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Marvin Böelefeld, HSG Konstanz 2

Toller Abschluss einer schwierigen Woche



U23 der HSG Konstanz gewinnt rassiges Spiel gegen Weilstetten

Eine schwierige Woche endete mit einem überaus positiven Abschluss: In einem rasanten Oberligaspiel konnte sich die U23 der HSG Konstanz mit 30:23 (13:11) gegen den TV Weilstetten durchsetzen und sich mit nun 11:5 Punkten punktgleich mit der SG Köndringen-Teningen auf Platz zwei schieben.

Gut gelaunt spazierte Benjamin Schweda über das Spielfeld. Wo sich draußen die Temperaturen schon langsam dem Gefrierpunkt annähern, war der junge Trainer völlig durchgeschwitzt. „Anstrengend sind solche Spiele, man ist natürlich voll dabei“, erklärte er mit einem zufriedenen Grinsen im Gesicht. Die 60 Minuten gegen Weilstetten waren der erwartet harte Kampf, in dem die Gäste die harte Nuss waren, mit denen man gerechnet hatte. Der nach vier Siegen in Folge mit viel Selbstvertrauen und ganz viel Dampf in die Schänzle-Halle gekommene TVW beschäftigte die Konstanzer mit viel Leidenschaft und einer sehr bissigen Abwehr. Mit 2:0 gingen sie in Front und waren bis zum 11:12 kurz vor der Pause stets in Schlagdistanz.

Die HSG-Talente konnten sich glücklich schätzen, dass Torwart Lukas Herrmann sich in überragender Verfassung zeigte und Parade um Parade lieferte. Grundlage dafür war eine auch auf Seiten der Gelb-Blauen mit großem Aufwand geführte Abwehrarbeit. Schweda: „Es war ein sehr, sehr gutes Spiel von uns, von der ersten Minute.“ Beide Mannschaften drückten dabei voll aufs Tempo und boten den Zuschauern ein gutes, packendes Oberligaspiel. Vorgenommen hatte sich Konstanz eine gute Deckung, um den Torhütern mehr Sicherheit zu geben. „Traumhaft, wenn es dann so läuft wie gegen Weilstetten“, freute sich der ehemalige Zweitligaspieler. „Großes Lob an Lukas.“

Weilstetten versuchte immer wieder mit dem siebten Feldspieler eine Lücke aufzutun, Konstanz blieb jedoch recht kompakt und zwang die Württemberger zu Würfen aus dem Rückraum oder von außen – oft eine Beute für Herrmann. Durchbrüche konnten gegen den nicht allzu groß gewachsenen Kontrahenten weitgehend verhindert werden. „Das war“, so Schweda, „der entscheidende Faktor zum Sieg. Dadurch konnten wir ins Tempospiel gehen, Weilstetten hatte Probleme mit dem Wechsel und wir konnten immer wieder Überzahlsituationen generieren.“ Linksaußen Marvin Böhlefeld etwa bedankte sich mit acht Treffern. Direkt nach der Pause setzte sich die Drittliga-Reserve auf 17:11 ab, doch Weilstetten ließ nicht locker, kämpfte sich nach 17:22 auf 20:22 (45.) heran, musste in der letzten Viertelstunde aber schließlich doch abreißen lassen. Dass die HSG-Talente sich nach einer Woche, in der teilweise nur zehn Spieler im Training zur Verfügung standen, solch eine Energieleistung vollbrachten, nötigte Schweda großen Respekt ab. „Nico Koch muss man hier erwähnen“, lobte er seinen jungen Mittelmann für dessen couragierte Leistung. Damit endete die schwarze Serie nach zuvor vier Heimniederlagen in Folge gegen Weilstetten.

HSG Konstanz II – TV Weilstetten 30:23 (13:11)

HSG Konstanz II: Lukas Herrmann, Kai Mittendorf, Lars Michelberger (4), Marvin Böhlefeld (8), Pascal Mack (1), Nico Koch (4), Sven Gemeinhardt, Felix Fehrenbach (2), Gianluca Herbel (2/1), Luca Merz (3), Jo Knipp (3), Leandro Lioi, Jonas Hadlich (2), Fynn Osann (1), Jürgen Mauch, Benjamin Schweda, Lisa Strub; Trainer: Benjamin Schweda

TV Weilstetten: Jens Brückner, Daniel Naumann (5/3), Daniel Flad (1), Noah-Gabriel Alilovic, Fabian Mayer (3), Tim Singer (1), Daniel Schanz, Simon Sauter (1), Tim Wenzler (6), Luk Bartsch (1), Florian Pawelka (1), Nikolas Hajdu, Daniel Weckenmann (3), Lukas Bechinka, Jonas Lösch, Felix Narr (1), Mark Jenter, Gerrit Jung, Michael Fischer; Trainer: Gerrit Jung

Schiedsrichter: Yannik Krauss (HSG Hanauerland), Matthias Schwing (HSG Hanauerland)

Zuschauer: 100

Gelb: Lars Michelberger (5.), Marvin Böhlefeld, Gianluca Herbel (5.) / Tim Singer (4.), Tim Wenzler, Lukas Bechinka

Strafminuten: 8:6

2 Minuten: Lars Michelberger, Kai Mittendorf, Gianluca Herbel, Leandro Lioi / Fabian Mayer, Simon Sauter, Felix Narr

Vergebene Siebenmeter: Gianluca Herbel / Daniel Naumann

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