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Jan-Philipp Valda TV Willstätt

TV Willstätt punktet in der Hanauerlandhalle



Nach einer perfekten ersten Halbzeit (21:10) des TV Willstätt mussten sich die Gäste aus Pfullingen am Ende ein 34:29 hinnehmen. (Mit Bildergalerie)

Glückliche Gesichter schon vor dem Abpfiff in der Hanauerlandhalle. Der TV Willstätt hatte den Sieg gewollt und diesen mit viel Engagement verdient geholt. Ole Andersen sprach in der Pressekonferenz von der besten Halbzeit, die der TV Willstätt in der 3. Liga bisher gespielt hat.

Zunächst entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel in dem sich die Mannschaften ausloteten, Willstätt jedoch nach dem 0:1 Rückstand immer in Vorlage gehen konnte. Niklas Roth hatte allerdings vor seinem Torwurf Glück, dass sein Gesichtstreffer bei Daniel Schliedermann von den Unparteiischen unbemerkt geblieben war, sonst hätte er diese Torchance nicht mehr bekommen.

Die 13. Minuten im Spiel brachte dem VfL Pfullingen trotz des 7:6 Anschlusstreffers kein Glück. Dodig, Fraggis und Ludwig waren in Folge erfolgreich und Gästetrainer Daniel Brack versuchte den Lauf der Willstätter mit einem Timeout zu unterbrechen. Es blieb bei einem Versuch, den der sonst sichere Siebenmeterschütze Christopher Rix scheiterte am Maxime Duchêne und der eingewechselte Daniel Schlipphak im Tor der Gäste, musste nach Würfen von Dodig und Veith lediglich den Ball aus dem Netz holen. Doch das 12:6 war nur eine erfreuliche Momentaufnahme.

Angetrieben von Daniel Schliedermann rollten die Angriffe wie Wellen über den VfL Pfullingen. Dabei zeigten sich die Hausherren auf allen Positionen torgefährlich und mit dem Blick für den besser postierten Mitspieler. Willstätt zeigte erstmals in dieser Saison, welches Potential in der Mannschaft steckt. Zu bemerken war auch, dass eingewechselte Spieler sich nahtlos einfügten und kein Abbruch im Spielfluss zu erkennbar war. Das 21:10 zur Halbzeit entsprach dem Spielverlauf.

Willstätt erwartete eine Reaktion des VfL Pfullingen nach dem Seitenwechsel und zeigte sich vorbereitet. Dennoch nahm Ole Andersen nach 38 Minuten beim Stand von 23:16 eine Auszeit. Gästespieler Lukas Fischer agierte dann zu ungestüm gegen Daniel Schliedermann, traf diesen im Gesicht und wurde disqualifiziert. Den gleichzeitig gegebenen Strafwurf konnte Philipp Kunde nicht verwerten.

Ole Andersen brachte Alexander Velz, der in der überragenden ersten Halbzeit nur kurzzeitig und für Siebenmeter eingesetzt worden war. Ein Glücksgriff für den Willstätter Trainer, Velz traf in der Folgezeit mehrmals und hielt den VfL Pfullingen auf Distanz. Mit ihm kam auch die Sicherheit zurück ins Spiel des TV Willstätt, der in der Schlussphase des Spiels wieder überzeugen konnte. Die Disqualifikation von Ioannis Fraggis in der 58. Minuten fiel daher nicht mehr ins Gewicht. Willstätt hatte zuvor schon den berühmten Sack zugemacht und feierte nach dem Treffer von Daniel Schliedermann (in dreifacher Unterzahl) nach dem 34:29 und dem ersten Heimerfolg der Saison, sich selbst.

TV Willstätt 1908 – VfL Pfullingen 34:29 (21:10)

TV Willstätt 1908: Leon Sieck, Maxime Duchêne, Philipp Kunde, Yanez Kirschner, Yannick Ludwig (5), Dinko Dodig (4), Mickael Kauffmann, Lennart Sieck, Ioannis Fraggis (2), Régis Matzinger, Felix Krüger, Alexander Velz (8/1), Marius Oßwald, Daniel Schliedermann (6), Jan-Philipp Valda (5), Ben Veith (4), Frederik Beker, Ole Andersen, Lydia Waag; Trainer: Ole Andersen

VfL Pfullingen: Simon Tölke, Daniel Schlipphak, Felix Zeiler (2), Alexander Schmid (2), Frieder Nothdurft, Niklas Roth (5), Paul Prinz, Christian Jabot (6), Mathis Roth, Jason Ilitsch, Lukas Fischer, Lukas List (4), Christopher Rix (10/2), Tobias Stoll, Daniel Brack, Moritz Eitel, Florian Möck; Trainer: Daniel Brack

Schiedsrichter: Nicolas Jaros, Felix Thrun

Zuschauer: 310

Gelb: Daniel Schliedermann (5.), Ioannis Fraggis (2.), Jan-Philipp Valda (4.) / Felix Zeiler (4.), Lukas Fischer, Niklas Roth (5.)

Rot Disqualifikation: Ioannis Fraggis / Lukas Fischer

Strafminuten: 14:10

2 Minuten: Philipp Kunde, Yannick Ludwig, Dinko Dodig, Ioannis Fraggis, Régis Matzinger, Marius Oßwald, Ole Andersen / Felix Zeiler, Felix Zeiler, Niklas Roth, Niklas Roth, Christian Jabot

Vergebene Siebenmeter: Alexander Velz, Alexander Velz, Philipp Kunde / Christopher Rix, Christopher Rix