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Ole Andersen TV Willstätt

Rückfall in alte Muster



Der TV Willstätt verliert sein erstes Spiel nach der Winterpause beim HC Oppenweiler/Backnang mit 21:31.

Ohne Daniel Schliedermann und Yanez Kirschner fehlten coronabedingt dem TV Willstätt zwar die Spielmacher, doch daran alleine lässt sich die Niederlage nicht festmachen. Dass mit dem HC Oppenweiler/Backnang kein leichter Gegner an stand und das man weiterhin um den Verbleib in der 3. Liga kämpfen muss, wusste man bereits vor der Winterpause. Dabei musste auch Matthias Heineke auf vier Spieler verzichten, hatte aber das Glück Nicola Vlahovic erstmals einsetzen zu können. Der mit Zweitspielrecht ausgestattete Spieler der SG BBM Bietigheim erzielte sieben Tore.

Eine kurze und intensive Vorbereitungszeit rächte sich beim TV Willstätt innerhalb von 60 Minuten. Die Gastgeber sahen sich nur in der Anfangsphase einem Rückstand ausgesetzt, ein Verdienst von Willstätts Torhüter Maxime Duchêne, der früh mehrere Paraden zeigte. Während die Willstätter meist über einen langsamen Aufbau zum Torerfolg kamen, nutzten die HC OB – Spieler schnelle Gegenzüge zu einfachen Toren. Zu statisch und unkonzentriert, war der TV Willstätt vom Gegner leicht zu durchschauen.

Das 7:8 nach einem sauberen Anspiel von Alexander Velz auf Lennart Sieck, war dann der vorläufige Höhepunkt im Willstätter Spiel. Mit fünf Kontertoren setzten sich die Einheimischen auf 12:8 ab und Vlahovic konnte im Angriffsspiel ungehindert sogar das 13:8 erzielen. Ole Andersen nahm eine Auszeit und justierte nach. Mit einiger Verzögerung zeigten die energischen Worte des Willstätter Trainers dann erst nach der Halbzeit (16:11) Wirkung.

Im Mittelpunkt dieser Phase im Spiel, Alexander Velz, der im direkten Zweikampf mit dem Gegner, aber auch als Anspieler den TV Willstätt zurück ins Spiel führte. Dinko Dodig zwang im Nachgang mit dem 18:16 den HC OB zur Auszeit. Doch diese Spielunterbrechungwar war nicht der Grund, weshalb die Willstätter erneut abreißen lassen musste. Yannick Ludwig, bereits in der ersten und zehnten Minute mit einer Zeitstrafe belegt, wurde in der 38 Minute disqualifiziert. Damit fehlte im Mittelblock der TVW-Abwehr eine wichtige Komponente.

Was folgte war eine kontinuierliche Demontage des TV Willstätt. Bis zum 21:18 durch Jan-Philipp Valda war das Ergebnis noch akzeptabel, doch Ole Andersen ahnte wohl das Unheil und nahm erneut eine Auszeit. Die Variante mit einem siebten Feldspieler funktionierte mehrmals nicht, da Fehlwürfe und Fehlpässe den Schwaben Treffer ins leere Tor ermöglichten. Zudem kam es immer wieder zu Abstimmungsproblemen in der Willstätter Abwehr. Bereits nach 50 Minuten schien sich der TV Willstätt aufgegeben zu haben. Nach einem Fehlpass von Krüger sah sich Torhüter Leon Sieck vier Gegenspielern beim Tempogegenstoß ausgesetzt. Sieck parierte und war wie Duchêne ein Garant, dass die Niederlage am Ende nicht noch höher ausfiel.

Das 31:21 schmerzt den TV Willstätt doppelt. Der HC Oppenweiler/Backnang konnte dank des direkten Vergleichs in der Tabelle vorbeiziehen und die starke Serie vor der Winterpause fand ein deutliches Ende. Bereits im Vorfeld des Spieles hatte Ole Andersen geäußert, dass „Omikron“ der 13. Gegner sein wird. Damit die Niederlage zu erklären, wäre aber zu einfach.

HC Oppenweiler/Backnang – TV Willstätt 1908 31:21 (16:11)

HC Oppenweiler/Backnang: Jürgen Müller, Marcel Wolf, Marcel Lenz (7/6), Timm Buck, Felix Raff (3), Ruben Sigle (3), Luis Villgrattner (2), Martin Lübke, Nikola Vlahovic (7), Kevin Wolf (2), Isaiah Klein, Jakub Strýc (2), Florian Frank (1), Eric Bühler (3), Lukas Rauh (1), Sebastian Frank, Matthias Heineke, Tim Düren, Miriam Jung; Trainer: Matthias Heineke

TV Willstätt 1908: Leon Sieck, Maxime Duchêne, Steffen Dold, Philipp Kunde, Yannick Ludwig (2), Christopher Räpple, Dinko Dodig (1), Mickael Kauffmann (2), Lennart Sieck (2), Ioannis Fraggis, Régis Matzinger, Felix Krüger (2), Alexander Velz (7/1), Marius Oßwald, Jan-Philipp Valda (5), Ben Veith, Frederik Beker, Ole Andersen, Alexander Pfeiffer, Anja Siebeneichner; Trainer: Ole Andersen

Schiedsrichter: Daniel Gräf, Dominik Risch

Zuschauer: 220

Gelb: Kevin Wolf, Eric Bühler, Sebastian Frank / Ioannis Fraggis (3.), Frederik Beker, Felix Krüger (11.)

Rot (3 Zeitstrafen): – / Yannick Ludwig

Strafminuten: 4:4

2 Minuten: Ruben Sigle, Luis Villgrattner / Yannick Ludwig, Yannick Ludwig

Vergebener Siebenmeter: – / Alexander Velz