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Christiane Baum, Red Sparrows Freiburg

Heimniederlage gegen Bremen



Red Sparrows HSG Freiburg – SV Werder Bremen 26:30 (12:18)

Die Red Sparrows können auch im siebten Anlauf keine Punkte in Freiburg halten, zeigen aber im Vergleich zu den Vorwochen eine deutliche Leistungssteigerung.

Auf sich selbst schauen und wieder ruhiger und klarer in ihrem im Spiel werden. Das war der Fokus, den Red Sparrows Coach Ralf Wiggenhauser im Vorfeld der Partie gesetzt hatte. Das Ziel sei gewesen, die eigenen Hausaufgaben zu erledigen. Um das zu erreichen, setzte Wiggenhauser zunächst auf eine ungewöhnliche Startformation. Liza Ehret und Luciana Villavicencio, welche beide noch nicht viele Spielminuten sammeln konnten in dieser Saison, starteten auf den Flügeln. Die eigentlich dort beheimatete Hannah Person zog dafür in die Mitte und Kathrin Disch von dort an den Kreis.

Die überraschende Aufstellung zeigte gleich zu Beginn Wirkung. Durch Treffer von Angelika Makelko (4) und Nadine Czok (10/7) erwischten die Red Sparrows einen Blitzstart in die Partie und gingen mit 4:0 in Führung. Die Bremerinnen, angeführt vom 17-jährigen Toptalent Nina Engel (7), sahen sich schon nach sechs Minuten gezwungen, das erste Timeout der Partie zu nehemen, welches nur bedingt eine Wirkung zeigte. Die Freiburgerinnen konnten den Impuls der Anfangsminuten weitertragen und setzten sich in der 11. Spielminute durch Treffer von Liza Ehret (3) und Luciana Villavicencio (1) auf 7:2 ab.

„Wir sind wirklich sehr sehr gut gestartet und hatten eine außergewöhnliche erste Sechs. Das war echt stark, wie sie das gemacht haben!“, kommentierte Wiggenhauser die Anfangsphase seiner Mannschaft. Die Gäste aus Bremen erholten sich langsam von der Anfangsphase und kamen nun besser ins Spiel. Spielmacherin Denise Engelke (4) und Kreisläuferin Naomi Conze (3) brachten die Werderanerinnen wieder zurück ins Spiel. Den 7:2-Anfangslauf der Freiburgerinnen konterten die Bremerinen mit einem eigenen 7:2-Lauf und glichen die Partie in der 19. Spielminute aus auf 9:9. Zwar konnte Liza Ehret die Freiburgerinnen erneut in Führung bringen, doch die Gäste wurden nun immer stärker und setzten sich mit einem 9:2-Lauf bis zum Pausenpfiff auf 18:12 ab.

„Die Tore für Bremen fielen in dieser Phase natürlich viel zu leicht. Obwohl wir in den ersten 15 Minuten nur vier Gegentore bekommen, gehen wir dann trotzdem mit 18 Gegentoren in die Halbzeit. Ich war gespannt, wie die Mannschaft da aus der Kabine kommt“, so Wiggenhauser.

Die Freiburgerinnen, die in der vergangenen Wochen immer wieder mit einem Leistungsabfall in der zweiten Halbzeit zu kämpfen hatten, kamen auch dieses Mal schleppend aus der Kabine, konnten sich aber, anders als in den Vorwochen, langsam wieder in die Partie kämpfen. Nadine Czok, die mit zehn Toren beste Werferin des Abends war, hielt die Red Sparrows mit einer souveränen Leistung von der Siebenmeter-Linie (7/7) im Spiel. In der Schlussphase war es dann vor allem Maja Zeides (5), die immer wieder aus der zweiten Reihe durchbrechend die Freibruger Aufholjagd antrieb.

Nach 55 Minuten brachte Maja Zeides die Red Sparrows mit ihrem Tor zum 23:25 auf zwei Tore ran. Die Bremerinnen konnten allerdings schnell zurückschlagen und Annika Fröhlich (3) brachte Werder mit zwei Toren wieder außer Greifweite für die Red Sparrows.

Am Ende verloren die Red Sparrows. trotz phasenweise sehr guten Leistungen, verdient mit 26:30 gegen die Gäste vom SV Werder Bremen, welche damit dieses Jahr weiter ungeschlagen bleiben. Die Freiburgerinnen verweilen indes auf der vorletzten Tabellenplatz mit 3:21 Punkten.

„Ich bin natürlich enttäuscht über das Ergebnis. Überhaupt nicht enttäuscht bin ich aber über das Spiel. War hatten einen guten Start, liegen dann zur Halbzeit deutlich zurück, kommen aber später wieder auf zwei, drei Tore ran. Bremen konnte allerdings immer wieder zurückschlagen und hat die entscheidenden Momente genutzt“, analysierte Trainer Ralf Wiggenhauser die Partie im Nachinein und fügte hinzu: „Insgesamt war ich mit dem Spiel sehr zufrieden, wenn ich berücksichtige, was wir reinbringen wollten. Viele unserer Spielerinnen konnten heute überzeugen, wie z.B eine Hannah Person oder eine Liza Ehret!“

Auch wenn sie noch keine Spielminuten sammelten, konnten zwei Red Sparrows ihr Debüt diese Saison feieren: Jessica Peter, die sich vergangene Saison einen Kreuzbandriss zuzog, kehrte nach Verlertzungspause wieder zurück in den Kader. Ebenso kam Johanna Chaumet zu ihrem ersten Saisonauftritt im Trikot der Red Sparrows!

Ausblick:
Nächste Woche geht es für die Red Sparrows zum Überraschungsteam der Saison, dem HSV Solingen-Gräfrath. Die Partie findet am 23.1.2021 statt. Anpfiff ist um 18:15 Uhr. Die Partie wird live auf sportdeutschland.tv übertragen!Spielverlauf: 4:0 (6′), 7:2 (11′), 9:9 (19′), 11:17 (28′), 12:18 (30′); 15:20 (40′), 18:22 (45′), 19:24 (48′), 23:25 (55′), 25:28 (58′), 26:30 (60′)

HSG Freiburg – SV Werder Bremen 26:30 (12:18)

HSG Freiburg: Svenja Wunsch, Lena Wiggenhauser, Salome Kuss, Angelika Makelko (4), Johanna Chaumet, Carolin Spinner (1), Kathrin Disch, Nadine Czok (10/7), Leonie Hartl, Simone Falk, Maja Zeides (5), Liza Ehret (3), Luciana Villavicencio (1), Marie Lipps, Jessica Peter, Ralf Sausmann, Ralf Wiggenhauser, Klaus BergmannChristiane Baum (2) – Hannah Person; Trainer: Ralf Wiggenhauser

SV Werder Bremen: Danique Trooster, Victoria Nigbur, Merle Heidergott (4), Naomi Conze (3), Nina Engel (7), Lena Thomas, Jordis Mehrtens, Rabea Nesslage (3/2), Sarah Seidel (2), Denise Engelke (4), Maren Gajewski (2), Laura Sposato (1), Annika Fröhlich (3), Pia Dopke, Alina Defayay (1), Mirco Schulze, Robert Nijdam, Melanie Wilm; Trainer: Robert Nijdam

Schiedsrichter: Tobias Schmack, Philipp Dinges

Gelb: Marie Lipps (3.), Kathrin Disch (3.), Angelika Makelko (2.) / Maren Gajewski (2.), Denise Engelke (8.), Naomi Conze (3.)

Strafminuten: 0:4

2 Minuten: – / Sarah Seidel, Alina Defayay