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Leonie Hartl Red Sparrows Freiburg

Red Sparrows HSG Freiburg – SG 09 Kirchhof 22:23 (13:9)



Knappe Niederlage im ersten Heimspiel des Jahres 2021.

Im ersten Spiel des Jahres gelang den Red Sparrows auch im sechsten Anlauf kein Heimsieg. Trotz einer guten ersten Halbzeit und einer 13:9-Halbzeitführung verloren die Freiburgerinnen gegen die Gäste aus Kirchhof letztendlich mit 22:23.

Die erste Halbzeit begann vielversprechend. Durch Treffer von Carolin Spinner (2) und Nadine Czok, welche mit 12 Toren (davon 8 Siebenmeter) erfolgreichste Werferin des Abends war, gingen die Red Sparrows schnell in Führung und hielten diese nahezu die komplette erste Halbzeit. Die Gäste, angeführt von Diana Sabljak (4), Klara Schlegel (6) und Deborah Spatz (6), blieben allerdings dran und ließen die Gastgeberinnen über lange Zeit höchstens auf zwei Tore davonziehen.

Lediglich gegen Ende der ersten 30 Spielminuten konnten die Freiburgerinnen sich allmählich absetzten. Top-Scorerin Nadine Czok (12) erzielte vom Siebenmeter, nach vorausgegangenem Foul und einer 2-Minuten-Zeitstrafe gegen Deborah Spatz (2×2′), das Tor zur 12:8 Führung in der 27. Minute. Den Red Sparrows gelang es aber anschließend nicht, den Vorteil der Überzahl entsprechend zu nutzen und die Führung weiter auszubauen. Die 2-Minuten-Strafe gegen Nadine Czok und der anschließend verwandelte Siebenmeter von Diana Sabljak setzten mit Ablauf der Uhr den Schlusspunkt unter die erste Halbzeit. Mit einer 13:9-Führung ging es für die Red Sparrows in die Kabine.

„Ich denke, dass wir ganz gut gespielt haben in der ersten Halbzeit und auch vollkommen verdient geführt haben. Es war eine unglückliche Situation mit der Überzahl“, analysierte Trainer Ralf Wiggenhauser die ersten 30 Minuten seiner Mannschaft.

Die Kirchhoferinen erwischten einen guten Start in die zweite Halbzeit. Ihre Überzahl nutzend kamen die Gäste aus Hessen wieder in die Partie. Das lag auch vor allem an der fehlenden Gefährlichkeit der Freiburger Offensive. Erst nach mehr als acht Minuten durften die Red Sparrows in der zweiten Halbzeit das erste Mal jubeln, als Nadine Czok zum 14:14 ausglich und den Kirchhofer 5:0-Lauf unterbrach. „Wir haben zehn Minuten harmlosen Handball gespielt und waren hinten zu schlampig“, fasste Wiggenhauser den Fehlstart in Halbzeit Zwei zusammen.

Der Ausgleichstreffer, ein Weckruf für die Freiburgerinnen, welche jetzt wieder gefährlicher wurden und auch defensiv die Gäste stoppen konnten. Die Partie war in dieser Phase ausgeglichen wie nie und beide Mannschaften wollten den Sieg nun unbedingt einfahren. Drei Minuten vor Schluss glich erneut Nadine Czok aus, die an diesem Tag das offensive Herz der Freiburgerinnen war. Nach einem defensiven Stopp der Red Sparrows waren die Gastgeberinnen zwei Minuten vor Schluss beim Stand von 22:22 in der Situation, das Spiel zu ihren Gunsten zu drehen. Doch die Red Sparrows schafften es nicht, die Verteidigung der Gäste zu überwinden und blieben wiederholt hängen. Die Kirchhoferinen hingegen nutzten ihre Chance und gingen durch den Treffer von Klara Schlegel (6) mit 23:22 in Führung. Mit 83 Sekunden auf der Uhr gelang es den Freiburgerinnen aber abermals nicht, einen freien Wurf zu kreieren und bekamen letztlich das Zeitspiel abgepfiffen.

Die Red Sparrows verlieren damit auch das sechste Heimspiel in dieser Saison nach einer Niederlage, die so nicht hätte sein müssen:

„Wir hatten, trotz des schlechten Starts in die zweite Halbzeit, am Ende die Chance gehabt zu gewinnen. Aber wir schaffen es zum Schluss nicht, den Ball aufs Tor zu werfen und bekommen noch das Zeitspiel abgepfiffen. Am Schluss steht da eine Niederlage, die so total unnötig war. Das darf so nicht passieren und es macht uns alle wütend, dass wir das so verloren haben“, so Ralf Wiggenhauser.

Zum Schluss noch eine besondere Nachricht: Kim Schmitt, welche vergangenen Sommer nach Freiburg wechselte, aber bisher verletzungsbedingt ausfiel, feierte am Samstag ihr Debüt im Kader der Red Sparrows.

Am 9.1.2020 geht es für die Red Sparrows weiter. Um 18:45 Uhr treffen sie am 11. Spieltag der 2. Handball Bundesliga auswärts auf den TVB Wuppertal.

Spielverlauf: 2:0 (5′), 3:3 (10′), 4:3 (14′), 7:5 (20′), 9:6 (23′), 13:9 (30′); 14:14 (39′), 17:17 (46′), 20:20 (52′), 22:22 (57′), 22:23 (60′) .

HSG Freiburg – SG 09 Kirchhof 22:23 (13:9)

HSG Freiburg: Svenja Wunsch, Lena Wiggenhauser, Salome Kuss, Angelika Makelko (3), Carolin Spinner (2), Kathrin Disch, Nadine Czok (12/8), Leonie Hartl, Simone Falk, Maja Zeides (1), Liza Ehret, Luciana Villavicencio, Marie Lipps (3), Ralf Sausmann, Ralf Wiggenhauser, Klaus BergmannChristiane Baum (1) – Hannah Person; Trainer: Ralf Wiggenhauser

SG 09 Kirchhof: Frederikke Siggaard, Nela Zuzic, Zerin Oezcelik (3), Jana Schaffrick (1), Lea Immelnkamper, Ida Evjen, Marie Sauerwald, Diana Sabljak (4/3), Mariel Stefanie Beugels (2), Hannah Kamp (1), Klara Schlegel (6), Kirsten Banfer (1), Deborah Spatz (5), Marco Rudolph, Martin Denk; Trainer: Christian Denk

Schiedsrichter: Tobias Biehler, Fabian Dietz

Gelb: Kathrin Disch (2.), Nadine Czok (2.), Leonie Hartl (2.) / Zerin Oezcelik, Jana Schaffrick (4.), Hannah Kamp (2.)

Strafminuten: 8:10

2 Minuten: Carolin Spinner, Nadine Czok, Maja Zeides, Luciana Villavicencio / Kirsten Banfer, Kirsten Banfer, Deborah Spatz, Jana Schaffrick, Zerin Oezcelik

Vergebene Siebenmeter: Nadine Czok / Diana Sabljak, Diana Sabljak