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Mika Komin, HSG Konstanz

Katastrophe gegen Coburg



A-Jugend der HSG Konstanz mit kollektivem Blackout gegen Coburg.

Katastrophe gegen Coburg: Nach dem Handball-Fest und furioser Vorstellung gegen Göppingen hatte die A-Jugend der HSG Konstanz gegen den mit nur neun Spielern angereisten Gast aus Bayern einen rabenschwarzen Tag. Völlig von der Rolle verlor Konstanz verdient gegen aufopferungsvoll kämpfende Gäste mit 31:33 (12:15).

Die hatten sich mit letzter Kraft zum Erfolg geschleppt und konnten ihr Glück kaum fassen. Auf der anderen Seite war die Sprachlosigkeit ob der eigenen Leistung mindestens genauso groß. Unerklärlich hektisch, mut- und kraftlos, einfach nicht entschlossen genug präsentierten sich die Gelb-Blauen. Es war das Kontrastprogramm zur Leistung eine Woche zuvor. Vom bärenstarken Auftritt gegen Frisch Auf war nichts mehr zu sehen. Die Spielanlagen beider Teams hätte dabei nicht unterschiedlicher sein können. Konstanz wollte Tempo gehen, stellte sich aber immer wieder selbst ein Bein. Entweder man war zu ungenau und verlor den Ball, oder aber scheitere allzu oft völlig frei am starken Gästekeeper Paul Hempel, der sich von Parade zu Parade mehr in die Konstanzer Köpfe fraß. In der Deckung machte dem Drittliga-Nachwuchs zudem der frühe Ausfall im Innenblock von Ben Widmann zu schaffen, der auch noch unglücklich am Trikot seines Gegenspielers hängen geblieben war und sich am Daumen verletzt hatte.

Coburg hingegen spielte extrem behäbig und reizte seine Angriffe in aller Ruhe immer bis zur allerletzten Möglichkeit aus, die die beiden Unparteiischen ihnen zugestanden. Oft wurde der Kontakt für einen Freiwurf gesucht, nochmal quer gespielt – bis Janis Pavels Valkovskis angerauscht kam und aus dem Rückraum den Ball irgendwie in das Tor wuchtete. Ganze 15 Mal war dieses Mittel erfolgreich. Bis zuletzt konnte Konstanz dem wenig entgegensetzen. Vieles blieb Stückwerk und der richtige Ruck, der durch die Mannschaft ging, die letzte Entschlossenheit, wollte sich nicht einstellen. Weder die 5:3-Führung, noch der Ausgleich zum 9:9 gaben Sicherheit. Stattdessen legte Coburg mit vier Toren vor (20:16). Danach wurde es trotz der vielen Unzulänglichkeiten noch einmal spannend: Fynn Osann, Mika Komin und Marius Dreher stellten immer wieder den Abschluss her und „man hatte das Gefühl, dass das Momentan kippen könnte“, so ein enttäuschter Daniel Behrendt. Doch der HSG-Coach hoffte vergeblich. Der HSC verschleppte das Tempo geschickt, Konstanz stolperte in Hektik zu den nächsten der insgesamt knapp 20 Fehlwürfe aus besten Positionen. Den Kampf konnte man Konstanz dabei nicht absprechen, doch es fehlte das Glück bei Aluminium-Treffern und die Sicherheit in den eigenen Aktionen.

Die Oberfranken spielten befreit und ruhig einen 27:22-Vorsprung heraus, ehe die HSG am Ende doch noch ganz dicht am Punkt war, den Valkovskis elf Sekunden vor Schluss endgültig für die Gäste einpackte. „Wir hatten eine katastrophale Chancenverwertung. Wenn man 20 Würfe nicht reinmacht, verliert man“, sagte Behrendt. „Wir müssen zusehen, uns schnell zu stabilisieren. Noch ist nichts verloren, aber das war ein Schuss vor den Bug. In Allach müssen wir uns anders präsenteren.“

HSG Konstanz – HSC 2000 Coburg 31:33 (12:15)

HSG Konstanz: Noah Frensel, Jason Moses (beide Tor); David Soos (1), Tim Koch, Nick Siegner, Fynn Osann (4), Marius Dreher (3), Lucas Farias-Veeser (2), Sven Müller (3), Moritz Ullrich (3), Fabian Zeller (3), Jona Mauch (8/2), Ben Widmann, Mika-Ante Komin (4). Trainer: Daniel Behrendt

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