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Luis Villgrattner HC Oppenweiler/Backnang

Trotz seines jungen Alters schon sehr erfahren



Rückraumspieler Luis Villgrattner kommt vom VfL Gummersbach zum HCOB.

Beim HC Oppenweiler/Backnang laufen zwei wesentliche Themen parallel. Zum einen die Vorbereitung auf die Aufstiegsrunde zur zweiten Handball-Bundesliga. Zum anderen die Personalplanungen für die kommende Runde. Diesbezüglich kann Teammanager Jonas Frank einen wichtigen Meilenstein verkünden. Der 22-jährige Rückraumspieler Luis Villgrattner kommt vom Zweitligisten VfL Gummersbach zum HCOB.

Jonas Frank meldete sich früh bei Luis Villgrattner. „Gleich, nachdem bekannt wurde, dass er auf den Spielermarkt kommt.“ Der Sportler mit Wurzeln in Pfullingen sagt über den Zeitpunkt, „dass ich mich bis dahin mit der Vereinssuche noch gar nicht befasst hatte.“ Das erste Gespräch sei ein sehr gutes gewesen, betonen beide. „Der Kontakt blieb aufrecht, irgendwann wurde es dann direkter, da habe ich dann auch viel mit Trainer Matthias Heineke telefoniert“, führt Luis Villgrattner aus – „er hat mir die sportliche Komponenten dargestellt, wie das auf dem Feld aussehen kann.“ Am Ende stand die Überzeugung auf beiden Seiten, nun ist der Wechsel beschlossen und besiegelt.

Coach Matthias Heineke freut sich über den Zugang. Er kennt Luis Villgrattner noch aus dessen Zeiten bei der JSG Balingen-Weilstetten beziehungsweise im Drittligateam des HBW. Außerdem konnte er sich viele Gummersbacher Spiele im Fernsehen ansehen. „Luis Villgrattner ist im Angriff sehr spiel- und entscheidungsstark“, sagt der Trainer. Er hofft, dass es gelingen wird, den Handballer schnell ins Spiel zu integrieren. Außerdem baut er in der Defensivarbeit auf den Neuen: „Er ist zweikampfstark und körperlich robust. Außerdem kann er zwei Positionen pro System spielen, im 5:1 und im 6:0. Damit wird er variabel einsetzbar.“

Für Teammanager Jonas Frank war eine wichtige Komponente der Entscheidungsfindung, dass „Luis Villgrattner mit 22 Jahren noch ein junger Spieler ist, aber trotzdem schon sehr erfahren.“ Er habe unheimlich Zug zum Tor, sei variabel in der Spielweise, müsste gut ins Spielsystem passen und strahle große Ambition aus. „Außerdem ist er ein sehr sympathischer und guter Typ, bei dem ich mir sicher bin, dass er gut in die Mannschaft und in das HCOB-Umfeld passen wird.“ Und Jochen Bartels, der Sportliche Leiter, bringt es auf den Punkt: „Er passt mit seiner Spielweise einfach überragend zu uns und wird uns sowohl im Angriff wie auch in der Abwehr voran bringen.“

Der Sportler gibt die Vorschusslorbeeren zurück. Wiewohl er mit dem VfL Gummersbach in der zweiten Liga spielt, hatte er immer ein Auge auf die dritthöchsten Ligen. „Ich habe mir Spiele angesehen und kenne noch einige Vereine aus meiner Balinger Zeit“, sagt Luis Villgrattner. Den HCOB hat er als Verein wahrgenommen, „mit gutem Strukturen, bei dem Kontinuität im Team, im Trainerteam und im Verein da ist.“ Auch der sportlich Aufwärtstrend ist ihm nicht entgangen. Gut findet er, dass der Club an der Aufstiegsrunde teilnimmt: „Ich habe Lust auf eine ambitionierte Mannschaft – und es gibt für einen Verein kein besseres Mittel als daran teilzunehmen, um zu zeigen, dass man ambitioniert ist und Lust hat.“ Positiv findet er auch, dass sich im Umfeld etwas tut, er denkt dabei an den unmittelbar bevorstehende Neubau einer Sporthalle in Backnang.

Aktuell laboriert Luis Villgrattner an den Nachwirkungen einer Knieverletzung. „Da befinde ich mich mitten in der Reha, die ich bis zum Sommer in Gummersbach beenden möchte“, erklärt der Sportler. Für einen abschließenden Zweitligaeinsatz beim Traditionsverein wird es nicht mehr reichen, aber in der Vorbereitung beim HCOB will er wieder auf dem Handballfeld mitspielen. Seine Ziele: „Ich habe richtig Lust, wieder Handball zu spielen. Nach meiner Verletzung will ich wieder zu alter Stärke finden und mit dem HC Oppenweiler/Backnang erfolgreich spielen. Ich freue mich schon jetzt, Teil eines Vereins zu werden, der vorankommen will.“

Luis Villgrattner