sechs Pluspunkte dahinter. „In der zweiten Hälfte kommen wir gar nicht ins Spiel und dann lassen sich die Spielerinnen auch zu schnell hängen“, so HCR-Chefcoach Karsten Schneider.

Dominik Schlechter lobte vor allem seine Abwehr, die aus seiner Sicht der Schlüssel zum Erfolg war: „Mit nur 17 Gegentoren kann man schon zufrieden sein! Vor allem über Danas (Centini, Anm.) Leistung habe ich mich sehr gefreut!“, so der TVB-Coach. Die Wuppertaler Torhüterin hatte an diesem Abend mit über 51% gehaltener Würfe eine großartige Quote erzielt.

Ausblick auf die kommende Woche
Am kommenden Samstag stehen die sieben Partien des 21. Spieltags auf dem Programm. Zwickau hat mit Waiblingen eine ebenso anspruchsvolle Heimaufgabe zu meistern wie Herrenberg, das Harrislee empfängt. Die Füchse Berlin haben hingegen bei Schlusslicht Freiburg eine vermeintlich leichte Hürde zu meistern. Im Abstiegskampf haben Kirchhof gegen Leipzig und Wuppertal gegen Lintfort ebenfalls schwierige Aufgaben zu meistern.

Die 1. Bundesliga wird nach der Nationalmannschaftspause ab  Mittwoch mit zwei Nachholpartien starten, wenn der VfL Oldenburg die HL Buchholz 08-Rosengarten empfängt und die SG BBM Bietigheim zum Topspiel bei Verfolger HSG Blomberg-Lippe antritt. Für das kommende Wochenende sind die Partien des 24. Spieltags terminiert.