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Marcel Lenz, HC Oppenweiler/Backnang

Mit mehr Fluss und Kollektivität nachlegen



Der HCOB will in Günzburg erneut gut verteidigen und vorne verbessert auftreten

Der Sieg gegen den TV 08 Willstätt war wichtig fürs Punktekonto und für Selbstvertrauen. In der Auswärtspartie beim VfL Günzburg wollen die Drittliga-Handballer des HC Oppenweiler/Backnang nachlegen und durch den nächsten Sieg Rang sechs festigen. Den Grundstein wollen die Murrtaler erneut in der Abwehr legen, im Angriff wünscht sich Trainer Matthias Heineke „mehr Fluss und Kollektivität.“ Gespielt wird am Samstag um 20 Uhr in der Günzburger Rebayhalle.

Damit steht vor dem Match im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben fest: Die Handballer des HCOB lernen eine neue Halle kennen, zum einzigen Mal in dieser Saison. Die Zielsetzung ist klar, die Murrtaler wollen sich wie im Hinspiel gegen den letztjährigen Aufsteiger durchsetzen. Im Kampf um einen der Plätze in der vorderen Tabellenhälfte und gegen das Abrutschen auf Rang sieben, der die Teilnahme an einer Abstiegsrunde nach sich ziehen würde, ist jeder Zähler Gold wert. Vier Teams kämpfen an dieser spannenden Schnittstelle um die Ränge: Balingen-Weilstetten II, Kornwestheim, Willstätt und der HCOB. Sie sind nur einen Punkt voneinander getrennt, da kann es an jedem Wochenende Platzierungsänderungen geben. Darum sind Siege so wichtig.

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Die HCOB-Handballer verbesserten ihre Ausgangslage durch den Heimsieg gegen den TV 08 Willstätt. Trainer Matthias Heineke vertritt die Ansicht, dass es für sein Team wichtig zu sehen war, „wie wir uns in der Abwehr für unseren Fleiß, die Laufwege und die gegenseitigen Hilfen belohnt haben.“ Es gelang seinem Team auch, Fehler des Gegners mit Kontertoren zu bestrafen und dadurch viel Druck auf sie auszuüben. Eine Wiederholung ist in Günzburg erwünscht. Dabei müssen sich die Gäste auf kampstarke Spieler mit Stärken im Eins-gegen-Eins einstellen. Im eigenen Angriffsspiel sieht der Coach einiges an Verbesserungspotenzial. „Da können wir flüssiger und kollektiver spielen als letzte Woche.“ In der Rebayhalle erwartet er einen Gegner, der mit einer offensiven 5:1-Abwehr agiert und sehr auf Ballgewinne aus ist. „Da brauchen wir taktische Disziplin und Durchsetzungsvermögen.“

Während die HCOB-Handballer am vergangenen Wochenende ins Handballjahr 2022 starteten, liegt Günzburgs letztes Duell schon einige Wochen zurück. Ein Vorteil für die Gäste? HCOB-Coach Matthias Heineke sagt: „Unter normalen Umständen wäre das ein Vorteil, ja.“ Aber die derzeitige Lage ist bei vielen Vereinen angespannt. „Die Kader bei den Handballvereinen können sich derzeit durch Corona-bedingte Ausfälle fast täglich verändern“, bedauert der Coach. „Auch wir müssen erst einmal sehen, wer am Samstag spielen kann.“ Sicher ist, in Bestbesetzung können die Murrtaler nicht in der 21000 Einwohner großen Stadt an der Donau antreten.

Über den Gegner

Die Handballer des VfL Günzburg belegen unter den zwölf Mannschaften der Südstaffel den zehnten Rang. Das Team von Trainer Gabor Czako fuhr drei Siege ein, und zwar in Serie. Dem Erfolg gegen den TSV Blaustein folgte der Coup beim TV 08 Willstätt, dann legte die Mannschaft beim TV Plochingen nach.  Ende der Saison soll der Ligaverbleib stehen. Der Verein spielt seit eineinhalb Jahren in der Dritten Liga. Dieser Aufstieg war das Ergebnis eines langanhaltenden Aufwärtstrends. Vor einigen Jahren hatte Günzburg noch in der Bezirksoberliga gespielt. Nun knüpft der Club an seine ruhmreiche Vergangenheit an, die ihn in den 80er Jahren bis in den Europapokal geführt hatte.

Rund ums Spiel

In Günzburg dürfen Zuschauer in die Halle. Die Regularien für den Einlass sind in Bayern derzeit ähnlich wie in Baden-Württemberg. Wer anreisen möchte, kann sich auf der Internetseite des VfL informieren und eine Eintrittskarte kaufen. Es wird auch eine Abendkasse geben. Der HCOB bietet dieses Mal keinen Fanbus an.

Die Begegnung wird live auf Sportdeutschland.TV übertragen. Wer zuschauen möchte, benötigt einen Account und ein Ticket zum Preis von 4,50 Euro.