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Michel Stotz, HSG Konstanz

Vor Staffel-Rekordkulisse



HSG Konstanz dominiert auch Topspiel gegen den Dritten.

Gänsehautstimmung in der Schänzle-Hölle: Mehr als 1300 leidenschaftliche HSG-Fans sorgten für einen echten Hexenkessel am Ufer des Seerheins und die Staffel-Rekordkulisse in dieser Saison. Davon getragen feierte die HSG Konstanz auch im Spitzenspiel gegen den Tabellendritten VfL Pfullingen einen deutlichen 39:32 (20:17)-Erfolg. Mit dem neunten Sieg im neunten Spiel und nun 18:0 Punkten steht die HSG weiter auf Rang eins.

Lange hatten Spieler, Verantwortliche und Helfer auf diesen Moment hin gefiebert. In dem die Schänzle-Hölle wieder bis unters Dach gefüllt und von Anfang an ein echtes Tollhaus ist. Mit der stattlichen Kulisse von über 1300 Fans platzte der Knoten eindrucksvoll. Als der frischgebackene Vater Peter Schramm zum 1:0 einnetzte und wenig später Michel Stotz nachlegte war es wieder da, das alte Feeling in dieser besonderen Halle mit ihren ganz besonders frenetisch mitgehenden Fans. „Heute hatte ich das erste Mal das Gefühl“, erklärte Gästetrainer Daniel Brack, „dass diese alte Handball-Atmosphäre wieder da ist. Die HSG und wir investieren viel, da haben es die Jungs auch verdient, dass Zuschauer in die Halle kommen und sie nach vorne peitschen. Teilweise gab es Bundesligaspiele mit weniger Zuschauern als hier. Das ist schade. Umso mehr freut es mich, dass so viele Fans hier waren und ich bin überzeugt, dass alle in tolles Handballspiel gesehen haben und deshalb zufrieden nach Hause gehen können.“ Ein Spiel, das eine unwahrscheinliche Intensität und sehr, sehr hohes Tempo von beiden Mannschaften zu bieten hatte. Jörg Lützelberger schloss sich seinem Vorredner an: „Vielen Dank an diese Halle, vielen Dank an alle Zuschauer. Es war eine tolle Atmosphäre und es macht mir sehr viel Spaß, bei solch einem Handballspiel dabei zu sein.“

Allen voran die HSG rollte mit der Unterstützung von den Rängen wieder mit einem wahnsinnigen Tempo nach vorne. Lukas Köder markierte das 4:1, da waren gerade etwas mehr als fünf Minuten gespielt. Köder war es auch, der bald auf 10:5 erhöhte. Die Konstanzer verzückten ihre Fans mit tollen Toren – gleiches tat der zuletzt fast in die 2. Bundesliga aufgestiegene VfL Pfullingen. Wenn der Plan der Gäste, das Tempospiel der HSG zu unterbinden, schon nicht gelang, so schlug der Ex-Erstligist mit den gleichen Waffen und hoher Geschwindigkeit zurück. Das Plus auf Konstanzer Seite bestand in den ersten Minuten in Torwart Leon Grabenstein und seinen Paraden. Auffällig war dabei die komplett unterschiedliche Spielanlage beider Teams. Während Pfullingen über ihre bekannten Leistungsträger Niklas Roth und allen voran den zehnfachen Torschützen Alexander Schmid zum Torerfolg kam, richtete es beim Spitzenreiter einmal mehr das prächtig harmonierende Kollektiv. Wie Jörg Lützelberger auch wechselte, und er tat es immer wieder sehr erfolgreich um die Kräfte zu verteilen, seine Spieler dankten ihm ihre Einsatzzeiten allesamt. Maximilian Wolf im Tor nach der Halbzeit, Fynn Beckmann und Joschua Braun mit vier und fünf Toren im rechten Rückraum, oder auch Peter Schramm und David Knezevic auf Halblinks lösten es erfolgreich im Team.

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Lützelberger hob hervor, dass er „ein Spiel auf einem hohen Level“ gesehen hatte. „In der ersten Halbzeit hatten wir unsere Probleme mit den Schnittstellen und dem Aushelfen. Das haben wir öfter nicht geschlossen bekommen.“ Dennoch reichte es nach einer 14:8-Führung zum 20:17-Pausenstand. Kurz zuvor war Pfullingen gar auf zwei Treffer herangekommen. Nach dem Seitenwechsel legte die HSG allerdings wie schon gegen Günzburg einen Traumstart hin und hatte nach knapp 34 Minuten auf 24:18 gestellt. Brack war zur frühen Auszeit gezwungen. Doch David Knezevic warf die Gelb-Blauen mit sechs Toren in Front, zehn Minuten vor Schluss war schließlich der erste Sieben-Tore-Vorsprung perfekt, der bis zum Schluss Bestand hatte. Vor allem in der Defensive hatte Lützelberger in der Pause erfolgreich eine Verbesserung gefordert. „Über 60 Minuten haben wir unsere Breite und unser Tempo ausgespielt. So ein Spiel mit unseren Fans auf die Platte zu bringen ist eine coole Sache und macht mir Freude zu sehen.“ Nach der großen Party mit den eigenen Anhängern wurde es auch in der Kabine sehr emotional. „Wir haben uns alle gefreut. Jetzt haben sich die Jungs eine Woche Pause echt verdient“, so der 36-Jährige. Anschließend wird sich voller Vorfreude gut vorbereitet auf den Schlager in Fürstenfeldbruck beim ebenfalls noch verlustpunktfreien Tabellenzweiten.

Zum Topspiel am 13. November nach Fürstenfeldbruck setzt der HSG-Fanclub einen großen Reisebus für 50 Personen ein. Abfahrt ist um 15 Uhr an der Fähre in Meersburg, die Fähre in Konstanz legt um 14.35 Uhr ab. Die Mitfahrt im Bus – ohne die Kosten für die Fähre, die jeder selbst trägt – betragen nur 10 Euro, inklusive aller Getränke im Bus. Sowohl im Bus als auch in der Halle gilt die 3G-Regel. Ein entsprechender Nachweis ist mitzuführen. Anmeldung und weitere Infos bei Christian Riether per Anruf oder WhatsApp unter 0177/6510009.

HSG Konstanz – VfL Pfullingen 39:32 (20:17)

HSG Konstanz: Maximilian Wolf, Leon Grabenstein, Michel Stotz (3), Aron Czako (2), Matthias Hild (1), Joel Mauch, Jo Knipp, Fynn Beckmann (4), Joschua Braun (5), Tim Bornhauser (3), Jannes Timm, Samuel Wendel (6/1), Peter Schramm (5), Niklas Ingenpass, Lukas Köder (7/5), David Knezevic (3), Thomas Binninger, Jörg Lützelberger, Daniel Eblen, Heike Gaisser; Trainer: Jörg Lützelberger

VfL Pfullingen: Simon Tölke, Daniel Schlipphak, Felix Zeiler (3), Alexander Schmid (10), Julius Schmidt, Niklas Roth (5), Paul Prinz (2), Philipp Mager, Christian Jabot (6/3), Mathis Roth, Jason Ilitsch, Lukas Fischer (2), Lukas List (4), Christopher Rix, Tobias Stoll, Daniel Brack, Dr. Ulrich Dobler, Moritz Eitel; Trainer: Daniel Brack

Schiedsrichter: Maike Merz, Tanja Kuttler

Zuschauer: 1300

Gelb: Michel Stotz (4.) / Lukas List (3.)

Strafminuten: 10:14

2 Minuten: Michel Stotz, Michel Stotz, Matthias Hild, Peter Schramm, Niklas Ingenpass / Niklas Roth, Niklas Roth, Christian Jabot, Lukas Fischer, Lukas Fischer, Lukas List, Daniel Brack

Vergebene Siebenmeter: Tim Bornhauser, Lukas Köder / Niklas Roth, Christian Jabot, Lukas Fischer

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