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Ben Widmann, HSG Konstanz

Schwere Aufgabe bei Erstliga-Nachwuchs von Frisch Auf Göppingen



HSG Konstanz gibt Visitenkarte in der EWS-Arena ab.

Beim Erstliga-Nachwuchs von Frisch Auf Göppingen ist die A-Jugend der HSG Konstanz krasser Außenseiter. Der Tabellenvierte benötigt im Kampf um eben diesen wichtigen Platz vier jeden Punkt. Für die HSG-Talente geht es darum, ein gutes Spiel zu machen und mit Freude an der großen Herausforderung ihr Potenzial über die komplette Spielzeit abzurufen.

Darin lag zuletzt das große Problem. Phasenweise überrollte Konstanz seine Gegner und ließ ihnen gerade in der Schlussphase der Partien keine Luft zum Atmen. Dann gab es jedoch wieder Phasen, in denen überhaupt nichts zusammenlaufen wollte und sie sich einen  großen Rückstand einhandelte. Am Ende zu große. Die Enttäuschung nach großem Kampf war daher groß. Mehr Emotionalität von Beginn an soll ein Schlüssel zum Befreiungsschlag sein. „Wir müssen uns gegenseitig anzünden“, spricht Trainer Daniel Behrendt bildlich. Eine Abwehrarbeit wie in den letzten 15 Minuten in Kornwestheim wünscht sich der 33-Jährige. „Das war überragend. Davor haben wir das Spiel jedoch wie in Trance verschlafen.“

In Göppingen sollte das nicht passieren. Beim individuell sehr stark besetzten und gut ausgebildeten Frisch-Auf-Nachwuchs ist die Gefahr ansonsten groß, überrollt zu werden. Im Hinspiel zeigte die HSG eine ihrer besten Saisonleistungen und demonstrierte eindrucksvoll, was mit dem vorhandenen Potenzial möglich sein könnte. Von der Performance beim 31:25-Erfolg sind die Mannen vom Schänzle aktuell jedoch weit entfernt. Die vielen Fehler sollen minimiert werden. „Jeder Pass und jede Aktion“ soll, so Behrendt, „mit 10 Prozent mehr Überzeugung und Sicherheit“ gespielt beziehungsweise bestritten werden. „Das muss alles nicht schön aussehen, aber der Ball muss ins Tor“, gibt er die Schwerpunkte vor. Über Kampf und Einsatz soll die Sicherheit zurückkommen. Fehler gehören im Jugendbereich dazu, doch der HSG-Coach ist davon überzeugt, dass in seiner Mannschaft mehr steckt. Behrendt: „Mit der aktuellen Situation ist niemand zufrieden.“ Daher wird intensiv an Veränderungen und Verbesserungen getüftelt und gearbeitet.

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Bei einem körperlich stärkeren Kontrahenten wird viel Tempo nötig sein, trotz Personalproblemen und Ausfällen. Im Hinspiel konnte die HSG Göppingen „mit dem Kollektiv“ die Stirn bieten. „Wir haben damals sehr gut dagegengehalten, verdichtet und uns ausgeholfen. Her müssen wir uns Sicherheit holen“, so der junge Trainer und fügt an: „Wir haben mit Noah Frensel und Jason Moses zwei sehr gute Torhüter. Die müssen wir unterstützen und ins Spiel bringen. Dann können wir uns auch ein, zwei Fehler mehr leisten.“