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Filip Baranasic, HBW Balingen-Weilstetten 2

Jung-Gallier weiter ohne Erfolgserlebnis



VfL Pfullingen – HBW Balingen-Weilstetten II 34:28 (15:13)

Nun ist es doch wieder nichts geworden mit dem ersten Erfolgserlebnis im neuen Jahr: Handball-Drittligist HBW Balingen-Weilstetten II musste sich im Derby beim VfL Pfullingen deutlich mit 28:34 (13:15) geschlagen geben. Damit konnten sich die Schützlinge von Trainer Micha Thiemann nicht vom ungeliebten Platz 7 absetzen, sondern rutschten durch den Willstätter Sieg vielmehr auf ebendiesen zurück.

„Dass der Druck steigt, ist nicht von der Hand zu weisen, aber im Entwicklungsprozess der Mannschaft ist das eine Phase, aus der die Jungs extrem viel lernen und gestärkt daraus hervorgehen können“, analysiert der HBW-Coach. „Meine Mannschaft hat es in der Abwehr in vielen Phasen nicht schlecht gemacht, wir haben ihre absoluten Stärken zumindest eingedämmt.“ Der Schlüssel zum Misserfolg war ein anderer: „Wir haben uns selbst ein Bein gestellt mit viel zu vielen Fehlern im Angriff und haben dadurch Pfullingen eingeladen, einfache Tore zu machen.“

Nach solidem Beginn mussten die Jung-Gallier schon früh abreißen lassen, nach dem 4:2 durch Jan Bitzer folgte eine Phase von Pleiten, Pech und Pannen – und die routinierten „Echazkrokodile“ zogen schnell auf 10:5. Da konnte auch ein gehaltener Siebenmeter des erneut starken Filip Baranasic nichts ändern. Diesem Rückstand hechelte der HBW II nun hinterher, erst in den letzten Minuten vor der Pause gelang es, auf 15:13 heranzukommen. Nach der Pause folgte jedoch keine weitere Aufholjagd, im Gegenteil konnte Pfullingen wieder davonziehen, durch Routinier Alexander Schmid hieß es nach 38 Minuten schon 23:17. Zu selten gelangen einfache Treffer wie jene des Keepers, der zweimal über das gesamte Feld ins leere Tor traf. Aus dem Rückraum kam zu wenig, die Verunsicherung nahm zu, je länger das Spiel dauerte. So stand am Ende in verdientes 34:28 für Pfullingen, das „nicht einmal ein überragendes Spiel, aber es war alles grundsolide.“

Das Fazit von Thiemann ist zugleich eine Kampfansage für die Restvorrunde: „ Wir haben sehr couragiert begonnen, uns dann aber selbst in eine Negativspirale reinmanövriert, durch viel zu viele einfache Fehler im Angriff. Wir müssen jetzt ganz schnell die Kurve kriegen, vor allem mental, dass nach einem Negativerlebnis der Kopf nicht runter geht, sondern wir weiter machen und uns auf unsere Stärken besinnen. Jetzt heißt es, hart zu trainieren, dann kommen auch wieder bessere Leistungen

Nächste Woche gegen Bruck müssen wir wieder alles reinhauen und mit etwas mehr Matchglück endlich punkten. Die Qualität ist da – jetzt gilt es, die PS wieder auf die Piste zu bringen“.

Spielfilm: 4:1, 10:5, 13:8, 15:13 – 21:16, 25:20, 29:23, 34:28.

HBW Balingen-Weilstetten II: Baranasic (2), Hummel; Fügel (3), Fuoß (3/1), Huber Bitzer (4), Jerry, Foth, Wagner (2), Bänsch, Munzinger (1), Mastrocola (4), Hildenbrand (4), Wente, Mann (2).

Filip Baranasic, HBW Balingen-Weilstetten
Filip Baranasic (Foto: Kara)