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Florian Möck, VfL Pfullingen

Veränderungen auf der Trainer-Bank des VfL Pfullingen



Tobias Stoll und Michael Villgrattner hören auf – neue Postion für Florian Möck?

Zur neuen Saison wird es Veränderungen auf der Trainer-Bank der Pfullinger Drittligahandballer geben. Während Trainer Daniel Brack kürzlich seinen Vertrag für eine weitere Saison verlängert hat, stehen sowohl Co-Trainer Tobias Stoll als auch Torwart-Trainer Michael Villgrattner dem VfL Pfullingen aus familiären und beruflichen Gründen ab Sommer 2022 nicht mehr zur Verfügung. Trainer Daniel Brack hat aber schon einen interessanten Nachfolger aus den eigenen Reihen im Kopf.

Co-Trainer Tobias Stoll verlässt die Echazkrokodile mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Für den werdenden Vater liegt der Fokus in naher Zukunft allerdings erstmal auf der Familie: „Zum einen fällt es mir natürlich echt schwer aufzuhören. Der Teamspirit ist einfach mega und wir sind aktuell sehr erfolgreich. Zum anderen erwarten wir im Sommer aber unser erstes Kind und da möchte ich auf keinen Fall etwas verpassen“, erklärt Stoll, warum er in Zukunft kürzertreten möchte. Er stand Trainer Daniel Brack in den letzten drei Jahren als Co-Trainer zur Seite. Diese überaus erfolgreiche Zeit noch einmal mit der Aufstiegsrunde zu beenden „wäre ein Traum“, so Stoll. Aktuell hat der VfL Pfullingen nur noch einen Punkt Rückstand auf den zweiten Platz, der zur Aufstiegsrunde berechtigen würde. „Wir freuen uns natürlich sehr mit Tobi, dass er im kommenden Jahr Vater wird“, so Jörg Hertwig, sportlicher Leiter der Pfullinger Drittligahandballer. „Wir werden aber dennoch versuchen, ihn im Verein und um die Mannschaft zu halten. Tobi ist mit seiner Persönlichkeit einfach eine ganz wichtige Person für den Verein und Männer 1“, würdigt Hertwig den scheidenden Co-Trainer. Unabhängig davon ist Tobias Stoll aber auch in der kommenden Saison nicht aus der Welt. Er läuft weiterhin als Spieler für die 3. Mannschaft des VfL auf.

Auch Torwart-Trainer Michael Villgrattner war in den letzten Jahren maßgeblich am Erfolg des VfL Pfullingen beteiligt. Nach vier Jahren ohne den Handballsport reaktivierte ihn Daniel Brack vor drei Jahren: „Ich hatte vier Jahre mit dem Handballsport nichts mehr zu tun. Dann hat Daniel Brack mich zurückgeholt zum VfL Pfullingen und dafür bin ich sehr dankbar. Wir hatten eine schöne, intensive und auch sehr erfolgreiche Zeit und ich habe sie extrem genossen“, blickt Villgrattner, der früher selbst jahrelang im Tor des VfL gestanden ist, zurück. „Mit blutet schon das Herz, weil ich weiß, was mir fehlen wird. Die Jungs werden mir echt fehlen“, gibt er zu. „Ich bekomme es aber aktuell beruflich nicht mehr unter einen Hut“, erklärt er seinen Rücktritt. „Ich finde es sehr schade, dass „Villes“ aufhört, aber wir akzeptieren seinen Entschluss, dass er sich zum Saisonende zurückziehen wird, natürlich. Gerade in diesen Zeiten ist es – er ist ja selbstständig – schwierig, Beruf und Training unter einen Hut zu bekomme“, zeigt sich Jörg Hertwig verständnisvoll. „Die beiden Torhüter sind bereits darüber informiert und wir versuchen nun eine adäquate Lösung zur Nachfolge zu finden“, fügt Hertwig hinzu. 

Einen potenziellen Nachfolger für den leeren Platz an seiner Seite hat Trainer Daniel Brack schon im Kopf: „Florian Möck ist mein absoluter Wunschkandidat als spielender Co-Trainer. Er verkörpert den VfL Pfullingen durch und durch und hat, wie sagt man so schön, die ‚blaue Unterhose‘ an. Wir haben eine absolute Vertrauensbeziehung und teilen auch sportlich die gleichen Ansichten. Ich schätze ihn sehr. Für mich wäre Flo der perfekte Nachfolger für Tobi Stoll“, erklärt Daniel Brack.

Im Unterschied zu Stoll soll Möck den Echazkrokodilen aber dann auch weiterhin noch als Spieler zur Verfügung stehen. „Nach Beendigung seines Referendariats könnte er als spielender Co-Trainer seine handballerischen Erfahrungen einbringen und für sich den nächsten Schritt in seiner Trainer-Karriere gehen. Er steht uns aber weiterhin auch als Spieler zur Verfügung“, so Brack über den angehenden Lehrer. Das VfL-Urgestein Möck arbeitet aktuell an seinem Comeback nach einem Innenbandriss im Knie. Im neuen Jahr soll der Rückraumspieler wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

Wie es für ihn in der neuen Saison weiter gehen soll, ist für Möck noch nicht sicher: „Natürlich ist es schade, dass ich als Spieler beim VfL nicht weitermachen kann. Aber so ist der Leistungssport. Das schöne ist, wenn eine Tür zu geht, öffnet sich eine weitere. Die Tür zum Trainergeschäft ist eine attraktive für mich und ich bin auch stolz, dass Dani mir so eine Chance zutraut bzw. mir diese ermöglicht. Jedoch fühle ich mich noch fit und habe unheimlich Lust Handball zu spielen. Deshalb bin ich offen für Neues. Jedoch ist der Job als Co-Trainer für mich nicht ganz gestrichen. Auch das werde ich mir durch den Kopf gehen lassen. Ich werde jetzt die Weihnachtsfeiertage nutzen, um mir das gut zu überlegen und dann habe ich bis Ende Januar Zeit, mich zu entscheiden“, lässt Möck seine Entscheidung zunächst offen.

Zu dieser Entscheidung möchten die Verantwortlichen des VfL Pfullingen den Rückraumspieler, der außer einem kurzen Engagement beim TSB Heilbronn-Horkheim seit den Minis das blau-weiße VfL-Trikot getragen hat, nicht drängen. „Wir geben ihm bis Ende Januar 2022 Zeit. Ich würde mich aber sehr freuen, wenn er uns weiterhin erhalten bleibt“, signalisiert Brack. „Wir möchten Flo unbedingt im Verein halten. Viele wissen, wie wichtig er mir persönlich ist, ich habe ihn schon in der E-Jugend trainiert“, hofft auch Jörg Hertwig, das Möck dem VfL Pfullingen weiterhin die Treue hält. „Im Endeffekt ist es aber seine Entscheidung und wir machen ihm keinen Druck. Wir sehen ihn aber in Zukunft sehr gut in der Position des spielenden Co-Trainers und würden es sehr begrüßen, wenn er im Verein bleibt“, betont Hertwig abschließend.