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Raymund Kunz

Was machen eigentlich die Fotografen?



Handball zu fotografieren ist keine leichte Aufgabe. Je nach Halle ist es sogar eine richtige Herausforderung. Doch erst Corona bremste die freiberuflichen Fotografen zum Teil komplett aus.

Keine Aufträge der lokalen Zeitungen, keine Spiele in den Amateurklassen. Die Fotografen, welche an den Wochenenden die Begegnungen besuchten und teilweise auch mitfieberten, sind nun über ein Jahr ausgebremst.

Wohl dem, der einen Bundesligisten in der Nähe hat. Diese Fotografen kommen wenigstens in den Genuss alle 14 Tage ein Spiel besuchen zu können. Doch auch hier gilt meistens eine begrenzte Anzahl von zugelassenen Fotografen, da auch an der Torauslinie Abstand gehalten werden muss.

Raymund Kunz ist einer davon. „Ich habe einen Beruf und bin nicht abhängig von den Aufträgen, aber einige Kollegen die davon Leben, die kamen in finanzielle Schieflage“. Ihm fehlen jedoch die vollen Hallen, die Lokalderbys und das ganze Drumherum. Freiburg (Red Sparrows) und Konstanz (HSG Konstanz) sind für ihn nun die einzigen Möglichkeiten mit seiner Kamera, Handball zu fotografieren. Weite Anfahrten für den Mann aus Kuppenheim, aber die nimmt er gerne, auf eigene Kosten in Kauf.

Doch Corona veränderte auch das Bild und damit die Bilder in den Hallen. „Ein gutes Sportbild mit leere Rängen im Hintergrund, ist für mich nicht die Erfüllung und irgendwie emotionslos“, fügt er im Interview an. Weiterhin fehlen ihm „Freunde“, die man immer wieder in den verschiedenen Hallen antreffen konnte und mit denen man dann auch mal die dritte Halbzeit antrat. „Die Hygienekonzepte der Vereine waren und sind sehr gut, warum gerade im Sport soviele Auflagen gemacht wurden ist für mich nicht nachvollziehbar“, so Kunz.

Zum Spiel der HSG Konstanz gegen die SG BBM Bietigheim am 31.03.2021 hat er sich mit uns angemeldet. Da werden auf der Fahrt die News aus der Handball-Szene ausgetauscht und hinterher kritisch die Bilder betrachtet. Und die dritte Halbzeit… „schaun mer mal“.