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Lockdown verlängert bis 07.03.2021

Saison 2020/2021 mit heutiger Information durch den SHV abgesagt!

Markus Dangers

„Nochmal richtigen Schritt nach vorne gemacht“



HSG Konstanz verabschiedet Kreisläufer zu Erstligist

Die Liste der Spieler, die über die HSG Konstanz in die 1. Bundesliga gewechselt sind, ist inzwischen lang. Mit Kreisläufer Markus Dangers reiht sich ein weiterer Akteur ein und wird die HSG im Sommer zu einem Erstligisten verlassen. „Markus hat im letzten Jahr bei uns noch einmal einen richtigen Schritt nach vorne gemacht. Mit dieser Qualität ist er auch für solche Teams interessant“, sagt André Melchert. „Das gönnen wir ihm alle. Sportlich und finanziell können wir ihm nicht dasselbe ermöglichen.“

Der Sportliche Leiter der HSG Konstanz muss damit in der neuen Saison auf einen absoluten Leistungsträger verzichten. 86 Tore konnte Dangers in bislang 17 Partien erzielen. Damit ist der 26-Jährige erfolgreichster Kreisläufer in der 2. Handball-Bundesliga, bester Konstanzer Feldtorschütze und aktuell auf Rang zehn der Gesamttorschützenliste der stärksten zweiten Liga der Welt platziert. Eine beeindruckende Bilanz. „Wir verlieren in Markus einen sehr guten Angriffsspieler“, lobt Melchert. „Dass er nun diese Chance wahrnehmen möchte, ist in Ordnung. Er gibt immer alles für uns.“ Im Februar 2020 war der bullige Kreisspieler von Pfadi Winterthur an den Bodensee gekommen und fügte sich auf Anhieb prächtig in die Mannschaft ein. Innerhalb kürzester Zeit wuchs der gebürtige Münchener in eine Führungsrolle hinein.

Dieser möchte der ehrgeizige Politikwissenschaft-Student bis zum Schluss gerecht werden und den Klassenerhalt ein zweites Mal mit der HSG feiern. „Dieses Mal am liebsten zusammen mit unseren geilen Fans“, hofft er auf eine baldige Reaktivierung der „Schänzle-Hölle. „Es wäre schon extrem ärgerlich, wenn ich diese tolle Atmosphäre nicht noch einmal erleben könnte.“ Bislang waren ihm lediglich zwei Heimspiele vor vollem Haus vergönnt, danach folgte noch ein emotionaler Last-Second-Auswärtssieg in Aue, als er sich direkt nach Abpfiff mit Fabian Wiederstein und Pressesprecher Andreas Joas in den Armen lag. „Daran erinnere ich mich noch gut“, grinst Dangers und fügt entschlossen an: „Ich freue mich noch auf geile Heimspiele und möchte auch auswärts öfter gewinnen. Das macht ebenso Bock.“ Noch liegt mehr als die Hälfte der Spielzeit vor der HSG und Markus Dangers. Das sei „auch gut so. Ich möchte die HSG so verlassen, dass ich mir nichts vorwerfen kann. Ich versuche immer alles reinzulegen und dafür zu tun, dass hier weiter 2. Bundesliga gespielt wird.“

So sei die Entscheidung keine gegen die HSG, sondern für den handballbesessenen Sportler, der seiner Leidenschaft viel unterordnet und akribisch an sich und seinem Körper arbeitet, eine große Chance. Dass sich diese nun eröffnet, hängt für den 103-Kilogramm-Modellathleten vor allem damit zu tun, dass „ich von Trainer Daniel Eblen ganz viel Vertrauen und Verantwortung bekomme. Und mit dem tollen Zusammenspiel mit Tom Wolf und Tim Jud. Wir stehen stets in engem Austausch“, erklärt er dankbar. So sei er schnell in einem jungen Team in die für ihn neue Rolle des Führungsspielers hineingewachsen. „Darüber freue ich mich. Ich möchte den Jungen Vorbild sein und habe daran Spaß. Das Vertrauen und der Austausch mit Dani haben mich hier sehr weitergebracht.“ Nicht zuletzt konnte „Danger“ sich so ebenfalls in seiner Abwehrleistung verbessern. Das große Ziel zum Abschluss lautet Klassenverbleib. „Dies im letzten Spiel daheim vor voller Halle zu feiern, da würde ich richtig abgehen“, lacht das bislang viermal in der 1. Bundesliga zum Einsatz gekommene Muskelpaket. Sein Nachfolger bei der HSG kann bereits am Dienstag vorgestellt werden.

Markus Dangers, HSG Konstanz
Markus Dangers (Foto: Peter Pisa)