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Jonas Hadlich HSG Konstanz

HSG Konstanz U23 – TuS Steißlingen 29:33 (12:18)



Aufholjagd der U23 der HSG Konstanz im Derby kommt zu spät – nächstes Heimspiel am Samstag

HSG Konstanz U23 – TSV Schmiden (Samstag, 20 Uhr, Schänzle-Sporthalle)

Die U23 der HSG Konstanz musste nach einer schwachen ersten Halbzeit eine bittere 29:33 (12:18)-Niederlage im Derby gegen den TuS Steißlingen hinnehmen. Schon am Samstag, 20 Uhr, bietet sich in der Schänzle-Sporthalle gegen den TSV Schmiden die nächste Gelegenheit zum Befreiungsschlag.

Jonas Hadlich und Lukas Herrmann kauerten nach dem Schlusspfiff am Torpfosten. Der Blick ging irgendwo ins Nirgendwo, restlos bedient vom eben Geschehenen. Leere, große Enttäuschung und etwas Sprachlosigkeit machte sich breit nach einer ersten Halbzeit, die viele Fragen offen lässt. In den ersten Minuten war nur eine Mannschaft eines Derbys angemessen mit der nötigen Aggressivität und Entschlossenheit zu erkennen: der TuS Steißlingen. Die Hegauer spielten leidenschaftlich und mit viel Einsatz und brachten alles auf die Platte, was sie hatten. Viel Bewegung, viele Emotionen und vor allem Konsequenz. Immer wieder stach der TuS in die Schnittstellen der HSG und kam so relativ unbrängt zu guten Abschlüssen. Daniel Hipp besorgte nach etwas mehr als 11 Minuten so schon die 9:4-Führung für die Gäste. Genug für Vitor Baricelli und Benjamin Schweda. „Wir sind nicht zufrieden, die Jungs auch nicht“, winkte der 25-jährige Trainer ab. Völlig fertig waren die jungen Konstanzer nach der Enttäuschung im ersten Durchgang. Denn wirklich besser wurde es trotz einiger Korrekturen zunächst nicht. Matthias Biedermann war es, der gar auf 15:8 stellte (22.). Es bahnte sich ein Debakel für die Gelb-Blauen an.

In der Halbzeit jedoch fanden Baricelli und Schweda die richtigen Worte und Konstanz kam wie verwandelt aus der Kabine, wirkte nun endlich richtig im Derby angekommen. Mit mehr Galligkeit und Entschlossenheit und deutlich stabilerer Defensive starte die große Aufholjagd. Jens Koester ließ die Drittliga-Reserve jubeln und hoffen. Beim 19:20 war nach 41 Minuten der Anschluss geschafft. Nun gab es einen spannenden, intensiven Schlagabtausch. Immer wieder hatten die Konstanzer klarste Chancen zum Ausgleich – doch reihenweise ließen sie freie Gelegenheiten aus. Es war zum Haareraufen für die HSG-Fans. Und es kam noch schlimmer. Acht Minuten vor Schluss hatte Steißlingen die Konstanzer Nachlässigkeiten in der Chancenverwertung mit der 27:23-Führung bestraft. Danach lief der HSG die Zeit davon und die Hegauer bejubelten schließlich den ersten Erfolg gegen die U23 der HSG in der Oberliga überhaupt.

„In der zweiten Halbzeit haben wir 15 Minuten gut gespielt. Machen wir ein Tor mehr in dieser Phase, wird das Spiel anders. Aber dieses eine Tor schaffen wir nicht“, sagte Baricelli enttäuscht. „Wir müssen weiterarbeiten und nach vorne sehen aber es tut richtig weh, so zu verlieren.“ Die jüngste Mannschaft der Oberliga möchte bereits am Samstag, 20 Uhr, im dritten Heimspiel innerhalb von sieben Tagen gegen Schmiden den Bock umstoßen. Baricelli möchte nun „auf uns schauen. Wir müssen uns an die richtig gute Leistung gegen Schutterwald vor der Spielpause erinnern. Diese Leistung gilt es wiederfinden. Aus den letzten beiden Spielen müssen wir lernen und wieder mit dieser Spielfreude auftreten.“ Einfacher wird die Aufgabe gegen einen Gegner, der wieder alles im Kampf um den Klassenerhalt investieren wird, jedoch nicht.

HSG Konstanz U23: Lukas Herrmann, Moritz Ebert (beide Tor); Marvin Böhlefeld (3), Pascal Mack, Jan Stotten (5), Nico Koch (3), Gianluca Herbel (10/9), Luca Merz (3), Constantin Eich, Jo Knipp (2), Jens Koester (2), Leandro Lioi, Jonas Hadlich (1), Adam Czako.

Trainer: Vitor de Faria Baricelli und Benjamin Schweda

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