Zum Inhalt springen Zurück zum Seitenanfang
Florian Möck VfL Pfullingen

VfL Pfullingen gewinnt Spitzenspiel in Fürstenfeldbruck



Die Drittligahandballer des VfL Pfullingen sind erfolgreich ins neue Jahr 2022 gestartet.

Beim TuS Fürstenfeldbruck setzte sich die Mannschaft von Daniel Brack mit 35:32 (17:16) durch. Herausragend waren dabei Rückraumspieler Niklas Roth mit elf Feldtoren und Christopher Rix, der zehnmal traf und dabei alle sechs Pfullinger Sieben-Meter-Würfe verwandelte. In starker Verfassung präsentierten sich auch die Pfullinger Torhüter Daniel Schlipphak und Simon Tölke.

Daniel Schlipphak hatten es die Pfullinger auch zu verdanken, dass sie in der 12. Minute beim Stand von 8:4 bereits mit vier Toren in Führung gehen konnten. In der Anfangsphase parierte der Pfullinger Keeper zwei Sieben-Meter der Gastgeber und wehrte mehrere freie Würfe ab. Pfullingen spielte stark auf, fand gegen die gefürchtete offensive Abwehr der Brucker Panther immer wieder Lösungen und kam vor allem in der Anfangsphase zu einfachen Toren. So betrug der Vorsprung in der 18. Minute sechs Tore. Florian Möck traf zum 13:7 und feierte damit sein Comeback nach einem Innenbandriss im Knie. „Uns ist ein nahezu perfekter Start in die erste Halbzeit gelungen. Da hatten wir einen überragenden Daniel Schlipphak im Tor, der sehr gut auf die Würfe der Brucker eingestellt war. In den ersten zehn Minuten haben wir selbst zudem keinen stehenden Angriff gebraucht und sind über die schnelle Mitte oder den Gegenstoß zu einfachen Toren gekommen“, freute sich VfL-Trainer Daniel Brack über die starke Anfangsphase seiner Mannschaft. Fürstenfeldbruck stellte in der Folge die Abwehr auf eine 6:0-Formation um, kam nun besser zurecht und kämpfte sich von 16:12 bis zur Halbzeitpause auf 17:16 wieder heran. „Kurz vor der Halbzeit haben wir unsere komfortable Führung durch ein paar dumme Fehler verspielt. Da hätte das Spiel schon kippen können“, so Daniel Brack.

Monschein Steuerberatung
Werbung

Zum Seitenwechsel war die Partie nun wieder offen. Den besseren Start in die zweite Halbzeit erwischte zunächst der VfL Pfullingen. Durch Tore von Florian Möck, Paul Prinz und Christian Jabot zogen die Echazkrokodile wieder auf drei Tore davon. Danach folgte allerdings ein 4:0-Lauf des TuS Fürstenfeldbruck, der in der 36. Minute erstmals mit 20:21 in Führung gehen konnte. In dieser wichtigen Phase behielten die Echazkrokodile aber einen kühlen Kopf. Zweimal Niklas Roth, den die Fürstenfelbrucker Abwehr gar nicht unter Kontrolle bekam, und ein Sieben-Meter-Tor von Christopher Rix brachten die Schwaben wieder mit 24:22 in Front. Als starker Rückhalt präsentierte sich nun auch Simon Tölke, der inzwischen für Daniel Schlipphak ins Tor gekommen war. Bis zur 43. Minute blieb das Spiel offen. Danach setzte sich der VfL Pfullingen, angepeitscht von den mitgereisten Trommlern, mit einem 6:0-Lauf vorentscheidend auf 31:25 ab. „Dieser 6:0-Lauf war für uns Gold wert“, analysierte Daniel Brack nach der Partie. In der Schlussphase ging es nochmal hin und her, wirklich gefährlich wurde der Zweitligabasteiger aber nicht mehr. So feierte der VfL Pfullingen am Ende einen verdienten 35:32-Auswärtssieg und klettert damit auf den zweiten Platz der 3. Liga Staffel G.

„Ich bin absolut glücklich, dass wir dieses Top-Team auswärts so bezwingen konnten“, strahlte Daniel Brack nach der Partie. „Dass wir auch in dieser Art und Weise in Fürstenfeldbruck gewinnen können, war schon so unser Traum“, fügte der zufriedene VfL-Kommandogeber hinzu. Ein Sonderlob verteilte Brack für seine beiden Torhüter: „Ich glaube, sie haben beide die beste Leistung der Saison abgeliefert“. Auch Niklas Roth und Christopher Rix hob Brack hervor: „Die haben eine super Leistung gebracht. Das gilt aber so eigentlich auch für das ganze Team. Die anderen Rückraumspieler haben wichtige Akzente gesetzt und Paul Prinz und Lukas List haben in der Abwehr gearbeitet wie verrückt. Ich bin mit der Team-Leistung extrem zufrieden und muss da meiner Mannschaft ein Riesen-Kompliment machen“, lobte er die ganze Truppe.

„Das war vermutlich bisher unser bestes Saisonspiel“, analysierte der elffache Torschütze Niklas Roth. „Emotional war es eine super Leistung, jeder war voll da. Jeder der eingewechselt wurde, ist immer zu hundert Prozent reingegangen. Da hat gestern viel für uns gepasst“, fügte er hinzu. Neben dem Spiel hat der VfL Pfullingen durch die höhere Anzahl an Auswärts-Toren auch den direkten Vergleich mit Fürstenfeldbruck gewonnen. „Das war sehr wichtig für die weitere Saison. Jetzt haben wir die Chance oben anzugreifen und dranzubleiben. Fürstenfeldbruck muss jetzt immer nachziehen“, richtet der Rückraumspieler den Blick schon auf die restliche Runde. „Auf der anderen Seite wird es jetzt aber auch schwierig sein, die Spannung hochzuhalten. Seit Dezember hat sich bei uns alles nur um dieses eine Spiel in Fürstenfeldbruck gedreht. Es wird jetzt einfach wichtig, dass wir unser Level halten. Wir haben jetzt einige schwierige Heimspiele vor uns. Es wird darauf ankommen, dass wir weiter da sind“, warnt der 22-Jährige abschließend.

Ausruhen kann sich der VfL Pfullingen auf diesem Erfolg also nicht, bereits am kommenden Samstag, den 22. Januar steht die nächste schwere Aufgabe an. Im ersten Heimspiel des neuen Jahres empfangen die Echazkrokodile den HBW Balingen-Weilstetten 2 zum Derby. Da die 1. Bundesliga aktuell in der EM-Pause ist, könnten beim HBW einige Erstliga-Profis mit auflaufen.

TuS Fürstenfeldbruck – VfL Pfullingen 32:35 (16:17)

TuS Fürstenfeldbruck: Benjamin von Petersdorff, Michael Luderschmid (1), Louis Oberosler, Gianni Huber, Tim Kaulitz (3), Ole Schwagerus (2), Philipp Christian Hlawatsch (3), Korbinian Lex (4), Stephan Seitz (1), Felix Kerst (1), Yannick Engelmann (7), Julian Prause (1), Max Horner (9/3), Johannes Luderschmid, Lasse Rehmeyer, Tobias Prestele, Richard Ostermeir, Hendrik Pleines, Peter Rietzschel, Alexander Leindl; Trainer: Martin Wild

VfL Pfullingen: Simon Tölke, Daniel Schlipphak, Felix Zeiler (2), Alexander Schmid (4), Frieder Nothdurft, Niklas Roth (11), Paul Prinz (1), Christian Jabot (1), Florian Möck (3), Jason Ilitsch, Lukas Fischer (3), Lukas List, Christopher Rix (10/6), Tobias Stoll, Daniel Brack, Dr. Ulrich Dobler, Moritz Eitel; Trainer: Daniel Brack

Schiedsrichter: Tobias Biehler, Fabian Dietz

Zuschauer: 200

Gelb: Tobias Prestele (6.) / Felix Zeiler (7.)

Strafminuten: 10:12

2 Minuten: Philipp Christian Hlawatsch, Korbinian Lex, Lasse Rehmeyer, Tobias Prestele, Tobias Prestele / Felix Zeiler, Niklas Roth, Niklas Roth, Paul Prinz, Paul Prinz, Lukas List

Vergebene Siebenmeter: Felix Kerst, Yannick Engelmann, Max Horner / –