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Tim Jud, HSG Konstanz

HSG Konstanz – TV Großwallstadt



HSG Konstanz gegen Altmeister Großwallstadt mit „Veränderungen in allen Bereichen“

Nach der frustrierenden 25:26-Niederlage in Fürstenfeldbruck wird bei der HSG Konstanz einiges verändert. So soll am Mittwoch gegen den Traditionsverein TV Großwallstadt, am Samstag in Hamm und am kommenden Mittwoch gegen Emsdetten trotz ausgedünnter Personaldecke die dringend nötige Leistungssteigerung und Konstanz über die volle Spielzeit gelingen. Die Partie wird ab 19.40 Uhr im kostenlosen Livestream auf www.hsgkonstanz.de/livestream  mit zwei Kameraperspektiven, zwei Kommentatoren sowie Vor- und Nachberichterstattung übertragen.

Vom Traum zum Albtraum: Unter normalen Umständen hätte sich die HSG Konstanz gegen den mit sieben deutschen Meisterschaften, vier DHB-Pokalsiegen sowie fünf internationalen Titeln zu den erfolgreichsten Handballvereinen in Deutschland zählenden Traditionsverein TV Großwallstadt auf ein großes Handball-Fest in ausverkaufter Schänzle-Hölle gefreut. Nun ist die Stimmungslage aus vielerlei Gründen eine ganz andere. Schon atmosphärisch wird sich die Lage weiter verschlechtern, denn anders als an allen anderen Bundesligastandorten lässt die Stadt keine der üblichen ehrenamtlichen Auf- und Abbauhelfer während des Spiels in der Halle zu, die mit ein paar Trommeln versucht hatten wenigstens einen Rest von Stimmung zu erzeugen. Für die HSG trotz des Nachteils verständlich, die diese Entscheidung akzeptiert. „Wir können nur unserer Linie treu bleiben und in dieser schwierigen Situation zusammenstehen“, sagt Präsident Otto Eblen und wird fast philosophisch: „Die Weihnachtsbotschaft hat in diesem Jahr eine ganz andere Bedeutung. Ein friedliches Weihnachtsfest können wir nur feiern, wenn wir gesund bleiben. Dafür haben wir bei dieser Pandemie jeder für sich die Verantwortung. Wir werden kein Risiko für unsere Mitarbeiter und Zuschauer eingehen.“ Ebenfalls nicht zur Stimmung beigetragen hat die vor allem in den ersten 20 Minuten schwache Vorstellung in Fürstenfeldbruck. Die Leichtigkeit fehlt, wichtige Spieler und die Form.

So gab es zuletzt intern deutliche Ansagen und nun folgende Veränderungen in vielen Bereichen. „Das Positive ist, dass die Spiele zeigen, dass wir es auch anders können“, so Daniel Eblen. Auf der anderen Seite bleiben die sich wiederholenden Probleme in der Anfangsphase und viel zu große Leistungsschwankungen mit großen Defiziten in der Chancenverwertung. Von Anfang an müsse man da sein, fordert der HSG-Coach. „Wir müssen alles versuchen“, ist die klare Ansage, der „neue Reize“ folgen sollen. Dafür wird einiges verändert. Beim Aufwärmen, in der Videovorbereitung und auch im Kader, in dem Kai Mittendorf aus der U23 in den nächsten Begegnungen aushelfen wird. Jeder müsse nun zeigen, dass es nicht an der Qualität liegt, erklärt der 46-Jährige. Mehr Fokus, mehr Entschlossenheit werden erwartet. Denn: „Wir können zeigen, dass wir 35 Minuten sechs Tore besser sind. Aber wir schaffen es, in 20 Minuten sieben schlechter zu sein.“ Diese Ausschläge gilt es abzustellen, um gegen Großwallstadt ein weiteres wichtiges Duell für sich zu entscheiden.

Der ruhmreiche TVG stellt sich dabei zum ersten Mal in einem Pflichtspiel in Konstanz vor und beeindruckt vor allem mit der fünftbesten Auswärtsbilanz der Liga. 8:4 Punkte in fremder Halle konnte sich das mit jungen Talenten und internationaler Erfahrung ausgestattete Team bereits sichern. „Wir spielen aber alle in der 2. Liga und müssen uns nicht verstecken. Wir freuen uns darauf, gegen Großwallstadt spielen zu dürfen und sind in dieser Liga, um solche Teams zu schlagen.“ Großwallstadt konnte vor einigen Wochen noch einen echten Transfercoup landen und sich mit Savvas Savvas einen zwei Jahre für Erstligist GWD Minden tätigen Shooter sichern, der zuvor mit 289 Treffern Torschützenkönig im Bundesliga-Unterhaus geworden war. Auf die Wurfgewalt aus dem Rückraum, gepaart mit guten Kreisläufern muss die HSG besonders achten – und genau diese im eigenen Aufgebot vorhandenen Qualitäten einbringen.

Damit es nach einem Training am 24. Dezember mit besserer Stimmung in den Heiligabend gehen kann, ehe am ersten Weihnachtsfeiertag die Reise nach Hamm bevorsteht. Dort soll einen Tag später wieder alles unternommen werden. „Es ist gerade in der jetzigen Zeit alles möglich“, stellt der Konstanzer Übungsleiter klar. „Auch eine positive Überraschung. Dafür müssen wir alles tun.“ Am 30. Dezember kommt schließlich noch der TV Emsdetten an den Bodensee.

Die Partie gegen Großwallstadt wird ab 19.40 Uhr im kostenlosen Livestream auf www.hsgkonstanz.de/livestream  mit zwei Kameraperspektiven, zwei Kommentatoren sowie Vor- und Nachberichterstattung übertragen.