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Lars Crocoll, SG Muggensturm/Kuppenheim

SGMK scheitert an sich selbst



Letztlich ist es beim Handball nicht anders als bei anderen Sportarten, bei denen es um das Tore erzielen geht.

Macht man vorn nichts rein und bekommt hinten zu viel, dann verliert man. So einfach ist das. Diese bittere Pille mussten die Handballer der SG Muggensturm/Kuppenheim im Spiel gegen den HGW Hofweier schlucken.

Eigentlich begann das Spiel für die SGMK ganz gut, denn den ersten Angriff der Gäste fing die SGMK-Abwehr gekonnt ab, allerdings entschärfte den Tempogegenstoß der starke HGW-Torhüter Marc Herbert. Auch im darauffolgenden Angriff schaffte es der HGW nicht, die SGMK-Abwehr zu überwinden, die Gastgeber starteten den nächsten Gegenstoß, der wiederum Beute von Marc Herbert wurde. So stand es nach ein bisschen mehr als 2 gespielten Minuten noch 0:0. Schließlich war es David Knezovic, der für seine Farben die Gästeführung erzielte. Immer wieder scheiterten die Hausherren mit ihren Angriffen an Keeper Herbert und urplötzlich stand es 0:3. Erst Leon Grutte gelang es nach knapp sechs Minuten den Bann zu brechen und erzielte das erste Tor für die SGMK. Aber dennoch lief es einfach nicht so richtig rund. Schon im Vorbericht des HGW war zu lesen, dass es Gästetrainer Bohn der SGMK so schwer wie möglich machen wollte, was auch gelang. Allen wurde klar, dass es so richtig schwer werden würde, als Benny Hofmann mit einem Siebenmeter an Marc Herbert scheiterte. Zu allem Überfluss landete der Wurf am Kopf von Herbert, was die rote Karte für den SGMK-Spielertrainer zur Folge hatte. So stand es bereits nach 15 Minuten 3:7 für die Gäste. In der Folgezeit lief es nun ein wenig besser für die SGMK, obwohl die Chancenauswertung nach wie vor nicht die Beste war. Bis zum Pausentee erzielten die Gäste in schöner Gleichmäßigkeit ihre Treffer, so dass es zum Seitenwechsel 10:16 stand.

Für die zweite Hälfte hatten sich die SGMK-Spieler einiges vorgenommen, denn es war ja nichts verloren. Dass die Mannschaft das Potential und die spielerische Klasse hat so ein Spiel noch herumzureißen, ist bekannt.  Doch Hofweier setzte gleich nach und erzielte den ersten Treffer nach der Pause. Nach 35 Minuten sah sich die SGMK einem sechs Tore Rückstand gegenüber. Niki Wagner schickte Dalibor Landeka zwischen die Pfosten und dieser Wechsel schien zu greifen. Tor um Tor arbeitete sich die Heimsieben heran. Zwar kam Hofweier immer mal wieder zu einem Treffer, konnte aber den Angriffswellen der SGMK nicht mehr richtig standhalten. In der 47. Minute gelang Fabian Grieb zum ersten Mal der Anschlusstreffer. Der Gast aus Hofweier wurde mehr und mehr nervöser, die bisher sicheren Schützen zeigten nun auch Nerven und fabrizierten die ein oder andere Fahrkarte. Hofweier nahm eine Auszeit, wohlwissend, dass die SGMK nun zum Halali blasen würde. Zwar erzielte Mike Bächle nach der kurzen Besprechung noch einen Treffer für den Gast, aber Marvin Charles und eine Minute später Luca Quintieri, schafften den Ausgleich für die SGMK. Die Halle bebte und es schien nur eine Frage der Zeit, bis die Gastgeber die Führung übernehmen würden. Doch zum Entsetzen der Fans, leistete sich die SGMK nach dem Ausgleich wieder drei Fehlwürfe hintereinander, Hofweier ließ sich nicht lange bitten und machte binnen 4 Minuten aus einem 21:21-Unentschieden eine 21:25-Führung. Diese Führung gab Hofweier nicht mehr aus der Hand und entführte die Punkte aus Muggensturm.

SG Muggensturm/Kuppenheim – HGW Hofweier 23:29 (11:16)

SG Muggensturm/Kuppenheim: Dalibor Landeka, Samuel Josenhans (4/4), Leon Gruttke (1), Luca Quintieri (1), Lars Crocoll (3), Jan Unser, Ricardo Hörth, Silas Hemmer (1), Julian Bissinger, Fabian Grieb (1), Benjamin Hofmann, Robin Welzer (2), Marvin Charles (7), Darien Holler (3), Nikolai Wagner, Michelle Pumpat; Trainer: Nikolai Wagner

HGW Hofweier: Philipp Isenmann (1), Fabian Wildt, Timo Spraul, Tim Stocker (6), Marcel Blasius (2), Lukas Schade (1), Mark Herbert, Mike Bächle (5), Dominik Merz, Luca Hackhofer (3), David Knezovic (4/1), Cedric Lauppe (3), Adrian Volk (4), Timo Häß, Michael Bohn, Jonas Eichhorn, Eike Neff; Trainer: Michael Bohn

Schiedsrichter: Armin Frei (TuS Ringsheim), Sören Leser (HSG Dreiland)

Gelb: Lars Crocoll (3.), Robin Welzer, Marvin Charles (3.), Nikolai Wagner (3.) / –

Rot Disqualifikation: Benjamin Hofmann / –

Strafminuten: 12:0

2 Minuten: Lars Crocoll, Jan Unser, Marvin Charles, Darien Holler, Darien Holler, Nikolai Wagner / –

Vergebener Siebenmeter: Benjamin Hofmann / –