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Lukasz Stodtko TV Ehingen

TV Herbolzheim – TV Ehingen 30:28 (16:16)



Es wäre mehr möglich gewesen.

Stark ersatzgeschwächt mussten die Ehinger zum vielleicht alles entscheidenden Spiel im Kampf um die Aufstiegsrunde in Herbolzheim antreten. Ohne die verletzten Doru Hosu, Flaviu Gaie, Marc Plesse, Yannik Sauter und Eric Preter erreichten die Grün-Weißen dennoch fast noch ein Unentschieden im Breisgau. Filip Galic hatte den Verein zudem zum Jahreswechsel in Richtung Schweiz verlassen und Torhüter Sascha Merk musste nach dem Aufwärmen passen und machte die Ausfallliste um einen weiteren Spieler länger. Unterstützt wurden Sie dabei von Marcel Müller und Niclas Klaus aus der zweiten Mannschaft und A-Jugendspieler Jan Beising.

Schon der Beginn der Partie zeigte, dass es hier um Alles oder Nichts gehen wird. Beide Mannschaften kämpften mit offenem Visier und boten eine intensive Begegnung, bei der um jeden Zentimeter des Hallenbodens gekämpft wurde. War es am Anfang der Gastgeber, der die Partie anführte (6:4, 10. Min.), drehte sich Mitte der ersten Spielhälfte das Blatt zugunsten der Gäste aus dem Hegau, die sich eine doch komfortable 10:13 Führung (22. Min.) erspielen konnten. Dem TV Herbolzheim gelang es jedoch bis zur Halbzeitsirene den Ausgleich zu erzielen. So wurden beim Stand von 16:16 die Seiten gewechselt.

Die Breisgauer kamen auch in der zweiten Spielhälfte besser aus der Kabine und konnten die Führung dann behaupten. Ehingen lief bis zur 46. Minute permanent einem Rückstand hinterher, der jeweils ausgeglichen wurde. Erst mit dem 23:21 konnte Herbolzheim den Vorsprung auf zwei Tore ausbauen (46. Min.). In der Schlussphase wurde es dann noch einmal spannend, als Bastian Dannenmayer mit zwei Toren in Folge zum 27:27 ausgleichen konnte (54. Min.). Jonas Schmidt gelang ebenfalls der Ausgleich zum 28:28 (58. Min.), doch die Gastgeber nutzten ihre Chance 15 Sekunden vor Schluss mit dem 29:28. Nach der Ehinger Auszeit wurde alles auf eine Karte gesetzt. Der Torwart wurde herausgenommen, um die Überzahl für die verbleibenden Sekunden zu nutzen. Doch der Breisgauer Torwart fing den Angriff ab und erzielte in der letzten Sekunde mit dem Direktwurf das 30:28. Letzten Endes war es ein Spiel, das über die ganze Spielzeit spannend und eng war, nur das Schiedsrichtergespann traf einige fragwürdige Entscheidungen auf beiden Seiten, die dem Spiel nicht gerade zuträglich waren. „Es gab eine stark verbesserte Offensivleistung meiner Mannschaft gegenüber der letzten Woche“, lobte Ehingens Trainer Erich Merk seine Schützlinge. Trotz der Torlaune beider Mannschaften gab es doch einige Fehlwürfe auf beiden Seiten, was auch an den guten Leistungen beider Torleute lag, die auf der Ehinger Seite von Keeper Marcel Kiyici geboten wurde. Im Ehinger Angriff ragte Julian Küchler mit seinen erzielten zehn Toren heraus, der mit einer vorbildlichen Einstellung auftrat und so seine Leistung als Torschütze des Spiels krönte. Am Ende jedoch bedeutet diese Niederlage einen herben Rückschlag im Kampf um die Aufstiegsrunde, denn gegenüber der Handball Union Freiburg hat der TV Ehingen das schwerere Restprogramm. Aus eigener Kraft ist diese nunmehr nicht mehr zu erreichen. Daher muss die nächste Begegnung bei der SG Ohlsbach/Elgersweier unbedingt gewonnen werden, da diese Punkte dann auch mit übernommen werden, sollte es am Ende in die Abstiegsrunde gehen.

TV Herbolzheim – TV Ehingen 30:28 (16:16)

TV Herbolzheim: Aurélien Willmann (4), Marius Schmieder (4), Patrick Hoch, Luca Fees (3), Adrian Ohnemus (1), Max Mutschler (1), Nils Kunzer, Yannik Guth, Timo Hoch (3), Mirko Zander, Oliver Bührer (9/5), Florian Blättler, Alexandre Weiss (5), Mirko Reith; Trainer: Mirko Reith

TV Ehingen: Daniel Beck, Alexander Hänsel, Bastian Dannenmayer (3), Lukasz Stodtko (5), Julian Küchler (10), Marcel Müller (1), Sascha Merk, Jonas Schmidt (4), Marcel Kiyici, Jan Beising, Louis Biller, Nicolas Knaus, Niklas Duffner (5/2), Erich Merk, Denise Kiyci, Marc Plesse; Trainer: Erich Merk

Schiedsrichter: Matthias Flaig (TV St. Georgen/Schw.), Patrik Papke (TV St. Georgen/Schw.)

Zuschauer: 50

Gelb: Max Mutschler (2.), Alexandre Weiss (2.), Mirko Reith (2.) / Alexander Hänsel (5.), Lukasz Stodtko (6.)

Rot (3 Zeitstrafen): – / Lukasz Stodtko

Strafminuten: 6:8

2 Minuten: Mirko Reith, Alexandre Weiss, Marius Schmieder / Bastian Dannenmayer, Lukasz Stodtko, Lukasz Stodtko, Jonas Schmidt

Vergebener Siebenmeter: Oliver Bührer / –