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Sebastian Endres, SG Köndringen/Teningen

Rabenschwarzer Tag für SG Handballer



Schilling-Sieben verliert verdient zuhause gegen Tabellenführer Weinsberg. (Bilder unterhalb vom Bericht)

Der SG Köndringen/Teningen misslingt die Wiedergutmachung nach der unglücklichen Niederlage in Neuenbürg. Im Heimspiel zeigt der TSV Weinsberg der SG ihre Grenzen auf  und gewinnt mit 29:35. Bei den Gästen überragt Mittelmann Sven König mit vierzehn Treffern.

Die Gelb-Schwarzen hatten sich viel vorgenommen und wollten dem Tabellenführer aus Weinsberg diese streitig machen.  Dies gelang jedoch nur bis zur zehnten Minute von wo an, der TSV das Spiel an sich riss. Personell fehlten Coach Schilling für das Topspiel Maximilian Endres mit einem Nasenbeinbruch, mit welchem er noch einige Wochen pausieren werden muss, sowie Torhüter Vincent Lutz. Weinsberg kam mit 11:1 Punkten in den Breisgau, während die SG selber mit 9:3 Punkten einen Platz dahinter rangierte. Trotz der verschärften Coronaauflagen war die Ludwig-Jahnhalle gut gefüllt, die Zuschauer*innen freuten sich auf  ein Spitzenspiel.

In dieses starteten die Gastgeber gut (1:0, 2’). Kicki parierte die ersten Würfe der Gäste und Zank sowie Bührer trafen. Als TSV Mittelmann Sven König mit seinem zweiten Treffer auf  2:2 Ausgleich stellte (6’), konnte sich die SG schon an die eigene Nase fassen. Einige Großchancen hatte man ausgelassen, um bereits in der Anfangsphase wegzuziehen. Die Männer in schwarz legten ihre harte Linie im Spiel mit dem Kreis gleich zu Beginn fest, wodurch Abwehrchef  Ljubić für zwei Minuten auf  der Bank Platz nehmen durfte.

Das Spiel gestaltete sich jedoch zunächst weiter ausgeglichen. Die SG legte vor, Weinsberg glich aus (4:4 8’). Dann nutzte der Gast seine spielerischen Vorteile aus: 4:6 nach zehn Minuten. Von nun liefen die Teninger einem Rückstand hinterher. Vor allen Dingen Maurice Bührer, mit am Ende dreizehn Treffern mal wieder erfolgreichster Werfer, stemmte sich gegen die Überlegenheit der Weinsberger. „Nur“ 8:9 so nach 18 Minuten.

Eine Auszeit der SG brachte nicht den erwünschten Effekt. Anstatt den knappen Rückstand zu drehen, wuchs dieser in der Folge an (10:14 22’). Die am Anfang so stabile Abwehr verlor zu viele Duelle, wodurch Kicki vor allen Dingen freie Würfe auf das Gehäuse bekam.

In der Folge weiter keine Verbesserung: inzwischen konnte man auch offensiv nicht mehr mit der starken Angriffsreihe des TSV mithalten und vergab weitere Großchancen. 13:19 in der 29. Minute ließ Böses erahnen. Spinner stellte aber kurz vor dem Pausenpfiff auf erträgliche vier Tore Rückstand (15:19 30’).

Eine Zeitstrafe für Lukas Zank ließ die zweite Hälfte nicht gut für die Hausherren beginnen. Weinsberg, vor allen Dingen in Person von Sven König, wusste dies auszunutzen. König, der zusammen mit zwei Meter Hüne und Kreisläufer Moritz-Lukas Lanig ein für die SG am heutigen Tage unverteidigbares Duo darstellte, kam am Ende auf  14 (!) Feldtore und dominierte das Spiel nach Belieben.

So stellte eben dieser zunächst wieder auf  „plus fünf“ für den TSV. Eine Zeitstrafe für Weinsberg, welche als mögliche Initialzündung hätte wirken können, ließen die Gelb-Schwarzen verpuffen. Der TSV dagegen blieb auch in der Phase auf  dem Gaspedal (18:24 37’).

So viel die SG in der Abwehr auch teilweise als arbeitete, am Ende kassierte Kicki irgendwie doch ein Tor. So lag die Mannschaft beim 19:26 (40’) auch erstmals mit sieben Toren hinten. Wirklich näher heran kam die SG auch in den letzten zwanzig Spielminuten nicht mehr. Die Fans trieben ihre Mannschaft unermüdlich an, der Funke sprang jedoch nicht über beziehungsweise münzte nicht in ausreichend Tore für die Hausherren, um das Spiel wieder spannend zu machen. In der 51. Minute lag Weinsberg mit neun Treffern vorne und eine Klatsche deutete sich an.

Jedoch gelang der Schilling-Sieben in den letzten vier Minuten noch Ergebniskosmetik, wodurch letztendlich eine sechs-Tore Niederlage stand. Über fünfzig Minuten schaffte es die SG nicht an ihr Leistungslimit heranzukommen, wodurch eine absolut verdiente Heimniederlage gegen den aktuellen Ligaprimus steht.

Zeit zum Wunden lecken ist bis zum nächsten Samstag. Dort tritt die SG beim derzeitigen Tabellendreizehnten, dem TSV Zizishausen an. Beim letzten Aufeinandertreffen erlebte man dort eine schmerzliche Niederlage, ehe man dann unter dem damaligen Trainer Manfred Chaumet, eine Siegesserie starten konnte. Möglicherweise hat sich die SG ja diese Niederlagen nun bereits geleistet und ist bereit, eine neue Serie zu starten.

SG Köndringen/Teningen – TSV 1866 Weinsberg 29:35 (15:19)

SG Köndringen/Teningen: Sebastian Kicki, Sascha Ehrler (1), Sebastian Endres (4), Lukas Zank (4), Felix Weise, Axel Simak (2), Illia Hreblev, Fabrizio Spinner (2), Luis Kaufmann, Fabian Hörsch, Maurice Bührer (13/1), Phil-Lukas Ljubic (1), Dustin Ammel (2), Maximilian Endres, Jonas Eble, Michael Schilling, Thomas Gaudin, Vincent Lutz; Trainer: Michael Schilling

TSV 1866 Weinsberg: Maximilian Schulze (3), Timon Ströbel, Luca Kazmeier, Felix Hofacker, Adrian Zügel, Louis Heim, Moritz-Lukas Lanig (3), Simon Schrempf, Sven König (14), Robin Pech, Marc Krammer, Robin Mahl (8/2), Moritz Wahl (6), Mert Darancik (1), Jens Scharfenberger, Michael Stettner, Matthias Friebe, Michael Kaluza; Trainer: Michael Stettner

Schiedsrichter: Alexander Kraft (SV Langensteinbach), Steffen Reick (SV Langensteinbach)

Gelb: Lukas Zank (4.), Axel Simak (3.), Phil-Lukas Ljubic (5.), Michael Schilling (2.) / Timon Ströbel, Felix Hofacker (3.), Moritz-Lukas Lanig (4.)

Rot Disqualifikation: Lukas Zank / –

Strafminuten: 4:6

2 Minuten: Lukas Zank, Phil-Lukas Ljubic / Timon Ströbel, Felix Hofacker, Moritz-Lukas Lanig

Vergebene Siebenmeter: Illia Hreblev, Maurice Bührer / –