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Jacob Funk, TuS Helmlingen

Nach einer guten ersten Hälfte folgte der Einbruch im zweiten Durchgang



Der Auftritt der A-Jungend des TuS Helmlingen in München war das Spiegelbild der Spiele im Herbst 2020.

Es gab das gute Gesicht des TuS und das weniger Gute. Das weniger Gute überwog dabei. Nur über 20 Minuten konnten die Jungs von Trainer Thomas Schuppan das Spiel ausgeglichen gestalten bzw. sogar mit Vorteilen belegen. Fast schon sensationell lag man zur Pause nur mit 15:16 im Rückstand. In Durchgang zwei gab es wieder den berühmten Einbruch und die Gastgeber des TSV Allach warfen einen sicheren 36:24 Erfolg heraus, der natürlich verdient war, jedoch in dieser Höhe vorwiegend der Lethargie der Helmlingen zu verdanken war.

Helmlingen brauchte fünf Angriffe bis zum ersten Treffer durch Jacob Funk zum 1:3. Dorian Caleta und der Pfosten verhinderte bereits hier einen höheren Rückstand. Die Überlegenheit der Gastgeber führte zu einer 8:3 Führung und es war einem Angst und Bange um die Südbadener. Mit neuen Kräften von der Bank fing sich Helmlingen. Elias Meier vom kreis und zweimal Rouven Horn verkürzten auf 6:8. Dorian Caleta im Helmlinger Kasten vereitelte einen Siebenmeter und gab weiteren Rückenwind. Allach erhöhte kurzzeitig auf 11:8 ehe der TuS viermal zuschlug. Mit Ballgewinnen in der Abwehr war innerhalb von drei Minuten nicht nur der Rückstand aufgeholt, der krasse Außenseiter ging gar 12:11 in Führung. Lange Gesichter auf der Bank der Münchener Vorstädter, denn der TuS blieb am Drücker und behielt die Führung stetig bis zum 15:14. Aufgrund einer Unterzahlsituation kam der wankende Gastgeber noch zur 16:15 Führung zur Halbzeit. Dem Verlauf nach war das Ergebnis gerecht. Der TSV Allach vergab viele gute Einwurfmöglichkeiten und die Helmlinger legten ihre Anfangsnervosität ab und waren zweitweise das bessere Team.

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Ohne den verletzten Nico Funk fehlte in Durchgang zwei ein weiterer Rückraumspieler. So entschied sich Luis Fien kurzerhand nach seiner langen verletzungspause zum unerwarteten Comeback. r Luis Fien. Keine 50 Sekunden auf dem Spielfeld erzielte er den Ausgleich und Elias Meier brachte die Blau-Weißen mit 17:16 in Front. Was dann passierte ist unerklärbar. Alle guten Vorsätze waren wie an einer Schnur abgeschnitten. Fehlwürfe, Abspielfehler und unnötige Eins gegen Eins Situationen lähmte das Team und deren Spiel. Allach baute durch viele einfache Tore den Vorsprung kontinuierlich aus. Jacob Funk, seines Zeichens wieder bester Torschütze, ging allmählich die Kraft aus und so rutschte der TuS noch in eine hohe Niederlage. Der TSV Allach hielt mit dem verdienten 36:24 Sieg die Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale offen. Thomas Schuppan hielt sich dann auch an der guten Phase auf. „Genau die starke Phase müssen sich die Spieler vergegenwärtigen, die gute Szenen sollen im Gedächtnis mitgenommen werden. Ein wenig enttäuscht bin ich nur über die Höhe der Niederlage.“ (Bericht: Thomas Bantel)

TSV Allach – TuS Helmlingen 36:24 (16:15)

TuS Helmlingen: Dorian Caleta und Daniel Siewert im Tor; Jonas Haas, Nico Seiert 1, Nico Funk 1, Luis Fien 4/1, Manuel Meyer 1, Jacob Funk 8, Raphael Jörger, Rouven Horn 2, Hannes Schmitt, Haris Avdovic 1 und Elias Meier 3.

Schiedsrichter: Yannik Haas und Sebastian Wilken von der HSG Dietmannsried/Altusried
Zeitstrafen: beide Mannschaften je 8 Minuten
Siebenmeter: Allach 4/2 und Helmlingen 2/1