Zum Inhalt springen Zurück zum Seitenanfang
Die starke Defensive der Freiburgerinnen überzeugte gegen den HC Rödertal

Red Sparrows feiern „Big Point“-Auswärtssieg



Nach der kurzen Winterpause können die Red Sparrows die Negativserie beenden und holen beim HC Rödertal zwei wichtige Punkte, „Big Points“ laut Trainer Ralf Wiggenhauser.

Das Spiel begann für die Freiburgerinnen nahezu perfekt, nur ein technischer Fehler und eine bockstarke Verteidigung euphorisierten Wiggenhauser im Nachhinein zu Recht: „Viel besser als in der 1. Halbzeit kann man kaum Handball spielen.“. Das 18:13 und die damit verbundene 5-Tore Führung waren der verdiente Lohn.

Doch trotz der komfortablen Führung war das Spiel noch lange nicht vorbei und der Vorsprung schrumpfte im zweiten Durchgang schnell dahin. Die Top-Spielerin aus Rödertal, Brigita Ivanauskaite, trieb das Spiel voran und die Red Sparrows bekamen sie nicht mehr in den Griff. Nach acht Minuten stand es schon wieder Unentschieden (19:19) und das Ende der Partie war offener denn je.

Doch die Red Sparrows bewiesen Moral und Siegeswillen. Rebecca Dürr, mit 7 Toren die gefährlichste Spielerin aus dem Feld, trieb die Mannschaft voran und setzte mit wunderschönen Assists ihre Mitspielerinnen in Szene. Simone Falk überzeugte mit einer überragenden 7-Meter Quote, verwandelte 9 von 10 Versuchen und wurde durch ihre Nervenstärke zur Matchwinnerin für die Freiburgerinnen. In den letzten Minuten brachte sie die Red Sparrows immer wieder in Führung.

Mit noch exakt einer Minute auf der Uhr nahm Wiggenhauser beim Spielstand von 28:28 seine letzte Auszeit. Über die kompletten letzten 60 Sekunden konnte seine Mannschaft in Ballbesitz bleiben und dann quasi mit der Schlussirene kam der Pfiff. Foul. 7-Meter Freiburg. Die ganze Halle stand. Simone Falk trat abermals an. Ein kurzes Antäuschen, der Wurf und… das Tor. Sieg!

„Wenn man beim Tabellenvierten so spielt, so zurückschlägt und das Ding am Ende noch gewinnt, ist das einfach klasse. Für mich ein hochverdienter Sieg!“ meinte Wiggenhauser.

Viel Zeit zum Jubeln bleibt den Freiburgerinnen aber nicht. Denn trotz des Sieges steht man nach wie vor nur eine Position über einem Abstiegsplatz und am kommenden Samstag, den 11.1.2020, wartet beim Heimspiel in der Wentzinger Halle der direkte Konkurrent SV Werder Bremen:

„Das ist ein enorm wichtiges Spiel“, blickte Wiggenhauser voraus und freute sich auf ein „riesen Event. Das wird mega geil!“

Spielverlauf:  2:2 (5.), 6:4 (10.), 7:8 (15.), 9:13 (20.), 12:15 (25.), 13:18 (30.), 17:19 (35.), 19:19 (40.), 20:22 (45.), 22:24 (50.), 25:25 (55.), 28:29 (60.)

HC Rödertal – HSG Freiburg 28:29 (13:18)

HC Rödertal: Kristyna Neubergova, Ann Rammer, Ronja Nühse, Emilia Ronge, Frank Hein, Frank Mühlner, Roman KontraVictoria Hasselbusch, Ann-Cathrin Höbbel (2), Pavlina Novotna (2), Saskia Nühse (3), Lisa-Marie Loehnig (2), Brigita Ivanauskaite (9) – Meret Ossenkopp (2), Julia Mauksch (1), Linda Emely Zöge (2), Rabea Pollakowski (2) – Tammy Kreibich (1), Jasmin Eckart (2), Thilde Harbo Boesen; Trainer: Frank Mühlner

HSG Freiburg: Debora D´Arca, Lena Fischer, Markus Lais, Ralf Wiggenhauser, Slobodan SchwaigerAngelika Makelko (3), Christiane Baum (5), Rebecca Dürr (7), Maja Zeides, Leonie Hartl, Denise SchwaigerMarie Lipps (1), Simone Falk (9/9), Alicia Sophie Burgert (2) – Jessica Peter, Carolin Spinner (2); Trainer: Ralf Wiggenhauser

Schiedsrichter: Patrick Arndt, Matthes Westphal

Zuschauer: 461

Gelb: Ann-Cathrin Höbbel, Thilde Harbo Boesen (4.), Lisa-Marie Loehnig (2.), Frank Mühlner (2.) / Carolin Spinner (3.), Maja Zeides (4.), Jessica Peter (2.)

Strafminuten: 14:6

2 Minuten: Julia Mauksch, Thilde Harbo Boesen, Meret Ossenkopp, Brigita Ivanauskaite, Jasmin Eckart, Linda Emely Zöge, Linda Emely Zöge / Angelika Makelko, Carolin Spinner, Maja Zeides

Vergebener Siebenmeter: – / Simone Falk