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Philipp Maurer, HC Oppenweiler/Backnang

Müssen dem Spiel unseren Stempel aufdrücken



Der HCOB tritt im letzten Match des Jahres 2021 beim TSV Blaustein an.

Bereitmachen für den Jahres-Endspurt: Die Handballer des HC Oppenweiler/Backnang treten am Samstag um 20 Uhr letztmals im Jahr 2021 an. Es geht zum TSV Blaustein in die Lixsporthalle. Dort ist ein Sieg nicht nur das erklärte Ziel, sondern auch elementar wichtig, um im Rennen um einen Platz in der vorderen Tabellenhälfte – dieser ist erforderlich, um nicht in der Abstiegsrunde zu landen – keinen Boden zu verlieren. Blaustein ließ zuletzt mit Erfolgserlebnissen aufhorchen.

Die Handballer des HCOB mussten sich nach zuvor drei Siegen gegen Tabellenführer HSG Konstanz knapp geschlagen geben. 32:33 hieß es nach 60 nervenaufreibenden Minuten, dabei bot der HCOB gegen den Liga-Dominator eine gute Leistung. Eine Punkteteilung wäre wohl das gerechtere Ergebnis gewesen. Weil daraus nichts wurde, sagt Matthias Heineke einerseits: „Es war ein tolles Spiel von uns, weil wir die Übermannschaft der Liga am Rande eine Niederlage hatten.“ Andererseits gesteht der Coach, „dass wir im Kontext mit den beiden anderen Heimniederlagen gegen den VfL Pfullingen und gegen HBW Balingen-Weilstetten II an diesem Samstag besonders enttäuscht waren, weil wir zum wiederholten Mal ein gutes Spiel nicht in einen Sieg ummünzen konnten.“

Tabellarisch rutschten die Murrtaler (14:12 Punkte) aufgrund der Niederlage auf Rang sieben ab. Dieser würde am Ende der Saison den Gang in die Abstiegsrunde bedeuten. Darum wollen ihn die Murrtaler schnell wieder verlassen. Mit Kornwestheim, Willstätt und Balingen-Weilstetten II sind drei Clubs maximal zwei Punkte entfernt. Dass der Druck auf seine Mannschaft nun zugenommen habe, sieht Trainer Matthias Heineke nicht, denn „der Druck ist in dieser Runde seit dem ersten Spieltag sehr hoch – und er wird es wohl bis zum letzten Spieltag bleiben.“ Die Erwartungshaltung, die Punkte aus Blaustein mitzunehmen, sei so oder so hoch. Der Trend – drei Siege hintereinander und die trotz Niederlage starke Leistung gegen Konstanz – lassen den HCOB selbstbewusst ins Blautal reisen.

Allerdings sammelte der Club aus dem Alb-Donau-Kreis zuletzt Selbstvertrauen. Mit dem Sieg gegen den HBW II gelang der Mannschaft eine Überraschung, auch im Derby in Söflingen stand der Club knapp vor einem Erfolgserlebnis. Die Rote Laterne hat die Mannschaft durch diese Erfolge an den TV Plochingen weitergeleitet. „Der Trainerwechsel zu Markus Müller-Klemencic hat ihnen mehr Struktur gegeben“, findet HCOB-Coach Matthias Heineke. Der zuvor als Spielertrainer aktive Jan-Marco Behr agiere, befreit von der Doppelfunktion, mit aufsteigender Form. Auch der vor dieser Spielzeit aus Nordmazedonien geholte Rückraumwerfer Nikola Potic setzte wiederholt Akzente.

Für die Handballer des HC Oppenweiler/Backnang heißt es deshalb, die Aufgabe in Blaustein mit hoher Konzentration und viel Zielstrebigkeit anzugehen. Es gilt, die Favoritenrolle aufs Spielfeld zu bringen und den Sieg aus dem Hinspiel zu wiederholen. Trainer Matthias Heineke hat dabei klare Vorstellungen, wie das gehen kann: „Wir müssen dem Spiel unseren Stempel aufdrücken, wieder eine couragierte Abwehrleistung bringen – und 60 Minuten aufs Tempo drücken.“

Rund ums Spiel

Die Begegnung wird live auf Sportdeutschland.TV übertragen. Wer zuschauen möchte, benötigt einen Account und ein Ticket zum Preis von 4,50 Euro.

Der VfL Günzburg beklagt Verletzungspech: Balazs Toth, Rückraumspieler aus Ungarn, hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen und fällt für lange Zeit aus.

Bei der TSG Haßloch, in den vergangenen Jahren einer der häufigsten Gegner des HCOB, ist Trainer Tobias Job zurück auf der Trainerbank. Er löst Thomas Müller ab, der als Sportlicher Leiter weiterhin gut beschäftigt ist. Haßloch spielt derzeit in der Südwest-Staffel der Dritten Liga.

Infos zum TSV Blaustein

Der TSV Blaustein musste lange auf den ersten Sieg warten. Er gelang vor zwei Wochen in der Heimpartie gegen HBW Balingen-Weilstetten II. Der vom HC Metalurg Skopje gekommene Rückraumwerfer Nikola Potic sorgte mit einem direkt verwandelten Freiwurf nach Spielende für Glücksgefühle beim Team aus dem Alb-Donau-Kreis. Im Derby bei der TSG Söflingen wäre am vergangenen Wochenende fast der zweite Erfolg in Serie gelungen. Nun aber musste Blaustein durch einen Siebenmetertreffer nach Spielende den Ausgleich hinnehmen. Der zu Beginn der Saison (und in den Jahren zuvor) als Spielertrainer aktive Jan-Marco Behr beschränkt sich seit einigen Wochen aufs Spielen. Neuer Trainer ist Markus Klemencic-Müller aus Bregenz. Dessen Schwerpunkt als Spieler und Coach lag bislang bei Vereinen in Vorarlberg und in der Ostschweiz.