Zum Inhalt springen Zurück zum Seitenanfang
Heinrich Burger Schiedsrichter

Sommerlehrgang der SHV-Schiedsrichter/innen



Heinrich Burger, SHV & HBW Schiedsrichterwart, begrüßte die Anwesenden und bereitete diese auf ein informatives Programm vor.

Nach den Grußworten des Vorsitzenden des Handballbezirks Offenburg/Schwarzwald, Gerhard Kempf, stand bereits die erste Tagesordnung an.

Die Hygiene Vorgaben der Sportschule in Steinbach waren offensichtlich zu kompliziert, weshalb man ins Ried auswich. Trotzdem wurde jeder Teilnehmer auch in Altenheim getestet. Heinrich Burger bedankte sich beim Schiedsrichterkollegen Frank Schneider für die Organisation der Veranstaltung in Altenheim.

Die Struktur der Schiedsrichter mit AF-Kader, Anschlusskader, Fördergruppe und A-Kader wurde beleuchtet und die Aufgaben des Beobachtungskaders und der Coachingsgruppe benannt. Weiterhin wurden Pflichtlehrgänge der Schiedsrichter, aber auch die Persönlichkeitsentwicklung des SHV-Kaders thematisiert. Gespanne die das Pfeifen in den Focus stellen und nach oben wollen, werden auch in Zukunft über Coachingprojekte gefordert und gefördert. Das SHV-Lehrteam kann Talente individuell weiterbilden und nach einem Beschluss des Lehrteams kann dadurch ein Aufstieg in höhere Spielklassen beschleunigt werden.

Weibliche Gespanne haben zwei Entwicklungsmöglichkeiten. Ein Weg ist die Verwendung nur im Frauenbereich, ein weiterer wäre, auf eigenen Wunsch im Männerbereich bis in die Oberliga zu pfeifen.

Neu in der anstehenden Saison wird auch die Möglichkeit einer Videoanalyse sein. Alle Vereine müssen ihre Spiele aufnehmen und die Videos auf ein Portal hochladen. Eine Verwendung der Dateien ist dann auch für die Schiedsrichter möglich.

Schiedsrichterbewertungen unter 60 Punkten müssen von den jeweiligen Vereinen begründet werden, liegen Bewertungen zwischen Heim- und Gastverein bei 20 und mehr Punkten, fallen diese aus der Wertung. Persönliche und mediale Aussagen von Schiedsrichterleistungen über Kollegen/innen sollen auch in diesem Zusammenhang unterbleiben.

Die Aktionen auf den Außenpositionen, bereits ein Thema im Jahr 2020, wurden nochmals „Schärfung der Sinne“ erörtert. Weiterhin wurden die ersten zehn Minuten eines Spiels angesprochen. „Harte Aktionen müssen hart sanktioniert werden“, so kann eine bisherige gelbe Karte in den Anfangsminuten, auch schon einmal zu einer Zeitstrafe mutieren. Ein weiterer Schwerpunkt werden in der kommenden Saison, Aktionen am Kreis sein. Um den Anforderungen besser gerecht zu werden, haben sich die SHV-Schiedsrichter auf eigene Kosten mit Headset ausgestattet. „Es wird am Anfang für Einige ungewohnt sein, aber die Vorteile einer Kommunikation während des Spiels werden überzeugen“, so Burger.

Das Pilotprojekt „Kinderhandballschiedsrichter“ der Bezirke Rastatt und Offenburg erhielt viel Beachtung. Jugendliche im Alter von 13-14 Jahren sollen in den Vereinen die Spiele der Jugendklassen pfeifen. Damit soll einerseits der Nachwuchs schon früh herangeführt werden, andererseits sollen Talente gefunden werden, die später den Dienst an der Pfeife ausführen.

Ruhig wurde es in der Herbert-Adam Halle beim 30-minütigen Regeltest. Versunken in Fragen und möglichen Antworten wich der Blick nicht mehr von den ausgeteilten Fragebögen. Die Qualität der Schiedsrichter spiegelte sich danach bei der Auswertung wieder.

Oliver Wöhrle und Felix Gorenflo referierten im Anschluss über Beobachtung, Coaching und die Einteilung der Schiedsrichter. Die Einführung von Maluspunkten im Ranking fand hier große Beachtung. Bei nichteinhalten von Terminen oder Rückgaben von eingeteilten Spielen sollen diese Wertungen, eventuellen positiven Punkten entgegenstehen.

Letzter Tagesordnungspunkt war der vom Schiedsrichterlehrwart Johannes Friedhoff vorgetragene Beitrag: „Siebenmeter – die klare Torgelegenheit“. Eine Definition dieses Begriffes gehört zu den Änderungen im Handball-Regelwerk, die seit dem 1. Juli in Kraft sind. Einige Varianten der Auslegung wurden nachhaltig vorgestellt. Heinrich Burger verabschiedete danach die Anwesenden und bedankte sich für das gezeigte Engagement.

Monschein Steuerberatung
Werbung