Zum Inhalt springen Zurück zum Seitenanfang
TuS Steißlingen Frauen

Steißlinger Frauen spielen ab sofort in der 3. Liga (HBF)



Obwohl sich die Damen seit dem 28.10.2020 im Lockdown befinden und sich lediglich in Zoom Meetings treffen, sich individuell mit Laufen und Kräftigen fit halten ist es gelungen, in der nächsten Saison in der 3. HBF (Handball Bundesliga Frauen) auflaufen zu können.

Möglich wurde das, weil sich der Verein an den vom Verband ausgelobten Aufstiegsspielen beworben hat. Für diese konnten alle Mannschaften der BWOL melden mit der Bedingung, dass sie über Hygienekonzepte verfügen, Testungen durchführen, sich sportlich fit fühlen und auf finanziell gesunden Beinen stehen um eine ganze Saison stemmen zu können.

Gemeinsam mit den TuS Frauen hatten sich die Teams aus Bönnigheim, Leinfelden-Echterdingen und Bietigheim 2 für einen Aufstieg interessiert. Nach einer ersten Video Konferenz mit allen beteiligten Vereinsvertretern wurde vom Verband deutlich gemacht, dass es bei einer (späteren), verbindlichen Anmeldung kein Zurück mehr geben würde. Es wurde eine „Deadline“ (22.03.21) festgesetzt bis zu der, die endgültige Meldung abgegeben werden musste.

Für den TuS gab es kein Vertun und Abteilungsleiter Markus Stich hat die Mannschaft umgehend gemeldet. Ab da war dann Geduld angesagt und die Verantwortlichen warteten eigentlich nur noch auf Spielpläne und dass es hoffentlich bald sportlich losgehen würde.

Am 23.03.21, also einen Tag nach der Deadline, trat unverhofft ein, woran im Vorfeld niemand gedacht hatte. Bönnigheim und Leinfelden-Echterdingen zogen völlig überraschend ihr noch zuvor geäußertes Interesse an den Aufstiegsspielen zurück und so blieben nur noch zwei Mannschaften übrig. Bietigheim 2 und der TuS Steißlingen.

Diese Konstellation bedeutete, bei zwei zu vergebenden Aufstiegsplätzen, dass nicht mehr gespielt werden musste und Bietigheim und der TuS Steißlingen als Aufsteiger in die 3. HBF gesetzt sind und sich über den Aufstieg, zwar kampflos aber nicht minder, freuen durften.

Natürlich war der Jubel bei Vorständen, Spielerinnen und Staff sehr groß, wenngleich sich im Vorfeld alle unisono dafür ausgesprochen hatten, einen Aufstieg nur auf dem Feld ausspielen zu wollen. Man wollte sich die Existenzberechtigung für eine Liga höher erspielen und zeigen, was in der Mannschaft steckt. Alle waren sehr zuversichtlich, dass man bei der Vergabe der Aufstiegsplätze ein Wörtchen hätte mitsprechen können.

Einige Spielerinnen dachten auch noch an die Saison 2019/20 zurück und an das damals fast schon legendäre und entscheidende „Schozach Spiel“. Dieses endete unentschieden und man hatte lediglich wegen eines zu wenig erzielten Tores, den Aufstieg um Haaresbreite verpasst. Viele Tränen waren da ins Mindlestal geflossen und die ein- oder andere haderte mit sich und ein wenig auch mit dem Handball Gott der nicht geholfen hatte.

Für die neue Saison 2020/21 setzte sich die Mannschaft dann frische Ziele und es galt die Devise, sich nicht unterkriegen zu lassen. Schließlich hatten die Frauen eine Saison lang schon begeisternden Handball geboten und diesen wollte das Team um Kapitänin Lena Störr in der neuen Saison wieder auflegen und zeigen, was in ihnen steckt. Leider durchkreuzte erneut das Virus alle Planungen und Ziele und legte die komplette Runde nach zwei Spieltagen wieder auf Eis. Steißlingen stand nach dem Saisonabbruch schon wieder aussichtsreich auf dem 2. Tabellenplatz.

Aber jetzt lief alles wie schon beschrieben ab und es scheint aus Steißlinger Sicht doch einen Handball Gott zu geben der den Verein (nicht unverdient) für seine immer unermüdliche Arbeit jetzt mit dem Aufstieg der Frauen in die Handball Bundesliga belohnt.

Wir alle wollen hoffen, dass wir dieses Abenteuer nicht alleine erleben, sondern es gemeinsam mit Ihnen liebe Freunde*innen unserer Mannschaft und des gepflegten Frauenhandballsports im Hegau teilen können. Vielleicht hat ja der Handball Gott noch einmal ein Einsehen mit uns (und im Übrigen auch mit allen Sportlern*innen) und lässt uns mit diesem frommen Wunsch nicht alleine im Mindlestal stehen.