Zum Inhalt springen Zurück zum Seitenanfang
Siegsesjubel, VfL Pfullingen

Rückenwind nutzen



VfL Pfullingen zeigt beste Saisonleistung und überrollt SV Salamander Kornwestheim

Im zweitletzten Heimspiel des Jahres hatte der VfL Pfullingen den SV Salamander Kornwestheim zu Gast. Während die Mannschaft von Trainer Daniel Brack im Hinspiel lange einem Rückstand hinterherrannte und am Ende knapp mit 33:32 gewinnen konnte, setzte sich Pfullingen im Rückspiel ziemlich deutlich durch. Nach 60 temporeichen Minuten feierten die Echazkrokodile einen 38:29-Heimsieg. Vor dem Spiel gedachten die beiden Mannschaften und die rund 300 Zuschauer in der Kurt-App-Halle dem Mitte November völlig überraschend verstorbenem Marc Louia. Zudem liefen die Pfullinger Spieler mit Trauerflor auf.

Die Anfangsphase des Derbys zwischen Pfullingen und Kornwestheim gestaltete sich ausgeglichen. Nach rund 13 Minuten stand ein 6:6 zu Buche. Vier der sechs Pfullinger Tore erzielte dabei Kreisläufer Alexander Schmid, den die Kornwestheimer Abwehr in der ersten Halbzeit überhaupt nicht in den Griff bekommen konnte. Schmid erzielte bis zum Ende des Spiels neun Tore – acht davon in der ersten Halbzeit. Nach einer guten viertel Stunde konnte sich Pfullingen erstmals mit zwei Toren in Führung gehen. Nachdem Kornwestheims Felix Kazmeier, Toptorschütze der 3. Liga Staffel G, vom Sieben-Meter-Strich an Daniel Schlipphak scheiterte – Schlipphak lieferte eine bärenstarke Leistung ab – traf Lukas Fischer zum 8:6. Die „Lurchis“ ließen aber nicht locker und glichen in der 20. Minute zum 9:9 aus. Danach folgte ein Zwischenspurt des VfLs, mit einem 4:0-Lauf zogen die Echazstädter auf 13:9 davon. Dieser Vier-Tore-Vorsprung hielt auch bis zur Pause. Mit einem Spielstand von 17:13 ging es in die Kabinen.

Das erste Tor der zweiten Halbzeit erzielte Kornwestheims Felix Kazmeier, danach erhöhten Lukas List und Jason Ilitsch auf 19:14 und der VfL war mit fünf Toren in Front. Youngster Ilitsch machte auch eine starke Partie. Nachdem Abwehrchef Paul Prinz in der Anfangsphase nach einem Zusammenprall mit Jan Döll zwei Cuts im Gesicht erlitt und von Mannschaftsarzt Dr. Ulrich Dobler geklammert werden musste, agierte Jason Ilitsch mit Lukas List im Abwehrzentrum. Auch nachdem Prinz wieder einsatzfähig war, spielte der VfL Pfullingen weiter in dieser Formation. „Jason hat eine starke Partie gemacht“, lobte Co-Trainer Tobias Stoll den 19-Jährigen nach dem Spiel. Der VfL-Express kam immer mehr ins Rollen. Christopher Rix brachte die Echazkrokodile beim Stand von 24:17 in der 37. Minute mit sieben Toren in Front. Die Gäste hatte dem VfL Pfullingen in der zweiten Halbzeit wenig entgegenzusetzen. Nachdem der VfL in der 46. Minute bereits mit acht Toren führte, verkürzten die „Lurchis“ zwei Minuten später zwar auf 30:24, enger wurde es aber nicht mehr. Im Gegenteil: Pfullingen setzte sogar noch einen drauf. In der Crunch-Time sorgte ein Doppelschlag von Spielmacher Felix Zeiler, der am Ende sieben Mal traf und ebenfalls einen Sahne-Tag erwischte, und ein weiteres Tor von Alexander Schmid, beim Stand von 36:26 für die erste Zehn-Tore-Führung. Diese hielt fast bis zum Ende. Den letzten VfL-Treffer erzielte Paul Prinz, Kornwestheims Tim Scholz setzte eine Sekunde vor Abpfiff den Schlusspunkt zum 38:29. Der VfL Pfullingen bleibt damit weiter auf dem dritten Tabellenplatz der 3. Liga Staffel G. Aufgrund der Niederlage des viertplatzierten HBW Balingen-Weilstetten haben die Echazkrokodile nun auch vier Punkte Vorsprung auf den direkten Verfolger.

„Das war für uns ein Schlüsselspiel, gegen einen Gegner, der in den letzten Wochen wirklich auch extrem gut gespielt hat. Kornwestheim gehört für mich immer zu den Top-Teams der Liga. Ich bin daher über den Heimsieg extrem glücklich“, freute sich VfL-Trainer Daniel Brack nach dem Spiel. „Was mich allerdings noch mehr freut als das Ergebnis ist, dass wir wirklich, wirklich gut gespielt haben! Vor allem in der Abwehr hat die Mannschaft endlich das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Wir haben außerdem den Gegner mit einer eine hohen Laufbereitschaft und viel Emotionen vor große Probleme gestellt. Das hat es dann auch Daniel Schlipphak leichter gemacht, viele Bälle zu halten. Wir haben einen verdienten Sieg eingefahren“, analysierte Brack. „Ich glaube, wir haben heute die beste Leistung in der bisherigen Saison gezeigt. Wir kamen aus so einem kleinen Loch, daher ist das umso bemerkenswerter. Ich bin dieses Mal einfach sehr, sehr zufrieden. Bei aller Euphorie werden wir das Spiel aber trotzdem analysieren und schauen, wo wir uns noch weiter verbessern können“, fügte der VfL-Coach hinzu. Den Rückenwind aus dem deutlichen Heimsieg gilt es nun mit in die neue Trainingswoche zu nehmen.

Zum letzten Spiel des Jahres 2021 kommt am kommenden Samstag, den 11. Dezember das Tabellenschlusslicht TV Plochingen in die Kurt-App-Halle. Gegen den Ex-Klub von Daniel Brack, Lukas Fischer und Felix Zeiler ist ein Heimsieg also Pflicht.