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Rhein-Neckar Löwen A- Jugend U19 DM

U19 in Torlaune zum Viertelfinal-Ticket



Die U19 der Rhein-Neckar Löwen steht im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft.

Nachdem sich das Team von Trainer Daniel Haase bereits vergangenes Wochenende mit einem 44:19-Erfolg beim TSV GWD Minden mehr als nur eine gute Ausgangsposition fürs Weiterkommen herausgespielt hatte, ließen es die Junglöwen im Achtelfinal-Rückspiel in der Kronauer Trainingshalle keineswegs locker angehen, sondern unterstrichen ihre Favoritenrolle vor allem durch eine starke Offensivleistung noch einmal eindrucksvoll und fuhren mit einem 43:29 (21:14) ihren zweiten souveränen Sieg gegen die Ostwestfalen ein.

Damit entschied der Löwen-Nachwuchs die Gesamtaddition aus beiden Duellen mit einem satten Plus von 39 für sich. Da war es auch verschmerzbar, dass die Abwehr der Gelb-Blauen nicht ganz so konsequent agierte wie noch im Hinspiel.

„Sicherlich waren wir da etwas nachlässiger, aber es war trotz allem ein verdienter Sieg und bei so einem Resultat müssen wir jetzt auch nicht das Haar in der Suppe suchen“, zeigte sich Daniel Haase nach der Schluss-Sirene zufrieden. Ähnlich fiel auch das Fazit von Kapitän und Geburtstagskind Robert Timmermeister aus: „Klar, haben wir zehn Tore mehr bekommen als letzte Woche in Minden. Aber wenn man mit einem solch großen Vorsprung ins Rückspiel geht, dann ist es schwierig, die Konzentration permanent aufrecht zu halten. Aber wir haben das gut gelöst, mit 14 Toren Unterschied gewonnen und sind unserem Ziel, Deutscher Meister zu werden, einen Schritt nähergekommen.“

Vor 320 Zuschauern in der Kronauer Trainingshalle war Flügelflitzer Lion Zacharias am Ende mit sieben Treffern erfolgreichster Werfer der Junglöwen, auf Mindener Seite wusste Jorit Reshöft mit zehn Toren zu überzeugen. Doch auch der spielstarke Mittelmann konnte die klare Niederlage der Gäste nicht verhindern.

40-Tore-Marke fällt

Die Löwen-U19 startete fokussiert in dieses Achtelfinal-Rückspiel: Die Abwehr um den Mittelblock mit Valentin Clarius und Robert Timmermeister ließ in der Anfangsphase wenig zu, so verloren die zunächst in der Offensive verunsichert agierenden Mindener einige Bälle, was das Haase-Team konsequent auszunutzen wusste. Nach sieben Minuten stand bereits ein 8:2 für die Gastgeber auf der Anzeigetafel und als Lion Zacharias kurz darauf zum dritten Mal an diesem Abend einnetzte, lagen die Junglöwen schon mit sieben Toren vorne (10:3/11.). Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte fanden die Ostwestfalen zwar bessere Mittel, um die Defensive der Hausherren in Verlegenheit zu bringen, den Rückstand konnte Minden allerdings nicht verkürzen, denn die Gelb-Blauen blieben im Abschluss konsequent, markierten gegen die 3:3-Deckung der Gäste bis zur Pause 21 Treffer.

Nach dem Wechsel zeigten sich die Junglöwen weiter in Torlaune: Zwar verkürzten die Gäste zum Start der zweiten Hälfte zunächst durch Bredemeier auf 21:15, doch dann schlugen die Hausherren gleich dreimal in Serie zu: David Móré und ein Doppelpack von Fabian Schwarzer sorgten für das 24:15, in der 36. Minute war die Löwen-U19 erstmals auf zehn Tore enteilt (27:17). Näher sollten die Ostwestfalen im weiteren Verlauf der Partie auch nicht mehr herankommen, auch wenn sie gegen die phasenweise nicht mehr ganz aufmerksame Abwehr des Haase-Teams einige Akzente setzen konnten. Denn der Löwen-Nachwuchs präsentierte sich im Spiel nach vorne weiter entschlossen, nutze die Räume im Positionsspiel oder kam über den Gegenstoß zum Torerfolg. Über 33:21 (44.) und 37:26 (52.) steuerten die Gelb-Blauen dem nächsten ungefährdeten Heimsieg in dieser Meisterschaftsrunde entgegen. Vier Minuten vor dem Ende knackte Lion Zacharias mit seinem siebten Treffer der Partie die 40-Tore-Marke (40:28), den Schlusspunkt des Abends setzte Robert Krass mit einem Dreher zum 43:29.

Jetzt wartet Dormagen

In der Runde der letzten Acht der Deutschen Meisterschaft treffen die Junglöwen auf den TSV Bayer Dormagen, der sich im Achtelfinale gegen Potsdam durchsetzen konnte. „Wir haben in dieser Saison zwar bereits zweimal gegen Dormagen gespielt und gewonnen, aber da kommt es immer darauf an, wen sie gerade in ihren U19 Kader stellen. Ich gehe davon aus, dass dies zwei ganz enge Spiele werden. Für mich ist Dormagen ein Geheimfavorit auf den Titel, sie haben eine gute Mannschaft und einen guten Trainer“, blickt Daniel Haase auf die anstehenden Viertelfinal-Duelle mit den Rheinländern.

Das Hinspiel ist für den 22./23. April in Dormagen vorgesehen, beim Rückspiel in der Stadthalle Östringen am Samstag, 30. April (19 Uhr) entscheidet sich dann, wer das Ticket fürs Halbfinale bei den Deutschen Meisterschaften bucht. Eine finale Terminierung der Viertelfinalbegegnungen durch den DHB steht noch aus.

Rhein-Neckar Löwen U19: Zacharias (7), Schwarzer (6), Scholtes (5), Blum (5/1), Móré (5), Clarius (4), Michalski (3), Krass (3), Timmermeister (2), Bitzel (2), Kraft (1).

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